Erec-Rezeption

Cgm 63 17va (Willehalm von Orlens)Odir den oͮwere / der vnſ erekeſ getat / vn̄ von dem Levn getihtet hat                            Rudolf von Ems, Willehalm von Orlens, v. 2176–2178                                                        München, Staatsbibliothek, Cgm 63, Bl. 17va

Schon 1871 listete Moriz Haupt in seiner Erec-Ausgabe mehrere Werke auf, die auf Figuren oder Episoden dieses Romans anspielen (S. 323f. [abrufbar]). Heute ist die wichtigste Publikation zur Erec-Rezeption Brigitte Edrich-Porzbergs Monographie von 1994 [GVK]. Es ist eine gründliche Arbeit, die allerdings keine Vollständigkeit anstrebt und kein Verzeichnis erstellt. Zur Erec-Rezeption zählt Haupt die Tendenz, im Mittelalter Erec und Enite als Taufnamen zu benutzen, und erwähnt einige konkrete Beispiele. Edrich-Porzberg ist in dieser Hinsicht skeptischer und macht darauf aufmerksam, dass ‚Erek‘ besonders in Norddeutschland als Variante für ‚Erik‘ erscheint. Für sie komme dem selteneren Namen Enite „größere Beweiskraft“ zu. Sie ergänzt Haupts Beispiele durch mehrere Belege, die vom 13. bis zum 15. Jahrhundert reichen (S. 287f.).

Edrich-Porzberg befasst sich zunächst mit der Frage nach der Priorität des Erec oder des Lanzelet Ulrichs von Zatzikhoven, ohne selbst Stellung zu nehmen. Diese Artusromane weisen eine inhaltliche Verwandtschaft auf, und Ulrich wird manchmal als der Gebende gesehen. Er hat allerdings erst nach 1194 seinen Roman vollendet, denn im Epilog behauptet er, seine französische Quelle durch eine englische Geisel erhalten zu haben, die angeblich bei der Entlassung des Königs Richard Löwenherz aus deutscher Gefangenschaft nach Deutschland geschickt wurde (v. 9321–9341). Es ist möglich, dass Ulrich den Lanzelet erst um 1220 ohne französische Vorlage dichtete (Andersen 2011 [RI OPAC]), aber selbst wenn dieser Roman schon am Ende des 12. Jahrhunderts verfasst wurde, kommt er kaum als Vorlage für Hartmanns Text in Frage. Ulrich ist also der Nehmende, und sein Lanzelet gehört zur Erec-Rezeption.

In den meisten der von Edrich-Porzberg untersuchen Werke finden Erec-Figuren namhafte Erwähnung. Zwei Ausnahmen sind der Tristan Gottfrieds von Straßburg und Konrad Flecks Flore und Blanscheflur [Wikipedia]. In seiner Dichterschau lobt Gottfried Hartmann ganz allgemein, ohne speziell auf den Erec anzuspielen (v. 4621–4637). Seinerseits ließ sich Konrad Fleck unbestreitbar für sechs Passagen von Hartmanns Erec anregen. Er gestaltete die Klage von Blanscheflurs Mutter (v. 453–462, Ed. Sommer 1842 [abrufbar]) nach derjenigen Enites um den vermeintlich toten Erec (v. 5762–5773), Flores Klage um die angeblich tote Blanscheflur (v. 2241–2381) nach derjenigen um den scheintoten Erec (v. 5875–6088), Blanscheflurs und Flores Selbstmordversuche (v. 1244–1250, 2385–2392) nach denjenigen Enites (v. 6064–6068, 6111–6114), beschrieb Flores Pferd (v. 2743–2867) nach demjenigen Enites (v. 7308–7700), verwandte das Bild des Schiffbrüchigen für Flores Lebensgefahr (v. 3845–3850) nach derjenigen Erecs (v. 7061–7066) und erzählte, wie Flore den Tod seines Vaters erfährt (v. 7658–7666), nach der Passage, in welcher Erec denjenigen von Lac erfährt (v. 9969–9976). Es handelt sich insgesamt um rund 140 Verse, die oft Reimpaare liefern, aber ohne wörtliche Wiedergabe. Konrad Fleck verwertete den Erec diskret und übernahm kein Proprium aus Hartmanns Roman. Schon Haupt machte auf Hartmanns Einfluss auf dieses Werk aufmerksam.

Die eindeutigste und quantitativ bedeutsamste Erec-Rezeption finden wir im Friedrich von Schwaben, einem zwischen 1314 und der Mitte des 14. Jahrhunderts in Schwaben entstandenen Minneroman von 8068 Versen. Der anonyme Autor erscheint in zahlreichen Passagen als unselbständiger Kompilator und entlehnt nachweisbar 585 Verse fast unverändert aus neun verschiedenen Werken. Diese wörtlichen Entlehnungen stammen hauptsächlich aus Artusromanen: dem Wigalois, dem Erec, dem Daniel, dem Titurel Wolframs von Eschenbach und dem Jüngeren Titurel Albrechts. Der Wigalois allein liefert 315 Verse. Der Erec erscheint mit 100 Versen an zweiter Stelle. Es handelt sich um fünf Passagen mit geringfügigen Veränderungen, die meist nur die Reihenfolge der Verse betreffen. Jeroparg tröstet Flanea (v. 5441–5448), wie Graf Oringles Enite tröstet (v. 6212–6219), Friedrich tröstet Angelburg (v. 6401–6410), wie Erec Enite tröstet (v. 8860–8865, 8868–8871), Friedrich spricht seinen feindlich gesinnten Schwiegervater an (v. 5845–5852, 5869), wie Mabonagrins Dame Erec begrüßt (v. 8974–8982), Friedrich kämpft gegen Jeroparg (v. 6133–6170, 6182), wie Erec gegen Mabonagrin kämpft (v. 9083–9098, 9092–9095, 9128–9152, 9156–9159, 9164), und Angelburg klagt um ihren Geliebten Friedrich (v. 6359–6394), wie Enite um den scheintoten Erec klagt (v. 5739–5747, 5774–5793, 5822–5831). Die Nähe der Bearbeitung zur Vorlage kommt beispielsweise in folgenden Trostreden zum Ausdruck.

  • Oringles an Enite (Ed. Mertens 2008, v. 6216–6219): er sprach: ‚wunneclîchez wîp, / war umbe quellet ir den lîp / sö grimmeclîchen sere? / vrouwe, durch gotes êre
  • Jeroparg an Flanea (Ed. Jellinik 1904, v. 5445–5448): Er sprach ‚wunnicliches wib, / Nit quelt also eẃern lib / So grimmigclich sere; / Das last durch eẃer ere.

Diese Nähe veranlasste Kurt Gärtner dazu, in seiner Erec-Edition den Friedrich von Schwaben unter der Sigle ‚FvS‘ als einen zusätzlichen Überlieferungszeugen neben AKVW zu benutzen. Alle übrigen Herausgeber sind vorsichtiger und betrachten nur den Minneroman als ein Rezeptionszeugnis. Im Gegensatz zu Konrad Fleck gibt der Autor des Friedrich von Schwaben ausdrücklich zu erkennen, dass Hartmann ihm nicht fremd ist, denn er listet Erec und Iwein unter den verliebten Helden der Tafelrunde auf (v. 4817f.)

Nach Gärtners Namenverzeichnis hat der Erec 241 Propria. Die meisten davon wurden nie rezipiert, auch einige, die relativ wichtig sind wie Imain, Koralus, Lohut, Oringles, Penefrec, Tarebron und Umbriz. Andere bezeichnen Mitglieder des Artushofs oder Artusorte, die in der Mittelalterliteratur so häufig sind, dass es ins Maßlose führen würde, alle Belege zu verzeichnen. Dies gilt insbesondere für folgende Propria, die alle erstmals im Erec vorkommen und deshalb grundsätzlich zur Rezeption dieses Romans gehören: Artus, Avalon, Cadoc, Dodines, Famurgan, Garel, Gawein, Ginover, Glois, Ither, Karadigan, Karidol, Keie, Lanzelot, Segremors, Tenebroc, Titurel und Utpandragon. Auf dem ‚Gottfried-Portal‘ werden nur 16 rezipierte Erec-Namen verzeichnet, 10 Figurennamen (Enite, Erec, Guivreiz, Iders, Karsinefite, Lac, Mabonagrin, Maledicur, Niut, Urien) und 6 Ortsnamen (Brandigan, Destregales, Joie de la curt, Karnant, Prurin, Tulmein). Alle in den Editionen vorhandenen Varianten werden ohne Zirkumflex ins Verzeichnis aufgenommen. Als Grundlage für die Erstellung des Verzeichnisses diente die ‚Mittelhochdeutsche Begriffsdatenbank‘ (MHDBGB). Alle Belege wurden einzeln überprüft und irrelevante Treffer ausgesondert. Folgende Texte mit Rezeption von Erec– oder Iwein-Namen werden noch nicht von der MHDBDB erfasst: Die böse Frau, Ehrenbrief, Flordimar, Friedrich von Schwaben, Gamoreth, Iban, Johann von Michelsberg, Lannzilet, Lanzelot, Mitteldeutscher Erec, Die Mörin, Parzival und Gaban, Persibein, Regensburger Namenverzeichnis, Spruch von den Tafelrundern, Tschionachtolander, Wigoleis, Wigoleis vom Rade. Für die Füetrer-Texte (Flordimar, Gamoreth, Iban, Lannzilet, Parzival und Gaban, Persibein, Tschionachtolander, Wigoleis) stellte Heinz Thoelen freundlicherweise seine Editionsdateien und ein noch nicht ediertes Namenregister zur Verfügung, wofür ihm aufs Herzlichste gedankt sei. In den übrigen Fällen wurde das Verzeichnis durch manuelle Suche ergänzt. Wenn über 12 Belege vorliegen und sie in der MHDBGB verzeichnet sind, werden nur die fünf ersten und die fünf letzten angegeben. Oft wird der Erec zusammen mit dem Iwein rezipiert. In folgenden Werken sind jedoch nur Erec-Namen zu finden: Die böse Frau, Garel, Göttweiger Trojanerkrieg, Lanzelet, Mantel, Parzival und Gaban, Titurel, Wigamur, Willehalm von Orlens. Umgekehrt haben folgende Werke nur Iwein-Namen: Ehrenbrief, Flordimar, Frauenlob, Iban, Lanzelot, Die Mörin, Reinfried von Braunschweig, Tannhäuser.

Ganz besonders stark wird der Erec rezipiert, wenn eine Figur nicht nur Erwähnung findet, sondern auch in der Handlung auftritt. Neun Erec-Figuren haben eine aktive Rolle in mindestens einem Werk, in zwei Fällen nur in Hartmanns eigenem Roman:

  • Enite: Erec, Der Jüngere Titurel, Krone, Mantel, Mitteldeutscher Erec, Persibein
  • Erec: Daniel, Erec, Frauendienst, Garel, Gauriel, Der Jüngere Titurel, Krone, Lanzelet, Mitteldeutscher Erec, Parzival und Gaban, Persibein, Tandareis, Wigoleis, Wigoleis vom Rade, Wigamur
  • Guivreiz: Erec, Lanzelet
  • Iders: Erec, Lannzilet, Prosa-Lancelot, Rappoltsteiner Parzival
  • Karsinefite: Erec, Mitteldeutscher Erec
  • Lac: Erec, Wigamur
  • Mabonagrin: Erec
  • Maledicur: Erec
  • Urien: Lanzelot, Prosa-Lancelot

Während die meisten Erwähnungen von Erec-Figuren sich auf den Roman allgemein beziehen, haben sechs Episoden besondere Aufmerksamkeit auf sich gelenkt. Hinzu kommt die Mantel-Passage, die in der Erec-Rezeption eine Sonderstellung einnimmt, denn sie bildet die intertextuelle Anfangsstufe:

  • Mantel 955–972 (Enites Mantelprobe): Lanzelet 6098
  • Erec 95–98 (Maledicurs Peitschenschlag): Parzival 401.14–16
  • Erec 761–823 (Erecs Sieg über Iders): Parzival 401.17–22, Parzival und Gaban 1509.4–6
  • Erec 2413–2476 (Erecs Turniersiege am Artushof): Parzival 134.9–15
  • Erec 2923–2953 (Erecs verligen): Iwein 2792–2794, Frauendienst 1169.6, Gamoreth 1014.4f., Gauriel 2895–2897, Der Jüngere Titurel 2072.1f., 5036.3f.
  • Erec 3093–3102 (Erecs Schweigeverbot): Parzival 826.28f.
  • Erec 9083–9315 (Erecs Sieg über Mabonagrin): Gauriel 2249–2252, Der Jüngere Titurel 1976.2f., Lannzilet 5970.5–7, Parzival 583.26f.

Es ist oft schwierig zu entscheiden, was zur Erec-Rezeption gehört und was von Hartmann unabhängig ist. Ein gewisser Teil der Erec-Rezeption ist sekundär und hängt eindeutig von Zwischenstufen ab. Viele Erec-Namen kennen die jüngeren Autoren nur durch den Parzival, der Hartmanns Roman besonders stark rezipiert. Ähnlich hängen die Hinweise auf Erecs verligen wahrscheinlich alle vom Iwein ab und setzen keine unmittelbare Kenntnis des Erec voraus. Obwohl viele Anspielungen auf den Erec sekundär sind, gehören sie textgeschichtlich zur Rezeption dieses Romans und werden deshalb ins vorliegende Verzeichnis aufgenommen. Ein gutes Beispiel für die sekundäre Erec-Rezeption liefert Ulrich Füetrer, der allem Anschein nach den Erec nicht kannte. Im Ehrenbrief beschrieb Jakob Püterich von Reichertshausen [Wikipedia] seine Bibliothek in Reichertshausen zwischen München und Ingolstadt. Er besaß unter anderem eine der fünf ihm bekannten Versionen der Lancelot-Sage, den Flordimar [Wikipedia], die Mörin Hermanns von Sachsenheim [Wikipedia], einen Titurel (wohl die jüngere Fassung Albrechts), den Parzival Wolframs von Eschenbach, den Iwein Hartmanns von Aue, den Lanzelet Ulrichs von Zatzikhoven, den Wigalois Wirnts von Grafenberg, den Garel des Pleiers, den Welschen Gast des Thomasin von Zerclaere, den Wigamur und den Frauendienst Ulrichs von Lichtenstein. Dagegen nennt Püterich nicht den Erec, der in seiner gut ausgestatteten Privatsammlung offenbar fehlte. Aus dieser bayrischen Bibliothek schöpfte Füetrer wahrscheinlich die Vorlagen für den Zyklus, den er zwischen 1473 und 1487 im Auftrag des Herzogs Albrecht IV. von Bayern verfasste und mit dem Gesamttitel Buch der Abenteuer versah. Diese Artussumme beginnt mit einer zweiteiligen Sammlung, die aus 14 Einzeltexten besteht. Sieben davon enthalten Erec– oder Iwein-Namen: der Gamoreth (Parzivals Vater Gahmuret im Parzival), der Tschionachtolander (Gahmurets Knappe Schianatulander im Parzival, Schionatulander im Titurel), der Parzival und Gaban, der Wigoleis (nach dem Wigalois Wirnts von Grafenberg), der Iban (nach Hartmanns Iwein), der Persibein (ein sonst nur durch ein Namenverzeichnis bekannter Artusritter) und der Flordimar (ein sonst nur durch den Ehrenbrief bekannter Artusritter).

Die unmittelbare Herkunft von Füetrers Namenmaterial ist oft schwer und manchmal sogar unmöglich zu ermitteln, denn seine Vorlagen sind nicht alle erhalten. Die zwei ersten Teile des Buchs der Abenteuer bestehen in Thoelens zweibändiger Edition aus 5646 Titurelstrophen, d.h. knapp aus 40000 Versen, rund 60 % mehr als der schon sehr umfangreiche Parzival (24810 Verse). Die beiden Codices, die das Buch der Abenteuer überliefern [Handschriftencensus], enden mit einer noch längeren einheitlichen Erzählung, dem Lannzilet. Dieser Text hat 6009 Strophen in der zweibändigen Ausgabe von Karl Eckhard Lenk und Rudolf Voß. Der Gesamtumfang des Buchs der Abenteuer übersteigt also 80000 Verse. Zu diesem maßlosen Werk liegt noch kein gedrucktes Namenverzeichnis vor. Ohne die wertvolle Hilfe Heinz Thoelens wäre es nicht möglich gewesen, auf dem ‚Gottfried-Portal‘ diese späte Artusdichtung zu berücksichtigen. Der Lannzilet ist auch reich an Erec– und Iwein-Namen. Viele davon stammen vermutlich unabhängig von Hartmann aus dem französischen ‚Vulgata-Zyklus‘ [Wikipedia], in dem Gestalten wie Yvain, Idier und Calogrenant auftreten. Im Verzeichnis des ‚Gottfried-Portals‘ wurde trotzdem der Versuch unternommen, die Erec-Rezeption von der Hartmann-unabhängigen Tradition zu trennen. Hartmann-unabhängig ist eindeutig der anonyme deutsche Prosa-Lancelot, der eine fast wörtliche Übertragung des französischen Lancelot en prose enthält. In der dreibändigen Ausgabe, die der unermüdliche Berliner Professor Reinhold Kluge zwischen 1948 und seinem Todesjahr 1973 veröffentlichte, füllt der Prosa-Lancelot 2258 Seiten [Gedenkschrift: Kellermann 1973 (abrufbar)]. In Kluges schön ausgeschmückter Druckvorlage, der Heidelberger Handschrift Cpg 147, erstreckt sich der Text über 661 dicht beschriebene Seiten [abrufbar]. Zum Glück ist dieses Werk schon von der MHDBDB erfasst worden. Diese Datenbank bestätigt, dass die Erec-Namen in diesem immensen Werk nur schwach vertreten sind. Es handelt sich um Varianten von Iders, Niut und Urien.

Cpg 147, Bl. 1r (Prosa-Lancelot)                                          Anfang des Prosa-Lancelot                                                                                                Heidelberg, Universitätsbibliothek, Cpg 147, Bl. 1r (um 1470)

Als Hartmann-unabhängig werden auch die Belege aus dem fragmentarischen Mitteldeutschen Erec verzeichnet. Dagegen werden diejenigen aus dem Rappoltsteiner Parzival zur Erec-Rezeption gerechnet, da sie Wolfram-Reminiszenzen sein können.

In 42 Texten sind Erec– und Iwein-Namen ermittelt worden. Es sind fast ausschließlich literarische Werke. Die einzige Ausnahme ist das Namenverzeichnis, das Samuel Singer [Wikipedia] in einer Wiener Handschrift des Pantheon Gottfrieds von Viterbo entdeckte und 1894 abdruckte (Cod. 3406 [Katalog]). Es enthält 61 Namen, die größtenteils Figuren aus dem Buch der Abenteuer bezeichnen. Wir finden zum Beispiel pärsiwein (Persibein). Die Liste wurde vermutlich von dem Regensburger Kanoniker Ulrich Sattner eingetragen, der die Handschrift laut Besitzervermerken 1469 erwarb und 1472 schon wieder verkaufte. Damals hatte Füetrer das Buch der Abenteuer noch nicht verfasst. Die 42 Texte werden nach maßgeblichen Editionen zitiert. Wenn diese nicht frei abrufbar sind, wird parallel auf ältere Ausgaben hingewiesen. Insgesamt werden für die 16 ausgewählten Erec-Namen 380 sichere, wahrscheinliche oder mögliche Belege in 31 verschiedenen Texten verzeichnet. Parallel dazu werden auch die Belege in Chrétiens Grundtexten angegeben. Dafür wurden die Transkriptionen von P im ‚Dictionnaire Électronique de Chrétien de Troyes‘ (DÉCT) benutzt.

Dieses Verzeichnis ist ‚work in progress‘ gedacht. Korrekturen und Ergänzungen werden mit Dankbarkeit entgegengenommen. Kontakt: andersen@unistra.

Chrétien von Troyes

  • Érec (6879 v.), Cligès (6664 v.), Lancelot (7112 v.), Yvain (6810 v.), Perceval (8961 v.) [DÉCT] → Transkriptionen von P, Paris, BnF, français 794 (‚copie de Guiot‘)

Editionen

  • Die böse Frau: Ebbinghaus 1968 [auszugsweise abrufbar], Verszählung wie Schröder 1919 [abrufbar]
  • Daniel (von dem blühenden Tal): Resler 1983 [auszugsweise abrufbar], Verszählung wie Rosenhagen 1894 [abrufbar]
  • Ehrenbrief: Behrend/Wolkan 1920 [abrufbar]
  • Erec: Leitzmann 72006 [auszugsweise abrufbar], Verszählung wie Bech 1893 [abrufbar]
  • Flordimar (Buch der Abenteuer 5294–5646): Thoelen 1997, Bd. 2 [GVK], keine abrufbare Edition
  • Frauendienst: Bechstein 1888, Bd. 1 [abrufbar], Bd. 2 [abrufbar]
  • Frauenlob: Stackmann/Bertau 1981, Bd. 1 [GVK], Haustein/Stackmann 2000, Bd. 2 [GVK], mit unterschiedlicher Verszählung Ettmüller 1843 [abrufbar]
  • Friedrich von Schwaben: Linden 2005 [GVK], Verszählung wie Jellinek 1904 [abrufbar]
  • Gamoreth (Buch der Abenteuer 970–1043): Thoelen 1997, Bd. 1 [GVK], keine abrufbare Edition
  • Garel (von dem blühenden Tal): Herles 1981 [GVK], mit unterschiedlicher Verszählung Walz 1892 (28 Verse mehr) [abrufbar]
  • Gauriel (von Muntabel): Khull 1885 [abrufbar]
  • Göttweiger Trojanerkrieg: Koppitz 1926 [Transkription]
  • Iban (Buch der Abenteuer 4112–4408): Thoelen 1997, Bd. 2 [GVK], keine abrufbare Edition
  • Iwein: Krohn 2011 [GVK], Verszählung wie Henrici 1891 [abrufbar]
  • Johann von Michelsberg: Bernd 1906 [abrufbar]
  • Der Jüngere Titurel: Wolff 1955, Bd. 1 [GVK], 1968, Bd. 2 [GVK], Nyholm 1985, Bd. 3/1 [GVK], 1992, Bd. 3/2 [GVK], mit unterschiedlicher Strophenzählung Hahn 1842 (120 Strophen weniger) [abrufbar]
  • Krone: Knapp 2000, Bd. 1 [GVK], 2005, Bd. 2 [auszugsweise abrufbar], Verszählung wie Scholl 1852 [abrufbar]
  • Lannzilet (Ulrich Füetrers): Lenk 1989, Bd. 1 [auszugsweise abrufbar], Voß 1996, Bd. 2 [abrufbar], keine frei abrufbare Ausgabe für die ersten 1122 Strophen
  • Lanzelet (Ulrichs von Zatzikhoven): Kragl 2009 [auszugsweise abrufbar], Verszählung wie Hahn 1845 [abrufbar]
  • Lanzelot (Prosafassung Ulrich Füetrers): Peter 1885 [abrufbar]
  • Mantel: Hammer 2017 [auszugsweise abrufbar], Verszählung wie Warnatsch 1883 [abrufbar]
  • Mitteldeutscher Erec: Leitzmann 72006, S. 299–314 [auszugsweise abrufbar], Abdruck des Fragments W [abrufbar], keine abrufbare Edition
  • Die Mörin: Martin 1878 [abrufbar]
  • Parzival (Wolframs von Eschenbach): Nellmann 2006, Bd. 1–2 [GVK], Verszählung wie Lachmann 1891 [Transkription]
  • Parzival und Gaban (Buch der Abenteuer 1429–2607): Thoelen 1997, Bd. 1 [GVK], keine abrufbare Edition
  • Persibein (Buch der Abenteuer 4409–4938): Thoelen 1997, Bd. 2 [GVK], keine abrufbare Edition
  • Prosa-Lancelot: Kluge 1948, Bd. 1 [GVK], 1963, Bd. 2 [GVK], 1974, Bd. 3 [GVK], keine abrufbare Edition
  • Rappoltsteiner Parzival: Schorbach 1888 [abrufbar]
  • Regensburger Namenverzeichnis: Singer 1894 [abrufbar]
  • Reinfried von Braunschweig: Martschini 2017, Bd. 1 [GVK], 2018, Bd. 2 [GVK], 2019, Bd. 3 [GVK], Text und Verszählung wie Bartsch 1871 [abrufbar]
  • Renner: Ehrismann 1908, Bd. 1 [abrufbar], 1909, Bd. 2 [abrufbar], 1909, Bd. 3 [abrufbar], 1911, Bd. 4 [abrufbar]
  • Spruch von den Tafelrundern, Menhardt 1955 [Transkription]
  • Tandareis (und Flordibel): Khull 1885 [abrufbar]
  • Tannhäuser: Steinmetz 2019 [PDF]
  • Titurel: Brackert 2002 [auszugsweise abrufbar], mit unterschiedlicher Strophenzählung Lachmann 1891 (fünf Strophen weniger) [abrufbar]
  • Tschionachtolander (Buch der Abenteuer 1044–1428): Thoelen 1997, Bd. 1 [GVK], keine abrufbare Edition
  • Der Welsche Gast: von Kries 1984 [abrufbar], mit unterschiedlicher Verszählung Rückert 1852 (654 Verse weniger) [abrufbar]
  • Wigalois: Seelbach 2014 [auszugsweise abrufbar], Verszählung wie Pfeiffer 1847 [abrufbar]
  • Wigamur: Busch 2009 [auszugsweise abrufbar], Verszählung wie von der Hagen 1808 [abrufbar]
  • Wigoleis (Buch der Abenteuer 3004–3320): Thoelen 1997, Bd. 2 [GVK], keine abrufbare Edition
  • Wigoleis vom Rade (Prosafassung): Brandstetter 1971 [GVK]; nach Schönsperger 1493 [abrufbar], keine abrufbare moderne Edition
  • Willehalm von Orlens (Rudolfs von Ems): Junk 1905 [abrufbar]

Rezipierte Erec-Namen

Brandigân, Ort der Joie de la court-Episode → MHDBDB (28)

  • Érec (2): 5341, 6219 (Brandiganz)
  • Erec (9): 7959, 8060, 8172, 8668, 9407, 9645, 9754, 9840, 9864
  • Erec-Rezeption (26)
    • Göttweiger Trojanerkrieg (4): 5750, 8173, 8566, 20385 (nur Prandigan, hier Heimat von Theoborus, ohne Bezug auf die Artuswelt aus dem Parzival entlehnt)
    • Der Jüngere Titurel (4): 1970.4, 2158.3, 2246.1, 2260.3 (nur Brandigane, Prandigan)
    • Parzival (10): 178.20, 184.20, 206.30, 210.5, 215.15, 220.7, 220.26, 279.2, 332.25, 336.27
    • Parzival und Gaban: (7) 1510.5, 1513.7, 1518.7, 1541.2, 1544.6, 1549.5, 1668.5 (nur Brandigane, Prandigan, Prandigane)
    • Tandareis (1): 11918 (Prandigan) 

Destregâles, Erecs Heimat → MHDBDB (7) + MHDBDB (Testregeiz) (6)

  • Érec (2): 1826, 3861 (nur d’Estre-Gales)
  • Erec (4): 1819, 2865, 9374, 10033 (auch Destrigales)
  • Erec-Rezeption (8)
    • Garel (3): 4821, 17651, 20161 (Testregeiz)
    • Lanzelet (1): 8076 (Destregalis)
    • Parzival (1): 382.16 (Destrigleis)
    • Tandareis (3): 11876, 14968, 17408 (nur Testregeis, Testrigeis)
  • Gleichnamiger Ort (1)
    • Prosa-Lancelot (1): 1.195.3 (Destragors) 

Ênîte, Erecs Ehefrau → MHDBDB (127)

  • Érec (79): 1979, 2022, 2301, 2373, 2377, …, 6762, 6772, 6825, 6831, 6879 (nur Enide, Enyde)
  • Cligès (1): 1 (Enide)
  • Erec (94): 431, 505, 682, 801, 850, …, 9681, 9699, 9721, 9819, 10108 (auch Eniten)
  • Erec-Rezeption (42)
    • Die böse Frau (1): 413
    • Frauendienst (1): 1169.6 (Eniten)
    • Gamoreth (1): 1014.5 (Eneytten, indirekte Kenntnis durch den Iwein)
    • Gauriel (1): 2895 (Eniten)
    • Iwein (1): 2794 (Eniten)
    • Der Jüngere Titurel (13): 1644.1, 1815.1, 2072.3, 2186.3, 2189.4, 2398.4, 4596.2, 5036.2, 5036.3, 6005.1, 6005.3, 6007.3, 6010.1 (auch Eniten)
    • Krone (8): 1361, 1369, 1384, 1403, 2165, 23838, 23863, 24553 (auch Eniten, Enyte, Enyten)
    • Lannzilet (4): 1604.2, 4576.3, 5970.5, 5998.3 (nur Eneit, Eneyt)
    • Lanzelet (1): 6098
    • Mantel (1): 956 (Eniten)
    • Parzival (3): 143.29, 187.14, 401.12 (auch Enide, Eniten)
    • Persibein (1): 4438.1 (Eneyte)
    • Spruch von den Tafelrundern (1): 120 (Eneyt)
    • Tandareis (1): 10782 (Eniten)
    • Tschionachtolander (1): 1153.6 (Eneit)
    • Der Welsche Gast (1): 1645 (Enide)
    • Wigalois (2): 6308, 6311 (auch Eniten)
  • Unabhängig von Hartmann (4)
    • Mittelhochdeutscher Erec (4): 1.62, 14r.14, 14v.7, 16v.5 (nur Eniden, Enyden)

Êrec, Titelheld → MHDBDB (408)

  • Érec (301): 19, 82, 127, 195, 201, …, 6730, 6768, 6772, 6823, 6879
  • Cligès (1): 1
  • Erec (267): 2, 18, 53, 66, 73, …, 9944, 9963, 9969, 10001, 10045 (auch Erecke, Erecken, Ereckes)
  • Erec-Rezeption (158)
    • Die böse Frau (1): 413
    • Daniel (2): 984, 7998
    • Frauendienst (3): 1169.6, 1546.6, 1548.1 (auch Ereck)
    • Friedrich von Schwaben (1): 4817 (Ereken)
    • Gamoreth (1): 1014.4 (Ereck, indirekte Kenntnis durch den Parzival)
    • Garel (9) 4823, 17650, 18894, 18995, 19365, 19697, 19900, 20050, 20160 (nur Erech, Erekez)
    • Gauriel (33): 845, 1298, 1304, 1340, 1398, …, 2885, 3160, 3174, 3287, 3858 (auch Ereken)
    • Iwein (1): 2792 (Ereke)
    • Johann von Michelsberg (1): 19
    • Der Jüngere Titurel (10): 1976.2, 2070.2, 2072.1, 2185.4, 2189.2, 2398.1, 4531.1, 5036.3, 5067.3 (nur Erek)
    • Krone (7): 848, 2155, 2170, 2352, 23859, 24542, 25862 (auch Erech, Ereg, Ereken)
    • Lannzilet (3): 1595.7, 5965.4, 5970.5 (nur Ereck, Eregk, indirekte Kenntnis durch den Parzival)
    • Lanzelet (23): 2264, 2968, 2980, 2968, 2996, …, 7664, 7723, 7778, 8074, 9022 (auch Erecke)
    • Mantel (1): 956
    • Parzival (5): 134.6, 382.17, 401.9, 583.26, 826.29 (auch Ereck, Ereckes, Erekes)
    • Parzival und Gaban (4): 2530.0, 2531.4, 2567.1, 2568.6 (nur Ereck, indirekte Kenntnis durch den Parzival)
    • Persibein (1): 4780.4 (Ereck, indirekte Kenntnis durch den Parzival)
    • Rappoltsteiner Parzival (2): 472.38, 526.5, indirekte Kenntnis durch den Parzival)
    • Regensburger Namenverzeichnis (1): 205b.4 (Erek)
    • Renner (3): 1222, 16190, 21642 (auch Erke)
    • Spruch von den Tafelrundern (1): 119 (Ereck)
    • Tandareis (20): 1692, 1975, 2325, 2537, 2799, …, 14967, 16356, 16474, 16856, 17408
    • Der Welsche Gast (3): 1654, 6961, 6974 (nur Erech, Ereck)
    • Wigalois (11): 9570, 9793, 9905, 10070, 10594, 10645, 10785, 10899, 11037, 11100, 11286
    • Tschionachtolander (3): 1142.1, 1338.6, 1341.5 (nur Ereck, indirekte Kenntnis durch den Parzival)
    • Wigamur (3): 2198, 3139, 3232
    • Wigoleis (2): 3294.4, 3311.4 (nur Ereck)
    • Wigoleis vom Rade (2): 229.19, 232.35 (nur Ereck)
    • Willehalm von Orlens (1): 2177 (Ereches)
  • Unabhängig von Hartmann (5)
    • Mittelhochdeutscher Erec (5): 2.70, 2.84, 9v.6, 12v.8, 16r.6 (nur Erecke, Erek)

Guivreiz, Erecs Wirt → MHDBDB (28)

  • Érec (32): 3848, 3868, 3910, 4904, 4915, …, 6360, 6379, 6345, 6453, 6756 (nur Guivret, Guivrez)
  • Erec (26): 4477, 4486, 4629.1, 6822, 6837, …, 8762, 9916, 9964, 9991, 10000
  • Erec-Rezeption (1)
    • Lanzelet (1): 6017 (Giferreiz)
  • Gleichnamige Figur (1)
    • Prosa-Lancelot (1): 1.174.23 (Gewiurez)

Îdêrs, Erecs Gegner → MHDBDB (19, zusammen mit 52 irrelevanten Belegen)

  • Érec (7): 313, 1042, 1171, 1179, 1207, 1694, 6757 (nur Ydiers)
  • Erec (8): 465, 677, 732, 778, 847, 897, 1197, 1297
  • Erec-Rezeption (36)
    • Iwein (1): 4708 (Yders)
    • Krone (1): 587 (Ider)
    • Lannzilet (7): 1774.1, 1794.7, 1798.5, 1805.6, 3558.2, 3561.7, 3573.2 (nur Yders, indirekte Kenntnis durch den Parzival)
    • Parzival (2): 178.12, 401.20 (nur Ider)
    • Parzival und Gaban (1): 1509.4 (Iders, indirekte Kenntnis durch den Parzival)
    • Rappoltsteiner Parzival (24): 8, 86.44, 87.19, 102.6, 103.21, 173.5, 178.14, 179.7, 179.15, 186.9, 205.27, 252.3, 286.35, 538.42, 539.11, 548.22, 548.33, 548.43, 550.41, 551.6, 552.41, 556.43, 557.14, 711.42 (nur Idiers, Idirs, Ydier, Ydiers, indirekte Kenntnis durch den Parzival oder von Hartmann unabhängige Übersetzung der französischen Vorlage)
  • Unabhängig von Hartmann (49)
    • Prosa-Lancelot (17): 174.22, 1.255.31, 1.265.12, 1.268.21, 1.269.27, 1.310.7, 1.445.15, 1.465.20, 1.465.35, 1.466.7, 2.400.24, 2.401.2, 2.401.4, 2.418.17, 2.420.2, 2.420.5, 2.441.24 (nur Ideren, Idier, Yder, Yderen, Yderez, Ydier, Ydirs, Ydyer)

Joie de la curt, Kampfort → MHDBDB (7, zusammen mit 187 irrelevanten Belegen)

  • Érec (5): 5417, 5463, 5466, 5556, 6073 (nur Joie de la cort)
  • Erec (2): 8002, 9601
  • Erec-Rezeption (5)
    • Der Jüngere Titurel (1): 704.4 (Tschoidelakurte)
    • Parzival (3): 178.21, 429.21, 583.26 (nur Schoydelakurt)
    • Titurel (1): 41.4 (Schoydelakurte)

Karnant, Erecs Heimat → MHDBDB (48, zusammen mit 5 irrelevanten Belegen)

  • Érec (1): 2259 (Carnant)
  • Erec (4): 2882, 2918, 10001, 10032
  • Erec-Rezeption (48)
    • Garel (1): 4822, 17650 (Charnant, Charneis)
    • Göttweiger Trojanerkrieg (22): 4738, 4804, 4811, 4832, 5175, …, 5950, 5999, 6006, 6079, 6111 (auch Karnand, Karnantt, karndeschen, Kornantt, Königreich, ohne direkten Bezug auf die Artuswelt aus dem Parzival entlehnt)
    • Der Jüngere Titurel (10): 1805.4, 2188.2, 2398.1, 4934.4, 4939.1, 4954.1, 5516.4., 5806.3, 5892.3, 5910.2 (auch Karnande, Karnander)
    • Parzival (9): 134.15, 253.30, 277.19, 279.14, 305.20, 327.24, 336.10, 337.17, 434.29
    • Parzival und Gaban (2): 1750.5, 1823.4
    • Rappoltsteiner Parzival (2): 171.32, 171.46 (indirekte Kenntnis durch den Parzival)
    • Tandareis (2): 16356, 16856

Karsinefîte, Erecs Schwiegermutter → MHDBDB (2)

  • Érec (1): 6832 (Tarsenesyde)
  • Erec (1): 430
  • Erec-Rezeption (1)
    • Parzival (1): 143.30 (Karsnafide)
  • Unabhängig von Hartmann (1)
    • Mittelhochdeutscher Erec (1): 11r.5 (Karsinefidin)

Lac, Erecs Vater → MHDBDB (49, zusammen mit 11080 irrelevanten Belegen, meist Derivate vom Verb ligen)

  • Érec (11): 19, 651, 667, 1257, 1673, 1849, 2260, 2682, 3860, 5988, 5990
  • Erec (34): 2, 307, 520, 553, 620, …, 4857, 4905, 5037, 6588, 10066
  • Erec-Rezeption (24)
    • Gamoreth (1): 1014.4 (Lack, indirekte Kenntnis durch den Parzival)
    • Gauriel (3): 1398, 2247, 3160
    • Der Jüngere Titurel (2): 2185.4, 6005.2 (nur Lak)
    • Krone (4): 609, 848, 2155, 24542 (auch Lach, Lak)
    • Lanzelet (3): 2264, 3006, 7001
    • Parzival (3): 134.7, 254.1, 277.20 (auch Lacken; 435.28 Lac Quelle in Karnant)
    • Rappoltsteiner Parzival (2): 472.38, 526.5 (nur Lack, Lackes, indirekte Kenntnis durch den Parzival)
    • Spruch von den Tafelrundern (1): 119 (Lack)
    • Tandareis (1): 13088
    • Tschionachtolander (1): 1338.5 (Lack, indirekte Kenntnis durch den Parzival)
    • Wigalois (1): 10070
    • Wigamur (2): 3139, 3781

Mâbonagrîn, Erecs Gegner → MHDBDB (13, zusammen mit 1 irrelevanten Beleg)

  • Érec (4): 6082, 6281, 6295, 6300 (nur Maboagrain, Maboagrains, Maboagrins)
  • Erec (6): 9384, 9443, 9636, 9656, 9695, 9803
  • Erec-Rezeption (10)
    • Gauriel (1): 2250 (Mabonagrine)
    • Der Jüngere Titurel (2): 763.4, 1976.2 (Monabogrin, Monabogrine)
    • Lannzilet (1): 5970.6 (Mabonagrym, indirekte Kenntnis durch den Parzival)
    • Parzival (3): 178.23. 220.9, 583.27
    • Parzival und Gaban (1): 1510.6 (Mabonagrun, indirekte Kenntnis durch den Parzival)
    • Rappoltsteiner Parzival (1): 179.10 (Mabungren, indirekte Kenntnis durch den Parzival)
    • Titurel (1): 89.4 (84.4) (Mabonagrine)

Maledicur, Diener von Erecs Gegner → MHDBDB (2)

  • Érec (0): anonymer Zwerg (nains: 146, 161, 163, …)
  • Erec (1): 1077 (in älteren Ausgaben Maleclisier konjiziert)
  • Erec-Rezeption (1)
    • Parzival (1): 401.14 (Maliclisier)

Niut, Vater von Erecs Gegner → MHDBDB (4, zusammen mit 122681 irrelevanten Belegen, meist für verschiedene Negationen)

  • Érec (2): 1042, 1207 (nur Nut)
  • Perceval (1): 4697 (Nut)
  • Erec (2): 465, 677
  • Erec-Rezeption (8)
    • Parzival (2): 178.12, 401,20 (nur Noyt)
    • Parzival und Gaban (1): 1509.4 (Noth, indirekte Kenntnis durch den Parzival)
    • Rappoltsteiner Parzival (5): 87.20, 102.6, 179.15, 538.42, 711.42 (Nüs, Nuwes, Nüwes, indirekte Kenntnis durch den Parzival oder von Hartmann unabhängige Übersetzung der französischen Vorlage)
  • Unabhängig von Hartmann (1)
    • Prosa-Lancelot (1): 1.255.32 (Nuts)

Prûrîn, Ortsname → MHDBDB (7)

  • Érec (0): anonyme Ebene (desoz Teneboc an la plaigne: 2083, vgl. Hartmann: zwischen Tarebron und Prurin)
  • Erec (2): 2241, 2353
  • Erec-Rezeption (6)
    • Der Jüngere Titurel (4): 2087.1, 5875.3, 5886.1, 5910.1 (nur Prurine, Prurinen)
    • Parzival (1): 134.12
    • Parzival und Gaban (1): 1837.1 (Piurine, indirekte Kenntnis durch den Parzival)

Tulmein, Heimat von Erecs Ehefrau → MHDBDB (6) + MHDBDB (1, Tulbinge, zusammen mit einem irrelevanten Beleg)

  • Érec (3): 6197, 6199, 6268 (Laluth)
  • Erec (5): 175, 625, 1298, 1407, 9720
  • Erec-Rezeption (3)
    • Frauendienst (1): 1548.1 (Tulbinge)
    • Parzival (1): 401.17 (Tulmeyn)
    • Parzival und Gaban (1) 1509.5 (Tullmei, indirekte Kenntnis durch den Parzival)

Urjên , Iweins Vater → MHDBDB (4, zusammen mit 6 irrelevanten Belegen) + MHDBDB (2, zusammen mit 5 irrelevanten Belegen, Vriên) + MHDBDB (2, zusammen mit 3 irrelevanten Belegen, Urien)

  • Yvain (4): 1016, 1818, 2122, 3623
  • Perceval (1): 7897
  • Erec (1): 1641
  • Erec-Rezeption (3)
    • Iwein (3): 1200, 2111, 4183 (auch Urjenes)
  • Unabhängig von Hartmann (36)
    • Lannzilet (2): 605.6, 5018.7 (Frien, Uriens, 5018.7 Ort: von Frien Yban, Entlehnung aus dem Iwein unwahrscheinlich)
    • Lanzelot (4): 27.11, 185.1, 185.2, 185.2 (nur Frien, Uriens, 185.2 Ort: Uriens sun von Frien […] Yvan, Entlehnung aus dem Iwein unwahrscheinlich)
    • Prosa-Lancelot (21): 1.48.36, 1.48.37, 1.126.7, 1.152.31, 1.153.4, 153.7, 1.178.21, 1.227.24, 1.255.30, 1.265.16, 1.282.15, 2.318.15, 2.325.1, 2.328.6, 2.335.14, 2.336.9, 2.341.20, 2.726.4, 2.757.15, 3.513.10, 3.631.14 (Friene, Friene, Fryens, Vriens)
    • Rappoltsteiner Parzival (9): 22.23. 49.11, 177.36, 178.23, 178.29, 255.46, 348.10, 472.25, 527.11 (Vriens, Vrigiens)
  • Gleichnamige Figuren (12)
    • Garel (7): 3937, 3958, 4118, 5070, 5079, 5083, 20023 (Frians, Vrians, fürste zu Fonterteis; Frigene, ein ritter, zwei verschiedene Figuren)
    • Der Jüngere Titurel (2): 2153.1, 2153.4 (Friene, Frienes, Yweins sun)
    • Krone (1): 586, 2300 (Vrien, Vryen, von Lowe)
    • Prosa-Lancelot (2): 2.209.10, 2.441.18 (Fryens, konig, von Bas: Urgins)