Hürnen Seyfrid

  • Der Hürnen Seyfrid (HS) ist eine strophische Kurzfassung der Nibelungensage mit Fokus auf den Drachentöter. Das Gedicht ist zu Beginn des 16. Jahrhunderts im Druck erfassbar. Es verbindet Elemente aus der nordischen Überlieferung mit den deutschen Fassungen. Die zentrale Entführungsgeschichte ist hier zum ersten Mal in ihrer Gesamtheit erhalten.

HS Holzschnitt 7 (K)

Krimhild wird in Worms vom Drachen entführt (K, Holzschnitt 7)

Kurzbeschreibung

Zusammenfassung

Der Text ist durch 27 Holzschnitte mit Untertiteln graphisch in eine entsprechende Zahl von Erzähleinheiten gegliedert. Die folgende Gliederung beruht lediglich auf dem inhaltlichen Zusammenhang.

  • Die Hornhautererwerbung (HS 1–11, 6 Holzschnitte): Seyfrid ist der Sohn von Sigmund, König von Niderland. Er ist ungehorsam und verdrießt seine Eltern so sehr, dass sie ihn auf die Empfehlung der Hofräte für einige Zeit fortschicken. Er kommt zu einem Schmied in einem Dorf und tritt in dessen Dienst. Eines Tages spaltet er den Amboss des Schmieds, streitet sich mit den anderen Lehrlingen und dem Meister und versetzt ihnen Schläge. Um ihn loszuwerden, schickt ihn der Schmied in einen Wald. Er soll bei einem Köhler Kohle holen. Der Schmied hofft, dass ein Drache, der in der Nähe unter einer Linde wohnt, den Lehrling töten wird. Im Wald stößt Seyfrid auf den Drachen und andere Untiere, reißt Bäume aus der Erde, wirft sie auf die Ungeheuer und verbrennt sie mit dem Feuer des Köhlers. Er entdeckt dabei, dass ihr Horn erweicht und beim Trocknen auf seiner eigenen Haut wieder erhärtet. Deshalb beschmiert er seinen Körper mit dem erweichten Horn, bis auf eine Stelle zwischen den Schultern, die ihm später zum Verhängnis wird.

HS Holzschnitt 6 (K)

Der junge Seyfrid beschmiert sich mit Drachenschmalz (K, Holzschnitt 6)

  • Die Entführung der Königstochter (HS 11–21, 2 Holzschnitte): Seyfrid reist zum Hof des Königs Gybich in Worms und tritt in dessen Dienst. Der Fürst hat drei Söhne und eine Tochter, mit der Seyfrid acht Jahre verheiratet sein wird. Vorher wird er in einem Berg einen Hort finden, den der Zwerg Nybling eingeschlossen hat. Dieser Schatz wird jetzt von den drei Söhnen des Zwergs gehütet. Viele Helden werden sich um den Hort streiten und den Tod finden. Nur Dieterich von Bern und Hiltebrand werden diesen Krieg überleben. Während die Königstochter eines Tages am Fenster steht, wird sie von einem Drachen entführt und auf einen Felsen getragen. Dort kümmert sich der Entführer vier Jahre lang um sie.
  • Auf der Suche nach der Königstochter (HS 32–41, 2 Holzschnitte): Durch Boten sucht der König nach seiner Tochter, die eines Tages von einem Helden erlöst wird. Währenddessen wächst Seyfrid zu einem Mann heran und hängt Löwen zum Spaß an die Bäume. Eines Tages geht er mit seinen Hunden auf die Jagd und kommt auf die Spur der Prinzessin. Vier Tage folgt er ohne Essen und Trinken seinen Hunden durch den Wald und erreicht endlich den Drachenstein.
  • Der Zwerg Euglein (HS 42–60, 2 Holzschnitte): Im Wald begegnet der Held dem Zwerg Euglein. Das Männlein ist schön gekleidet, trägt eine Krone und reitet auf einem schwarzen Ross. Er erzählt Seyfrid, seine Mutter heiße Siglinge, sein Vater sei König Sigmund. Der Zwerg warnt den Helden vor dem Drachen, der die Königstochter Krimhild gefangen hält. Seyfrid schwört, er werde die Jungfrau befreien und schmeißt den Zwerg gegen eine Steinwand. Euglein bietet dann dem Helden seine Hilfe an und führt ihn zum Riesen Kuperan, der den Schlüssel zum Drachenstein besitzt.
  • Erster Kampf mit dem Riesen Kuperan (HS 61–84, 2 Holzschnitte): Kuperan erscheint in der Türöffnung mit einer Stahlstange. Beim ersten Schlag verfehlt er Seyfrid und haut die Stange tief in die Erde. Der Held schlägt zurück und verletzt den Riesen. Dieser flieht in seine Wohnung, verbindet seine Wunden, rüstet sich mit Brünne und Schwert und kommt zurück. Nach hartem Kampf ergibt er sich. Siegfried gewährt ihm das Leben und verlangt, dass er ihm hilft, die Jungfrau zu gewinnen. Der Riese schwört ihm Treue.
  • Seyfrid wird vom Zwerg gerettet (HS 85–94, 2 Holzschnitte): Kuperan führt den Helden zu einem Damm. Dort überfällt er ihn von hinten und schlägt ihn nieder. Im letzten Augenblick erscheint der Zwerg und rettet Seyfrid das Leben, indem er eine Nebelkappe über ihn wirft. Sie macht ihn unsichtbar. Er kommt wieder zu sich und dankt dem Zwerg. Obwohl Euglein ihm erneut empfiehlt, auf die Jungfrau zu verzichten, beharrt der Held auf seinem Vorhaben.
  • Zweiter Kampf mit dem Riesen und Begegnung mit der Jungfrau (HS 95–106, kein Holzschnitt): Seyfrid zieht die Nebelkappe aus und setzt den Kampf fort. Er besiegt den Riesen zum zweiten Mal und verlangt, dass er ihn zur Jungfrau führt. Acht Klafter unter der Erde sitzt die Jungfrau gefangen. Sie erkennt den Ritter, fragt ihn, wie es ihren Eltern geht, und warnt ihn vor dem Drachen. Er hat jedoch keine Angst.
  • Dritter Kampf mit dem Riesen (HS 107–119, 2 Holzschnitte): Der Riese gibt ihm ein Schwert und überfällt ihn einmal wieder, während sie auf dem Drachenstein stehen. Siegfried besiegt ihn erneut und erzeigt ihm diesmal keine Gnade. Er stößt ihn vom Felsen herunter, so dass er zerschmettert. Die Jungfrau macht sich noch Sorgen um den Drachen, und Siegfried hat Hunger. Der Zwerg bringt ihnen Essen.

HS Holzschnitt 19 (K)

Seyfrid und Krimhild werden beim Essen überrascht (K, Holzschnitt 19)

  • Erster Kampf mit dem Drachen (HS 120–138, 2 Holzschnitte): Da kommt der feurige Drache geflogen. Er war ein schöner Jüngling und wurde von einer Frau verflucht, so dass er nur alle fünf Jahre Menschengestalt annehmen kann. Er hat sich lange um die Jungfrau gekümmert und ist deshalb über Siegfrieds Ankunft verärgert. Die Jungfrau versteckt sich in der Höhle, während der Held auf dem Felsen mit dem Drachen kämpft. Inzwischen tragen Eugleins zwei Brüder Nyblings Schatz, den sie hüten, aus dem Berg und verstecken ihn unter ihrer Flucht in der Höhle.
  • Zweiter Kampf mit dem Drachen (HS 139–149, 3 Holzschnitte): Wegen der Hitze flieht Seyfrid in die Höhle und findet den Schatz. Die Jungfrau bangt immer mehr um den Helden, weil der Drache jetzt sechzig junge Drachen geholt hat. Der Held selbst ist furchtlos und kehrt auf den Felsen zurück. Er schlägt zuerst mit seinem Schwert auf den Drachen ein, bis das Horn schmilzt, haut ihn dann entzwei, stößt beide Teile hinunter und fällt zum Schluss selbst in Ohnmacht.
  • Eugleins Prophezeiung (HS 150–163, 2 Holzschnitte): Der Held kommt wieder zu sich und findet die Jungfrau am Boden liegen. Er hält sie für tot und klagt seine Not. Euglein erscheint und heilt die Jungfrau mit einem Kraut, das er ihr in den Mund steckt. Er erklärt, dass Kuperan ihn und 1000 weitere Zwerge bezwungen hatte, dankt Siegfried für die Befreiung und gibt Seyfrid und der Jungfrau eine köstliche Mahlzeit. Er ist bereit, sie mit 1000 Zwergen nach Worms zu begleiten. Seyfrid nimmt nur den sternkündigen Zwerg selbst mit und bittet ihn, seine Zukunft zu enthüllen. Euglein prophezeit ihm eine achtjährige Ehe mit der Jungfrau und danach einen gewaltsamen Tod. Seine Frau werde ihn jedoch rächen und schließlich selbst in einem großen Krieg sterben. Seyfrid tröstet sich mit der posthumen Rache und will den Namen seines Mörders nicht wissen.
  • Hortversenkung (HS 164–168, 1 Holzschnitt): Der Held schickt den Zwerg zum Berg zurück und denkt an den Schatz. In der Meinung, dass der Hort ihm jetzt gehört, holt er ihn und versenkt ihn in den Rhein, weil er ihm wegen der ihm prophezeiten kurzen Lebenszeit nichts nützen wird. Seyfrid wusste nicht, dass der Schatz den Zwergen gehört.
  • Hochzeit und Mord (HS 169–179, kein Holzschnitt): Seyfrid und die Jungfrau werden in Worms feierlich empfangen, und König Gybich veranstaltet ein riesiges Hochzeitsfest mit anschließendem Turnier und der Teilnahme vieler Fürsten. Durch seine Regierung erweckt Held den Neid seiner Schwäger Günther, Hagen und Gyrnot. Eines Tages wird Seyfrid im Odenwald (HS 177: Otten Waldt) an einem Brunnen von Hagen erstochen. In der Geschichte von „Seyfrides hochzeyt“ wird von der achtjährigen Ehe des Helden ausführlicher berichtet.

Überlieferung

Ein einziger handschriftlicher Auszug

1. Stockholm, um 1550 (St)

    • Incipit (kein Titelblatt): Dat sas im niderlande / ein konning wolbekanth …
    • Explicit: … was wunder er anfenck.
    • Entstehungsort: Stockholm oder Livland
    • Schreiber: unbekannt
    • Beschreibung: um 1550 (Beyer/Flood 2000, S. 36), 1 Doppelblatt (fol. 1r–2r = HS 1–12), 330 x 210 mm
    • Namensform: Zufrit (2-mal)
    • Standort: Stockholm (Signatur: Livonica I, A: 43)
    • Geschichte: seit unbekannter Zeit in Stockholm; 1996 von Jüri Kivimäe (geb. 1947) entdeckt (vgl. Beyer/Flood 2000, S. 35)
    • Abdruck: Beyer/Flood 2000, S. 56–59
    • Abbildung: Beyer/Flood 2000, S. 52–54
    • Literatur: Beyer/Flood 2000; Holzbauer 2003, Kofler 2008
    • Sigle: St (Holzbauer 2003)

Zwölf Drucke mit Text

1. Nürnberg: Hergotin, um 1530 (K)

    • Titelblatt: Hierinn findt jr ein schönes Lied || Von dem Hürnen Sewfrid || Vnd ist in des Hiltebrandes thon || Deßgleychen jch nie gehört han || Vnd wenn jr das leßt recht vnd eben || So werdt jr mir gewunnen geben || [Holzschnitt: Abschiedsszene] ||
    • Kolophon (fol. E8r): Gedruckt zü Nürnberg durch || Kunegund Hergotin. ||
    • Druckort: Nürnberg
    • Drucker: Kunigunde Hergot (tätig 1527–1539)
    • Beschreibung: um 1530 (Flood), um 1535 (Schanze), 40 Blätter (= A–E8), 8º, Titelholzschnitt und 27 Textholzschnitte
    • Namensform: Sewfrid
    • Standort: Zwickau (Signatur: Oktavsammelband 30 5 22,2, nicht im Online-Katalog)
    • Geschichte: 1856 vielleicht von Julius Feifalik eingesehen; von 1874 bis 1902 als verschollen gemeldet; von Otto Clemen in der Zwickauer Ratsschulbibliothek entdeckt und 1911 als Faksimile veröffentlicht
    • Abdruck: King 1958, S. 103–179
    • Abbildung: Clemen 1911 (vollständiges Faksimile der 78 Seiten); Holzbauer 2000 (die 27 Textholzschnitte); Holzbauer 2001, S. 7–59 (die 27 Textholzschnitte); Harsch/Graham 2007 (Text = King 1958, Illustrationen = Titelblatt + Holzbauer 2000, mit Kolorierung)
    • Literatur: Feifalik 1856, Sp. 403; Goedeke 1859, S. 102; Graesse 1865, S. 401; Steinmeyer 1874, S. 334f; Golther 1889, S. v; Herrmann 1902, S. 61; Clemen 1911; Lindemann 1913, S. 3; Heitz/Ritter 1924, S. 168 (Nr. 597); King 1952, S. 66ff; King 1958, S. 6; Flood 1980, II, S. 10; Schanze 1987; Gotzkowsky 1991, S. 336
    • VD16: H 4072
    • Sigle: Nh (Herrmann), Nb (Bernhöft), N (Lindemann), K (King 1952)

2. Nürnberg: Wachter, um 1540 (N)

    • Titelblatt: Hierinn findt jr ein schönes Lied || Von dem Hürnen Seyfrid || Vnd ist in des Hiltebrandes thon || Deßgleychen jch nie gehört han || Vnd wenn jr das leßt recht vnd eben || So werdt jr mir gewunnen geben. || [Holzschnitt: Abschiedsszene] ||
    • Kolophon (fol. E8r): Gedruckt zü Nürnberg || durch Georg Wachter. ||
    • Druckort: Nürnberg
    • Drucker: Georg Wachter († 1547, zusammen mit Kunigunde Hergot tätig)
    • Beschreibung: um 1535 (Flood), um 1540 (Heitz, Schanze), 40 Blätter (= A–E8), 8º, Titelholzschnitt und 27 Textholzschnitte
    • Namensform: Seyfrid
    • Standort: Hannover, Kestner Museum (Signatur: 4286 (früher Cul. 149 / 361), kein Online-Katalog, siehe Website)
    • Geschichte: 1788 zum ersten Mal in der in Nürnberg von Wilhelm Ebner von Eschenbach (1673–1752) begründeten Bibliotheca Ebneriana verzeichnet; 1812 dort von Friedrich Heinrich von der Hagen (1780–1856) eingesehen und abgeschrieben; spätestens 1819 versteigert, vermutlich direkt von Letzterem erworben; im Mai 1857 in Berlin versteigert, vermutlich direkt von Friedrich Georg Hermann Culemann (1811–1886) gekauft, der 1858 auf der Innenseite des Einbands sein Exlibris eintrug (vgl. Flood); 1887 vom Kestner Museum erworben
    • Abdruck: von der Hagen 1812, S. 49 (HS 1, 179); von der Hagen 1825, S. 1-13 (vollständig); Golther 1889, S. 3–57; Piper 1889, S. 143–166 (= von der Hagen 1825); King 1958, S. 38 (HS 1); Holzbauer 2001, S. 111–163 (= Piper 1889)
    • Abbildung: Herrmann 1902, S. 73 (Holzschnitt 4)
    • Literatur: Murr 1788, S. 305 (Nr. 56); von der Hagen 1811, S. 3–28 (Übersetzung); von der Hagen 1812, S. 48–50; Ranner 1815 (I), Ranner 1814 (II), Ranner 1815 (III), Ranner 1819 (IV) oder Ranner 1819 (V) (nach oberflächlicher Überprüfung in keinem der fünf Versteigerungskataloge gefunden); von der Hagen 1825, S. 1–13; Pischon 1838, S. 60–64; Goedeke 1849, S. 143; Goedeke 1854, S. 553; Feifalik 1856, Sp. 403; Friedländer 1857, S. 12 (Nr. 294); Goedeke 1859, S. 102; Graesse 1865, S. 401; Steinmeyer 1874, S. 334; Golther 1889, S. v, 3–57; Piper 1889, S. 143–166; Heitz 1894, S. x; Lindemann 1913, S. 3; Heitz/Ritter 1924, S. 168 (Nr. 598); King 1958, S. 6; Flood 1980, II, S. 11; Schanze 1987, S. 301; Gotzkowsky 1991, S. 336f; Holzbauer 2001, S. 111–163
    • VD16: H 4073
    • Sigle: N (Golther 1889, S. v = King), N1 (Lindemann 1913, S. 3)

3. [Straßburg: Frölich], um 1550 (X)

    • Incipit (kein Titelblatt): Es hat jn bald erschlagen || der junge küne mann …
    • Explicit: … Den het ein Zwerg verschlossen || Der was Nybling genant. ||
    • Druckort: wahrscheinlich Straßburg
    • Drucker: wahrscheinlich Jakob Frölich (tätig 1530–1557) (Schanze: „ohne Zweifel“)
    • Beschreibung: um 1550 (Gotzkowsky), 2 Blätter (= A4–A5 = HS 75–138) von ursprünglich vermutlich 40 Blättern (= A–E8), 8º, 3 Holzschnitte (Nr. 4, 5, 6), ursprünglich vermutlich ein Titelholzschnitt und 27 Textholzschnitte
    • Namensform: Sewfrid
    • Standort: Berlin
    • GeschichteKarl Hartwig Georg von Meusebach (1781–1847) von King ohne weitere Angabe als früherer Besitzer gemeldet; 1887 vom Verlag S. Calvary & Co in Berlin für 50 Mark zum Verkauf angeboten; von der Königlichen Bibliothek zu Berlin erworben; dort von Max Herrmann (1865–1942) entdeckt und 1902 beschrieben
    • Abbildung: Herrmann 1902, S. 72 (ein Holzschnitt); Vollanzeige
    • Literatur: Graesse 1865, S. 401; Bartsch 1887, S. 383; Golther 1889, S. viii; Herrmann 1902, S. 62f; Bernhöft 1910, S. 126f; Golther 21911, S. ix; King 1958, S. 7; Flood 1980, II, S. 12; Schanze 1987, S. 301f; Gotzkowsky 1991, S. 337; Nehlsen 2008, S. 488 (Nr. 1283)
    • Sigle: X (Herrmann 1902, S. 62 = King)

4. Frankfurt/M.: Han, um 1558 (F)

    • Titelblatt: Der Hürnen Seyfrid. || HJerinn findt Man ein schönes Lied || Von dem Hürnen Seyfrid / || Vnd ist in des Hiltebrandes Thon || Deszgleichen ich nie gehöret hon / || Vnd wenn jr das Leszt recht vnd eben || So werdet jr mir gewunnen geben || [Holzschnitt: Abschiedsszene] ||
    • Kolophon (fol. D7v): Gedruckt zu || Franckfurdt am Mayn/ || durch Weygandt Han/ in || der Schnurgassen || zum Krug. ||
    • Druckort: Frankfurt/M.
    • Drucker: Weigand Han (1526/1529–1562, tätig 1555–1561)
    • Beschreibung: um 1558 (Gotzkowsky), 32 unpaginierte Blätter (= A–D8), 8º, Titelholzschnitt und 27 Textholzschnitte
    • Namensform: Seyfrid
    • Standort: Berlin
    • Geschichte: bis 1902 in der Kirchenministerialbibliothek in Celle; danach in der Königlichen Bibliothek zu Berlin, heute Preußische Staatsbibliothek
    • Abdruck: Wusyn 1833, Sp. 73 (HS 1); Goedeke 1854, S. 553–557 (HS 1–16, 33–56, 156–179); King 1958, S. 38 (HS 1)
    • Abbildung: Herrmann 1902, S. 73 (Holzschnitt 4); Bayreuth 1983 (Verfilmung)
    • Literatur: Grimm 1829, S. 258; Goedeke 1849, S. 143; Goedeke 1854, S. 553–557; Feifalik 1856, Sp. 403; Goedeke 1859, S. 102; Graesse 1865, S. 401; Golther 1889, S. vi; Herrmann 1902, S. 61; Heitz/Ritter 1924, S. 168 (Nr. 600); King 1958, S. 6; Klöss 1960, S. 349 (Nr. 40); Flood 1980, II, S. 13; Bayreuth 1983; Schanze 1987, S. 301; Gotzkowsky 1991, S. 337
    • VD16: H 4074
    • Sigle: F (Golther 1889, S. vi = King)

5. Hamburg: Löw, um 1560 (H)

    • Voranzeige des Texts (fol. D2r): Nu volget || De Hörnen Si= || frit genant. || [Holzschnitt: Krieger auf Elefant] ||
    • Titelblatt des Texts (fol. D2v): Hyrna vinde gy ein schöne ledt / || Van dem hörnen Sifridt. || Vnd is in des Hildebrandes thon / || Des geliken ich ny gehöret han / || Vnd wen gy idt leset recht vnd even / || So werde gy my gewunnen geuen. ||
    • Beschreibung: fol. 26r–38r (= D2r–E6v), zweiter Text nach dem Sigenot (fol. 1v–26r), vor dem Laurin (fol. 38v–77v) und dem Anhang des Heldenbuchs (fol. 78r–79r), Verse nicht abgesetzt
    • Namensform: Sifrid
    • Titelblatt des Bandes: Dre kortwilige || Historien. || Van Diderick van Beren / || Hildebrand vnd dem resen Sigenot. || Van dem Hörnen Sifride / || vnd etliken velen Draken. || Van dem köninge der Dwer= || ge, Lorin / || vnd andern Dwer= || gen vnd Resen mehr. || [Holzschnitt: mit einem Riesen kämpfender Krieger] ||
    • Kolophon (fol. 79r): Gedrückt dorch Jochim Löw. || [Zierstück] ||
    • Druckort: Hamburg
    • Drucker: Joachim Löw (tätig 1548–1589)
    • Beschreibung: um 1560 (Gotzkowsky), um 1565 (Flood), 80 Blätter (= A–K8, fol. K7r–K8v leer), 8º, keine Textholzschnitte
    • Standort: Berlin (ein zweites Exemplar befand sich bis 1945 am selben Ort → verschollene Drucke)
    • Geschichte: seit 1833 in der Kirchenministerialbibliothek in Celle verzeichnet; zu Beginn des 20. Jahrhunderts an die Königliche Bibliothek zu Berlin gelangt
    • Abdruck: King 1958, S. 38 (HS 1)
    • Literatur: Grimm 1829, S. 258; Wusyn 1833, Sp. 73f; Goedeke 1849, S. 143; Goedeke 1854, S. 553; Feifalik 1856, Sp. 403; Goedeke 1859, S. 102; Graesse 1865, S. 401; Golther 1889, S. vf; Schorbach 1894, S. 8f (Nr. viii); Lindemann 1913, S. 3; Heitz/Ritter 1924, S. 168 (Nr. 599); Borchling/Claussen 1931, Sp. 794f (Nr. 1785); King 1958, S. 6; Flood 1966, S. 61; Kayser/Dehn 1968, Nr. 267; Flood 1980, II, S. 16; Schanze 1987, S. 301; Gotzkowsky 1991, S. 338
    • VD16: H 4080
    • Sigle: H (Golther 1889, S. v = King)

6. Bern: Apiarius, 1561 (B)

    • Titelblatt: Der Hürnin Süwfrid. || Hierinn findt jr ein schönes Lied || Von dem Hürnin Süwfrid || Vnd ist in deß Hiltebrandes thon || Deßglych ich nie gehöret hon || Vnd wenn jrs läsend recht vnd eben || So werdend jr mir gwunnen gäben. || [Holzschnitt: Abschiedsszene] ||
    • Kolophon (fol. D7v): Getruckt zü Bernn / By Sigfrid || Apiario / Jm 1561 Jar. ||
    • Druckort: Bern
    • Drucker: Siegfrid Apiarius (um 1530–1565, tätig ab 1560)
    • Beschreibung: 31 Blätter (= A8–D7), 8º, Titelholzschnitt und 20 Textholzschnitte
    • Namensform: Süwfrid
    • Standort: Krakau
    • Geschichte: Karl Hartwig Georg von Meusebach (1781–1847) 1889 von Golther ohne weitere Angabe als früherer Besitzer gemeldet; Exemplar damals schon an die Königliche Bibliothek zu Berlin gelangt; seit 1945 in der Biblioteka Jagiellońska in Krakau
    • Abbildung: Gotzkowsky 1991, S. 339 (= Titelholzschnitt)
    • Literatur: Feifalik 1856, Sp. 403; Goedeke 1859, S. 102; Graesse 1865, S. 401; Golther 1889, S. vi; Herrmann 1902, S. 61; Heitz/Ritter 1924, S. 168 (Nr. 601); King 1958, S. 6; Flood 1980, II, S. 14; Schanze 1987, S. 301; Gotzkowsky 1991, S. 338f
    • VD16: H 4075
    • Sigle: B (Golther 1889, S. vi = King)

7. Straßburg: Berger, 1563 (S)

    • Titelblatt: Der Hürnen || Seyfrid. || HJerin findt man ein schönes lied || Von dem Hürnen Seyfrid || Vnd ist in des Hiltebrands Thon || Desgleichen ich nye gehöret hon || Vnd wen[n] jr das leßt recht vnd eben || So werdet jr mir gewunnen geben. || [Holzschnitt: Abschiedsszene] || M. D. LXIII. ||
    • Kolophon (fol. D7v): Getruckt zü Strasburg bey Thiebolt Berger am || Barfüsser platz. ||
    • Druckort: Straßburg
    • Drucker: Thiebold Berger (tätig um 1550–1584)
    • Beschreibung: 1563, 31 Blätter (= A–D8), 8º, Titelholzschnitt (= Nr. 9) und 24 Textholzschnitte (= Nr. 1–4, 6–15, 17–20, 22, 24–27, 9), insgesamt nur 23 verschiedene Holzschnitte
    • Namensform: Seyfrid
    • Standort: Colmar, Bibliothèque Municipale (Signatur: CPC 752, nicht im Online-Katalog); zu den 15 Holzstöcken, die sich früher im Besitz der Firma Heitz in Straßburg befanden → verschollene Drucke
    • Geschichte: 1868 in der Bibliothèque du Consistoire Protestant in Colmar; 1972 in die Bibliothèque Municipale derselben Stadt verlagert
    • Abdruck: King 1958, S. 39 (HS 1)
    • Abbildung: Heitz 1911, S. 76 (= Titelblatt); Lindemann 1913, Anhang (= Titelblatt und Textholzschnitte); Heitz 1922, S. 15–21 (= Titelblatt + Textholzschnitte); Bolchert 1960, S. 48 (= Titelblatt)
    • LiteraturSchaeffer 1868, S. 46 (Nr. 752); Heitz 1911, S. 7, 25, 76; Lindemann 1913, S. 1–82; Heitz 1922, S. 15–21; Heitz/Ritter 1924, S. 169 (Nr. 602); King 1958, S. 6; Bolchert 1960, S. 13 (Nr. 162), 48; Flood 1980, II, S. 15; Benzing 1981, S. 284 (Nr. 1679); Schanze 1987, S. 301; Gotzkowsky 1991, S. 337
    • VD16: H 4076
    • Sigle: S (Lindemann 1913, S. 3 = King)

8. [Ohne Ort noch Drucker], 1585 (O)

    • Titelblatt: Hürnen Sew= || fried. Gesangweiß / || Hierinn findt jhr ein schönes Lied / || Von dem Hürnen Sewfried. || Von ist in deß Hildebrandes Thon / || Deßgleichen ich nie gehöret hon. / || Vnd wenn jhr das leßt recht vnd eben / || So wird jhr mir gewunnen geben. || [Holzschnitt: Abschiedsszene] || M. D. LXXXV. ||
    • Druckort: unbekannt
    • Drucker: unbekannt
    • Beschreibung: 1585, 36 Blätter (= A–D8E4, fol. 1–34: Hürnen Seyfrid; fol. 35r–36r: Lied von 1526 über König Ludwig II. von Ungarn, vgl. Liliencron 1867, S. 562f), 8º, kein Textholzschnitt, nur Überschriften
    • Namensform: Sewfried
    • Standort: Wien
    • Geschichte: bis 1807 im Besitz des Pfarrers Johann Friedrich August Kinderling (1743–1807); am 1. November 1809 in Leipzig versteigert, vermutlich direkt von Friedrich Heinrich von der Hagen (1780–1856) erworben; 1812 in dessen Besitz; im Mai 1857 in Berlin versteigert; seit 1889 in k.-k. Hofbibliothek zu Wien belegt
    • Abdruck: von der Hagen 1812, S. 49f (HS 1, 179); King 1958, S. 39 (HS 1)
    • Literatur: Verzeichniß der Bibliothek Herrn […] Kinderlings 1809, Nr. 6100; von der Hagen 1812, S. 49f; von der Hagen 1825, S. 1–13; Goedeke 1849, S. 143; Goedeke 1854, S. 553; Feifalik 1856, Sp. 403; Friedländer 1857, S. 12 (Nr. 293); Goedeke 1859, S. 102; Graesse 1865, S. 401; Golther 1889, S. vii; Herrmann 1902, S. 62; Heitz/Ritter 1924, S. 169 (Nr. 604); King 1958, S. 6; Flood 1980, II, S. 19; Schanze 1987, S. 302; Gotzkowsky 1991, S. 345
    • VD16: H 4077
    • Sigle: O (Golther 1889, S. vii = King)

9. [Ohne Ort noch Drucker], 1591 (O1)

    • Titelblatt: Hürnen Sew= || frid / gesangweiß. || Hierin findt jhr ein schönes Lied / || Von dem Hürnen Sewfrid. || Vnd ist in deß Hildebrandes thon. || Deßgleichen ich gehöret hon. || Vnd wenn jr das lest recht vnd eben / || So werd jhr mir gewunnen geben. || [Holzschnitt: Abschiedsszene]. || ANNO || [Strich] || M. D. X C I. ||
    • Druckort: unbekannt
    • Drucker: unbekannt
    • Beschreibung: 1591, 36 Blätter (= A–D8E4, fol. 1–34: Hürnen Seyfrid; fol. 35r–36r: Lied von 1526 über König Ludwig II. von Ungarn, vgl. Liliencron 1867, S. 562f), 8º, kein Textholzschnitt, nur Überschriften
    • Namensform: Sewfrid
    • Standort: Berlin
    • Geschichte: von Karl Wilhelm Ludwig Heyse (1797–1855) an die Königliche Bibliothek zu Berlin gelangt; dort erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts beim Umzug in den Neubau unter den Linden wieder aufgefunden; 1910 zum ersten Mal mit der übrigen Überlieferung kollationiert
    • Abdruck: King 1958, S. 39 (HS 1)
    • Literatur: von der Hagen 1812, S. 48; Goedeke 1849, S. 143; Heyse 1854, S. 56 (Nr. 910); Feifalik 1856, Sp. 403; Goedeke 1859, S. 102; Graesse 1865, S. 401; Steinmeyer 1874, S. 335; Golther 1889, S. vii; Herrmann 1902, S. 61; Bernhöft 1910, S. 122–126; Heitz/Ritter 1924, S. 169 (Nr. 605); King 1958, S. 6; Flood 1980, II, S. 20; Schanze 1987, S. 302; Gotzkowsky 1991, S. 345f.
    • VD16: H 4078
    • Sigle: O1 (Golther 1889, S. vii)

10. Basel: Schröter, 1594 (Ba)

    • Titelblatt: Der Hürnen || Seyfried. || HJerinn findt man ein Schönes Lied || Von dem Hürnen Seyfried || Vnnd ist des Hiltebrandts Thon || Deßgleichen ich nie gehöret hon || Vnnd wenn jhr das leßt recht und eben || So werdet jhr mir gewonnen geben. || [Holzschnitt: Abschiedsszene] || 1592. ||
    • Kolophon (fol. D8r): Hie endet sich des Hürnen || Seyfrids Geschicht / von der || zeit ahn / als er aussen g=wesen [!] / wie || er mit den Rysen / Zwergen vnnd Tracken || gestritten / vnd jhnen obgelegen / wie es nun || jhm weiter die acht Jahr ergangen / wirst in || seiner Hochzeit der lenge nachfinden || so bin ich (wils Gott) mit der zeit zü || Trucken willens bin / etc. || [Zierstück] || Getruckt zu Basel bey Johan: || Schröter, || 1594. ||
    • Druckort: Basel
    • Drucker: Johan Schröter († 1634, tätig ab 1593, der Hürnen Seyfrid ist eines der ersten Bücher aus seiner Offizin, vgl. Koegler 1919, S. 220–225; 1920, S. 54–65)
    • Beschreibung: 1592/1594 (Flood, die spätere Jahreszahl muss der endgültigen Veröffentlichung entsprechen, die Druckarbeit wurde anscheinend durch eine längere Pause unterbrochen), 26 von ursprünglich 32 Blättern (= A8–D1D8 = HS 1–1455, es fehlen D2–D7 = HS 1455–179), 8º, Titelholzschnitt und 20 erhaltene Textholzschnitte
    • Namensform: Seyfried
    • Standort: Basel
    • Geschichte: 1848 vom damaligen Besitzer Wilhelm Wackernagel (1806–1869) zitiert; laut Eintrag auf der Innenseite des Einbands 1870 von dessen Erben an die Universitätsbibliothek in Basel geschenkt
    • Abdruck: King 1958, S. 39 (HS 1)
    • Literatur: Wackernagel 1848 (= 21872, S. 208); Feifalik 1856, Sp. 403; Goedeke 1859, S. 102; Graesse 1865, S. 401; Steinmeyer 1874, S. 334; Golther 1889, S. vii; Herrmann 1902, S. 62; Koegler 1920, S. 58; Heitz/Ritter 1924, S. 169 (Nr. 606); King 1958, S. 6f; Flood 1980, II, S. 21; Schanze 1987, S. 302; Gotzkowsky 1991, S. 346
    • VD16: H 4079
    • Sigle: Ba (Golther 1889, S. vii = King)

11. Leipzig: Nerlich, 1611 (L)

    • Titelblatt: Der || Hürne Sew- || frid Gesang weiß || Hierinn find ihr ein schönes Lied / || Von dem Hürnen Sewfrid. || Vnd ist in des Hildebrandes Thon / || Deßgleichen ich gehöret hon. || Vnd wenn ihrs leset recht vnd ebn / || So werdet jhr mir gewunnen gebn. || [Holzschnitt: mit einem Drachen kämpfender Krieger] || Gedruckt zu Leipzig / || Im Jahr 1611. ||
    • Kolophon (fol. E7v): Zu Leipzig / bey Nicol || Nerlich. ||
    • Druckort: Leipzig
    • Drucker: Nikolaus Nerlich II. (1567–1612, ab 1602 tätig), Sohn des Druckers Nikolaus Nerlich I.
    • Beschreibung: 1611, 40 Blätter (= A–E8, fol. 1–37: Hürnen Seyfrid; fol. 38r–39v: Lied von 1526 über König Ludwig II. von Ungarn, vgl. Liliencron 1867, S. 562f), 8º, kein Textholzschnitt, nur Überschriften
    • Namensform: Sewfrid
    • Standort: Budapest, Országos Széchenyi Könyvtár (Signatur: Apponyi 1982, nicht im Online-Katalog)
    • Geschichte: vermutlich mit dem persönlichen Exemplar identisch, das 1752 von Johann Christoph Gottsched (1700–1766) erwähnt und am 13. Juli 1767 für 12 Groschen und sechs Pfennige versteigert wurde (Floods Meinung: „This would appear not to have been the copy owned by Gottsched“ ist zu entgegnen, dass Gottsched eines der prominentesten Mitglieder der Leipziger Sprachgesellschaft war, dass sein Exemplar in Leipzig versteigert wurde und dass ein Exemplar derselben unikal überlieferten Auflage 56 Jahre später in derselben Stadt wieder auftauchte); laut Eintrag auf dem ersten Blatt am 13. März 1827 von einem sonst unbekannten „D. J. W. Becker“ der Deutschen Gesellschaft zu Erforschung vaterländischer Sprache und Alterthümer in Leipzig geschenkt; 1898 vermutlich in München vom ungarischen Grafen Sándor Apponyi (1844–1925) gekauft; 1925 von der Nationalbibliothek in Budapest erworben; 1927 in einem gedruckten Katalog erwähnt; seit 1968 von der Forschung berücksichtigt
    • Literatur: Gottsched 1752, S. vii; Gottsched 1767, Nr. 2759 (= Wagner 1872, S. 209); von der Hagen 1812, S. 51f; Deutsche Gesellschaft 1823, S. 89; Feifalik 1856, Sp. 403; Goedeke 1859, S. 102; Graesse 1865, S. 401; Wagner 1872, S. 209; Steinmeyer 1874, S. 335; Golther 1889, S. viif; Rosenthal 1898, S. 237 (Nr. 1558a); Herrmann 1902, S. 62; Heitz/Ritter 1924, S. 169; Dézsi 1927, S. 22; King 1958, S. 7; Flood 1968, S. 22–31; Flood 1980, II, S. 23f; Schanze 1987, S. 302; Gotzkowsky 1994, S. 92
    • Sigle: L (Herrmann 1902, S. 62 = Flood 1968, S. 22)

12. [Nürnberg: Endter], 1642 (O2)

    • Titelblatt: Hürnen Säw= || fried Gesangweiß. || Hierinn find ihr ein schönes Lied / || Von den [!] Hürnen Säwfried / || Vnd ist deß Hildebrandes Thon / || Deßgleichen ich gehöret hon / || Vnd wenn jhrs leset recht vnd ebn / || So werd jhr mir gewunnen gebn. || [Holzschnitt: mit einem Drachen kämpfender Krieger] || Gedruckt / Im Jahr / || 1642. ||
    • Druckort: wahrscheinlich Nürnberg
    • Drucker: wahrscheinlich Michael Endter (1613–1682) (Flood: „strong possibility“)
    • Beschreibung: 1642, 40 Blätter (= A–E8, fol. 1–37: Hürnen Seyfrid; fol. 38r–39: Lied von 1526 über König Ludwig II. von Ungarn, vgl. Liliencron 1867, S. 562f), 8º, kein Textholzschnitt, keine Überschrift
    • Namensform: Säwfried
    • Standort: Berlin
    • Geschichte: seit unbekannter Zeit in der Preußischen Staatsbibliothek zu Berlin, seit 1952 von der Forschung berücksichtigt
    • Abdruck: King 1958, S. 39 (HS 1)
    • Abbildung: Titelblatt + A2r
    • Literatur: King 1952, S. 73f; King 1958, S. 7; Flood 1980, II, S. 27; Schanze 1987, S. 302; Gotzkowsky 1994, S. 92
    • VD17: 1:631792W
    • Sigle: O2 (King 1952, S. 73)

Verschollene Drucke

1. [Nürnberg: Jobst Gutknecht], um 1530 (G)

    • Hinweis: zwei Textholzschnitte (Nr. 11 und 26) in zwei späteren Lieddrucken
    • Titelblatt des ermittelten Drucks: unbekannt
    • Druckort: wahrscheinlich Nürnberg
    • Drucker: wahrscheinlich Jobst Gutknecht (tätig 1514–1542) (Schanze: „aller Wahrscheinlichkeit nach“)
    • Beschreibung: um 1530 (Schanze), Holzschnitte, 8º
    • Literatur: Stevensen 1886, S. 83 (Nr. 2281cc = Nr. 11); Schanze 1987; Beyer/Flood 2000, S. 66; Nehlsen 2008, S. 486 (Nr. 1268)
    • Sigle: G (Beyer/Flood 2000, S. 66)
      1. Titelblatt des ersten Lieddrucks: Schöner Lieder zwey/ Jn || dem thon/ O mortlichs mordt. Das || Erst/ Brinnende lieb du heysser || flam[m] etc. Das ander/ Tag || vnde nacht leyd || ich groß not. || [Titelholzschnitt: ein Zwerg zeigt einem Reiter eine Frau auf einem Felsen, wie Nr. 11 von K und N]
        • Beschreibung: vor 1542, 4 Blätter, zwei Lieder, 8º, vgl. Setzer 1528 (= Erstdruck des ersten Lieds) = Classen 1999, S. 32f (= Nachdruck); München, Ms 8º 328, fol. 39v–40r (= Abschrift des zweiten Lieds) = Setzer 1528 (= Erstdruck)
        • Standort: Rom, B Apostolica Vaticana (Signatur: Stamp. Pal VI 54 (28), nicht im Online-Katalog)
        • Abbildung: Schanze 1987, S. 301
      2. Titelblatt des zweiten Lieddrucks: Ein schönes newes Lied/ || Jn dem thon/ Die Sunn ist verblichen. Ein ander Lied/ Mein M. ich hab || dich auserwelt etce. Noch || ein ander lied/ genandt || Was all mein tag || erliedt mein herzt. ||[Titelholzschnitt: ein Mann und eine Frau auf demselben Pferd und ein König auf einem anderen im Hintergrund, wie Nr. 26 von K und N] (Abbildung)
        • Kolophon (fol. 4r): Gedruckt Zu Nürmberg || durch Jobst Gutknecht. || (Abbildung)
        • Beschreibung: um 1530 (Online-Katalog Berlin), nicht nach 1532 (Schanze), 4 Blätter, drei Lieder, 8º
        • Standorte: Berlin (Schanze unbekannt); Zwickau (Signatur: 30.5.20 (16), nicht im Online-Katalog)
        • Abbildung: Schanze 1987, S. 303 (Zwickau); Vollanzeige (Berlin)

2. [Frankfurt/M.: Gülfferich], 1538 (Gü)

    • Hinweis: ein Holzstock mit der Jahreszahl „1538“, um 1558 von Hermann Gülferichs Stiefsohn und Nachfolger Weigand Han als Holzschnitt 6 in F (fol. A4v) wieder verwendet
    • Titelblatt des ermittelten Drucks: unbekannt
    • Druckort: vermutlich Frankfurt/M.
    • Drucker: vermutlich Hermann Gülfferich (tätig 1542–1554) (Golther); eher unwahrscheinlich, denn Gülfferich befand sich zwischen 1537 und 1540 in Mainz und war erst ab 1542 als Drucker tätig (Flood); vielleicht Bonifatius Rudel († um 1644), Gülfferichs Lehrmeister von 1534 bis 1537; jedoch kein Druck von ihm belegt
    • Beschreibung: 1538, Holzschnitte, 8º
    • Standort der Abbildung des Holzstocks: Berlin (= F)
    • Literatur: Grimm 1829, S. 258; Goedeke 1854, S. 553; Golther 1889, S. viiif; Herrmann 1902, S. 63ff; Flood 1980, II, S. 36f
    • Sigle: G (Herrmann 1902, S. 63), Gü (neuer Vorschlag wegen der Einführung der Sigle G für Jobst Gutknechts ermittelten Erstdruck)

3. [Nürnberg: Friedrich Gutknecht], um 1560 (G2)

    • Hinweis: vier Textholzschnitte (Nr. 10, 11, 26, 27) in vier späteren Lieddrucken benutzt, zuerst von Friedrich Gutknecht, dann von Valentin Teuber
    • Druckort: wahrscheinlich Nürnberg
    • Drucker: wahrscheinlich Friedrich Gutknecht (tätig 1548–1584), Enkelsohn von Jobst Gutknecht
    • Beschreibung: um 1560 (Schanze), Holzschnitte, 8º
    • Literatur: Stevenson 1886, S. 87 (Nr. 2310ggg = Nr. 26), S. 88 (Nr. 2312iii = Nr. 11; 2316nnn = Nr. 10), 91 (Nr. 2334); Schanze 1987; Nehlsen 2008, Nr. 1368 (= Nr. 26), Nr. 1393 (= Nr. 27), Nr. 1300 (= Nr. 10)
    • Sigle: G2 (neuer Vorschlag)
      1. Titelblatt: Drey newer Lie=|| der/ Das erst/ Jch erschell || mein Horn ins Jammerthal. Das || ander/ Dort ferne vor jehnem Wal=|| de/ sach ich mir ein Hirschlein stan. || Das dritt/ Mein feins Lieb ist || mir hingeflogen. || [Titelholzschnitt: ein Zwerg zeigt einem Reiter eine Frau auf einem Felsen, wie Nr. 10 von K und N] (Abbildung = Berlin)
        • Kolophon (fol 4r): Gedruckt zu Nürnberg/ || durch Valentin || Newber. || (Abbildung = Berlin)
        • Druckort: Nürnberg
        • Drucker: Valentin Neuber († um 1590, tätig 1549–1586, Nachfolger von Kunigunde Hergot und Georg Wachter)
        • Beschreibung: um 1565 (Online-Kataloge Berlin und Heidelberg), um 1570 (Nehlsen), 4 Blätter, drei Lieder, 8º, ein Druck von Friedrich Gutknecht kann als direkte Vorlage für Neubers Ausgabe gedient haben, die drei ermittelten Exemplare sind anscheinend identisch
        • Abbildung: Vollanzeige (Berlin)
        • VD16: ZV 8480
        • Standorte: Berlin (Schanze unbekannt), Heidelberg (Schanze unbekannt), Rom, B Apostolica Vaticana (Signatur: Stamp. Pal VI 54 (63), nicht im Online-Katalog)
      2. Titelblatt: Ein Schön New Liedt/ || Jch reytt ein mal zu Braun= || schweig auß. || Ein ander Schön Lied/ || Worein sol ich mich kleyden/ gegen disem || Sommer warm/ [et]c. Jm Thon/ || Wo sol ich mich hin keren/ || ich thummes Brü=|| derlein.|| [Titelholzschnitt: ein Zwerg zeigt einem Reiter eine Frau auf einem Felsen, wie Nr. 11 von K und N] (Abbildung = Berlin; Rom (= Heidelberg): … schön new || Lied/ Jch reit ein mal || zu Braunschweig … kleiden/ gegen || disem … Jm || thon/ Wo sol ich mich hin || keren/ ich thummes || Brüderlein …)
        • Kolophon (fol 4r): Gedruckt zu Nürnberg/ durch || Valentin Newber. || (Abbildung = Berlin, fehlt in Heidelberg und Rom)
        • Druckort: Nürnberg
        • Drucker: Valentin Neuber († um 1590, tätig 1549–1586) (Berlin); vermutlich Friedrich Gutknecht (tätig 1548–1584) (Heidelberg, Rom)
        • Beschreibung: um 1560 (Schanze, Online-Kataloge Berlin und Heidelberg), 4 Blätter, zwei Lieder, 8º, Gutknechts Druck muss als direkte Vorlage für Neubers Ausgabe gedient haben
        • Abbildung: Schanze 1987, S. 301 (Rom), Vollanzeige (Berlin)
        • VD16: ZV 8485
        • Standorte: Berlin (Schanze unbekannt), Heidelberg (Schanze unbekannt), Rom, B Apostolica Vaticana (Signatur: Stamp. Pal VI 54 (59), nicht im Online-Katalog)
      3. Titelblatt: Ein schön new || Lied/ So reyf du || küler taw/ reyffst mirs auff || meinen fuß. || Ein ander Lied/ Cupi= || dus krafft hat mich verwundt. || Jm Thon/ Rosina wo war || dein gestalt. || [Titelholzschnitt: ein Mann und eine Frau auf demselben Pferd und ein König auf einem anderen im Hintergrund, wie Nr. 26 von K und N] (Abbildung = Berlin; Rom (= Heidelberg): .. Schönes New Lied/ || So reüff du küler Taw/ || reüffst mirs auff mei= || nen … )
        • Kolophon (fol. 4r): Gedruckt zu Nürnberg durch || Valentin Neuber. || (Abbildung = Berlin; Rom: Gedruckt zu Nürnberg/ durch || Friedrich Gutknecht. || [Zierstück] ||)
        • Druckort: Nürnberg
        • Drucker: Valentin Neuber († um 1590, tätig 1549–1586) (Berlin); Friedrich Gutknecht (tätig 1548–1584) (Heidelberg, Rom)
        • Beschreibung: um 1560 (Online-Kataloge Berlin und Heidelberg), um 1570 (Nehlsen), 4 Blätter, zwei Lieder, 8º, Gutknechts Druck muss als direkte Vorlage für Neubers Ausgabe gedient haben
        • Standorte: Berlin (Schanze unbekannt); Heidelberg (Schanze unbekannt); Rom, B Apostolica Vaticana (Signatur: Stamp. Pal VI 54 (57), nicht im Online-Katalog)
        • Abbildung: Schanze 1987, S. 304 (Rom); Vollanzeige (Berlin)
        • VD16: ZV 14049
      4. Titelblatt: Schöne newer Lieder || Drey. Das erste/ Es was ein || wacker Meydlein wol || gethan/ etc. || Das Ander/ Wo sol ich hin/ Wo || sol ich her. Jm thon/ Jch armer | Boß/ bin gantz verirrt. || Das dritt/ Die grosse liebe || zwinget mich/ etc. || [Titelholzschnitt: ein Mann beugt sich vor einer Frau auf einem Pferd gegen den Boden, wie Nr. 27 von K und N] (Abbildung = Berlin; Rom (= Heidelberg): … Newer … drey … Meidlein wol= || gethan. || Das Ander/ Wo sol ich || hin wo sol ich her/ wo sol ich mich || hin keren. Jm thon/ Jßbruck || ich muß ich lassen. || Das dritte/ Die grosse || liebe zwinget mich/ das ich etc.)
        • Kolophon (fol. 4r): Gedruckt zu Nürnberg/ durch || Valentin Newber. || (Abbildung = Berlin; kein Kolophon in der Vorlage in Heidelberg und Rom)
        • Druckort: Nürnberg
        • Drucker: Valentin Neuber († um 1590, tätig 1549–1586) (Berlin); vermutlich Friedrich Gutknecht (tätig 1548–1584) (Heidelberg, Rom)
        • Beschreibung: um 1560 (Online-Kataloge Heidelberg und Berlin), um 1570 (Nehlsen), 4 Blätter, drei Lieder, 8º, Gutknechts Druck muss als direkte Vorlage für Neubers Ausgabe gedient haben
        • Standorte: Berlin (Schanze unbekannt); Heidelberg (Schanze unbekannt); Rom, B Apostolica Vaticana (Signatur: Stamp. Pal VI 54 (81), nicht im Online-Katalog)
        • Abbildung: Schanze 1987, S. 305 (Rom); Vollanzeige (Berlin)
        • VD16: ZV 5417

4. Hamburg: Löw, um 1560 (H)

    • Hinweis: Online-Katalog Berlin
    • Titelblatt: vermutlich identisch mit dem erhaltenen Exemplar in Berlin
    • Druckort: Hamburg
    • Drucker: Joachim Löw
    • Beschreibung: um 1560, 28 der ursprünglichen 80 Blätter in photographischer Reproduktion erhalten (Bl. 1–26, 38, 79 = A–D2, E6r, K7, Schluss des Hürnen Seyfrid vermutlich auf E6r erhalten), 8º
    • Geschichte: bis zum Zweiten Weltkrieg in der Preußischen Staatsbibliothek zu Berlin, als „Kriegsverlust“ verzeichnet und anscheinend nicht wie viele andere Exemplare nach Krakau verlagert
    • Literatur: Online-Katalog

5. Nürnberg: Neuber, 1560 (Ne)

    • Hinweis: „Der Anfang des Liedes vom gehörnten Siegfried lautet nach einem Nürnberger Drucke von Georg Wachter o. J. (c. 1535) und nach einem anderen von Val. Newber („Hürnen Seyfried Gesangweiß“, 1560) also: Es saß im Niderlande / Ein Künig so wol bekandt, / Mit grosser Macht vnd gwalte, / Sigmund was er genant. / Der het mit seiner frawen / Ein sun, der hieß Seyfried, / Des wesen werd jr hören / Alhie in disem Lied.“ (Böhme)
    • Titelblatt: unbekannt
    • Druckort: Nürnberg
    • DruckerValentin Neuber († um 1590, tätig 1549–1586, Nachfolger von Kunigunde Hergot und Georg Wachter)
    • Beschreibung: 1560, nur HS 1 bekannt, laut Flood ist der zitierte Druck „very probably a bibliographical ghost“, denn Franz Magnus Böhme (1827–1898) erwähnt nicht das Lied von König Ludwig II. von Ungarn, das in den vier anderen Drucken mit „Gesangweiß“ im Titel (LOO1O2) enthalten ist, und sein Buch ist notorisch voller Fehler und Ungenauigkeiten; tatsächlich begeht Böhme mit „Seyfried“ eine Nachlässigkeit in der Wiedergabe der Schlussstrophe nach von der Hagens Ausgabe, die auf N beruht, weicht aber in der abgedruckten Anfangsstrophe viermal von derselben Ausgabe ab (Böhme: gwalte … het … Seyfried … werd; N: gewalte … hett … Seyfrid … werdt, vgl. von der Hagen 1825, S. 3); die Nachlässigkeit in der Wiedergabe der Schlussstrophe scheint also auf Neubers Namensform zurückzugehen; außerdem ist zu bedenken, dass Neuber Hergots und Wachters Offizin weiterführte und dass er in mindestens vier Fällen alte Holzstöcke aus dem Hürnen Seyfrid für jüngere Lieddrucke wieder verwendete; Neubers Auflage ist also kaum so gespenstisch wie von Flood vermutet; Böhme war 1877 Musiklehrer in Dresden und dürfte vor Ort den verschollenen Druck eingesehen haben
    • Namensform: Sewfried
    • Geschichte: früherer Standort vermutlich 1877 Dresden
    • Literatur: Böhme 1877, S. 15; Flood 1968, S. 28f

6. Straßburg: Berger, 1563 (S)

    • Hinweis: zweimal vor dem Verlust abgedruckt, 1890 von Ernst Martin (1841–1910) und 1894 von Paul Heitz (1857–1943)
    • Titelblatt: identisch mit S
    • Druckort: Straßburg
    • Drucker: Thiebold Berger (tätig 1550–1584)
    • Beschreibung: 1563, 15 Holzstöcke für die Holzschnitte 1–4, 7, 9, 11–14, 16, 18, 20, 20–21 von S, die den Holzschnitten 1–4, 8, 10, 12–15, 18, 20, 24f von K und N entsprechen, ein Holzstock war in zwei Exemplaren vorhanden, 8º; als Martin 1890 die Holzstöcke abdruckte, war das Colmarer Exemplar von S nur in einem Katalog über die dortigen Bestände verzeichnet und hatte noch nicht die Aufmerksamkeit der Forschung auf sich gelenkt; Martin dachte, dass die Holzstöcke aus einem Straßburger Druck stammen könnten, und schrieb, dass es sich „möglicher Weise“ um den damals schon verschollenen Druck von 1580 handelte (S1); 1911 bezeichnete Golther Martins Hypothese als „wahrscheinlich“; 1924 erkannte der damalige Besitzer der Holzstöcke Paul Heitz, dass sie in Wirklichkeit zu Thiebold Bergers Druck von 1563 (S) gehörten; 1980 verwarf Flood die Sigle He als ein Missverständnis; 1991 druckte Bodo Gotzkowsky nichtsdestoweniger die 15 Holzstöcke als Vertreter des verschollenen Drucks von 1580 wieder ab
    • Geschichte: 1890 seit unbekannter Zeit im Besitz der Firma Heitz und Mündel in Straßburg; 1911 nach eigener Angabe des Eigentümers im Besitz von Paul Heitz, Firmabesitzer und Geschäftsführer seit 1885; 1924 erneut von demselben erwähnt; das weitere Schicksal seiner Sammlung ist unbekannt
    • Abbildung: Martin 1890, S. 87–95; Heitz 1894, Tafel cxxiii–cxxvi; Gotzkowsky 1991, S. 341–344
    • Literatur: Martin 1890, S. 84–95; Heitz 1894, S. xf, Tafel cxxiii–cxxvi; Herrmann 1902, S. 62; Golther 21911, S. ix; Heitz 1911, S. 25; Lindemann 1913, S. 6; Heitz/Ritter 1924, S. 169 (Nr. 602); Flood 1980, II, S. 37f; Gotzkowsky 1991, S. 337–344
    • Sigle: He (Herrmann 1902, S. 62), S (Flood 1980, II, S. 37f)

7. Straßburg: Müllers Erben, 1580 (S1)

    • Hinweise: „Strassburg, Christian Müllers Erben, 1580.“ (Feifalik); [vollständiger Wortlaut des Katalogeintrags nicht online abrufbar] (Stargardt); „Straßburg: Christian Müllers Erben, 1580. (Ein Exemplar besaß 1857 Hr. Buchhändler Stargardt in Berlin s. Catalog 28 Nr. 87.)“ (Steinmeyer); „Hürnen Sewfried (gesangweis) mit Holzschnitten 8º. cart. 76 Seiten. Die drei letzten Blätter beschädigt. 25 Thlr.“ (Golther)
    • Titelblatt: Hürnen Sewfried (gesangweis)
    • Druckort: Straßburg
    • Drucker: die Erben von Christian Müller dem Jüngeren († um 1579, tätig ab 1570), Sohn von Christian Müller dem Älteren († 1568, tätig ab 1554), Schwiegersohn und Nachfolger von Jakob Frölich, Erben tätig bis 1586
    • Beschreibung: 1580, 38 Blätter, Holzschnitte, 8º
    • Namensform: Sewfried
    • Geschichte: 1856 zum ersten Mal im Druck von Julius Feifalik erwähnt, der sich damals in Berlin befand und in drei identischen Anzeigen nach Exemplaren des Hürnen Seyfrid suchte; ein Exemplar 1857 vom Buchhändler Joseph A. Stargardt (1822–1885) für 25 Thaler zum Verkauf angeboten, offenbar im Anschluss an Feifaliks Anzeigen, also vielleicht von Letzterem erworben und mit ihm nach Wien gelangt, wo er im Alter von 29 Jahren als Mitarbeiter der k. k. Hofbibliothek an den Folgen einer Tuberkuloseinfektion starb
    • Literatur: Feifalik 1856, Sp. 403; Stargardt 1857, Nr. 87 (laut Steinmeyer und Golther); Steinmeyer 1874, S. 334; Goedeke 1859, S. 102; Golther 1889, S. vi; Herrmann 1902, S. 62; Lindemann 1913, S. 3; Heitz/Ritter 1924, S. 169 (Nr. 603); King 1958, S. 7; Flood 1980, II, S. 18; Schanze 1987, S. 301; Gotzkowsky 1991, S. 340
    • Sigle: S1 (Lindemann 1913, S. 3)

8. [Spangenbergs Vorlage (Sp) = Basel: Schröter, 1594 (Ba)] (?)

    • Hinweis: „Sigfried von Horn/ ein Niderländer/ dieser war König Sigmunds und Fraw Siglinden Son/ wie dar [!] Gedicht sagt: [im Rand: K. Sigmu[n]d] || Der Knab was so mutwillig/darzu starck vnd auch groß/ || Das seinn Vatter vnd Mutter/ der ding gar sehr verdroß. || Er wolt niemand in gute/ kein tag sein vnterthan/ || Jhm stund sein sinn vnd mute/ das er nur zög dauon.|| Also lies man nj ziehen/ da kömpt er zu einem Schmiede/ bey dem arbeitet er eine zeitlang/ Da er jm aber auff eine zeit im Walde Kolen holen solte/ trifft er einen hauffen böser Würme an/ beschweret die mit viel Bäwmen vnd gereise/ zündet das an/ vnd verbrennet sie also/ schmieret sich mit der feuchttigkeit/ so von den Würmen flos/ bekömmet dauon gar eine Hörnin Haut: [im Rand: Hürnen Sigfried] Kam darnach gen Wormbs an König Gibbichs Hoff/ gewinnet dessen Tochter Grimmhildt lieb/ als sie noch gar jung war. Aber als sie ein grosser Drach entfürete/ kam Sigfried vber etliche zeit in der Jagt für den stein/ darauff der Drach das Megdlein hatte/ wird berichtet/ das Riese Ruperan [im Rand: Ruperan] die Schlüssel zum Stein habe/ an den machet er sich/ gewinnet vnd dringet jm die Schlüssel ab/ kömpt auff den Stein/ erschleget den Riesen/ vnd darnach auch den Drachen/ erlöset die Jungfraw/ vnd bringet sie jhrem Vatter wider gen Wormbs/ der sie jhm darnach zum Weibe geben. Solte man alle die Historien/ vnd was sonst vnter dieser Fabel begriffen/ erzelen/ würde viel zu lange werden. Er hatte 25. Manß stercke/ [es folgen sechs aus dem Rosengarten zu Worms frei zitierte Verse, zwei aus der dritten Strophe, vier aus dem Schluss]
    • Titelblatt: vermutlich wie Ba
    • Druckort: vermutlich Basel
    • Drucker: vermutlich Johan Schröter († 1634, tätig ab 1594)
    • Beschreibung: Nacherzählung des Hürnen Seyfrid durch Cyriacus Spangenberg (1528–1604) mit Wiedergabe der zweiten Strophe und besonderem Fokus auf die für den Beinamen wichtige Hornerwerbung, Abweichungen von der übrigen Überlieferung in den Namen des Helden und der Jungfrau und im fünften Vers der Strophe, Abweichungen, die „keinem der uns bekannten Drucke entnommen werden können“ (Golther 1889) oder „willkürliche“ Änderungen sind (Hermann 1902); „Für Spangenberg haben wir […] keinen unbekannten Druck als Vorlage anzunehmen“ (Golther 1911); „These readings [Ruperan + Grimmhildt] suggest that Spangenberg knew Ba“ (Flood); Spangenbergs Passage hat mit anderen Worten keinen Quellenwert und ist nur als Rezeptionszeugnis zu betrachten
    • Namensform: Sigfried von Horn (im Fließtext), Hürnen Sigfried (im Rand)
    • Literatur: Spangenberg 1594, Bl. 272v; Feifalik 1856, Sp. 403; Golther 1889, S. viii; Hermann 1902, S. 62; Bernhöft 1910, S. 93f; Golther 21911, S. x, xxi–xxiv; King 1958, S. 8f; Flood 1980, II, S. 28, 39f; Holzbauer 2003
    • Sigle: Sp (Holzbauer 2003)

9. [Vetus editio (V) = Nürnberg: Jobst Gutknecht, um 1530 (G)] (?)

    • Hinweise: „Vetus Poeta in Hörnin Súfrid; || Ia hettest du betuungen || Das halb teil dirre erdn, || Vnd zwo vnd sibenzig zungen || Das si dir dienten gern. [= HS 541–4] […] Anonymus in Húrnin Súfrid, de pygmæo Eugelo; || Er nam ein nebelkappen || Vnd warfs úber den man, || VVie viend der Ris im ware || Noch müst er in verlorn han. [= HS 895–8] ibidem; || Kom in der kapp von dannen || Das der Ris niht werd gewar. [= HS 937–8] […] Anonymus in Húrnin Súfrit; || Du böswiht tugend ber. [= HS 762] || ita vet. editio: vulgò ler.“ (Goldast 1604, S. 369, 450f, 452)
    • Titelblatt: Hörnin Súfrid, Húrnin Súfrid, Húrnin Súfrit (?)
    • Druckort: vermutlich Nürnberg
    • Drucker: vermutlich Jobst Gutknecht (tätig 1514–1541)
    • Beschreibung: dreifache Titelangabe und drei Zitate einer alten Auflage, insgesamt 11 Verse; die Zitate stammen aus einem Kommentar des Schweizers Melchior Goldast (1578–1635) zu verschiedenen mittelhochdeutschen Texten; schon von der Hagen war auf die Altertümlichkeit der Sprache in Goldasts drei Zitaten aufmerksam; mittelhochdeutsch sind folgende sieben Lesarten: hürnin (KN hürnen), betuungen (KN bezwungen), dirre (KN der), viend (KN feyndt), kom (KN kum), ber (KN leer), Súfrit (K Sewfrid, N Seyfrid, ohne Markierung der Auslautverhärtung), „vielmehr möchte ich sie [= die Worte betwungen und dirre] für das Original in Anspruch nehmen“ (Bernhöft 1910); „Goldast könnte wohl aus seinen mhd. Kenntnissen betwungen selbständig eingesetzt haben, aber kaum die Lesart dirre“ (Golther 1911); „the greater antiquity of the linguistic forms represents nothing more than Goldast’s own decision that that is how the passages would have read in the ‚Middle High German Original‘“ (King); so entwickelter Scharfsinn ist dem Schweizer Humanisten in den drei Zitaten kaum zuzutrauen; seine verschollene Druckvorlage war also älter als alle erhaltenen Auflagen und dürfte deshalb mit Jobst Gutknechts Erstdruck identisch gewesen sein; nichts erlaubt uns vor K und N weitere verlorene Ausgaben zu vermuten als seine
    • Namensform: Súfrid, Súfrit
    • Geschichte: um 1599 stahl Goldast unter seinem Privatstudium in Sankt Gallen mehrere Bücher aus der Stiftsbibliothek und kann bei dieser Gelegenheit die zitierte Vorlage mitgenommen haben; nach seinem Tod kam ein Teil seiner Büchersammlung nach Bremen, ein anderer nach Schweden; vielleicht ging die alte Edition dort bei dem großen Schlossbrand von 1697 zu grunde
    • Literatur: Goldast 1604, S. 369, 450–452; Adelung 1784, S. 51; Koch 1795, S. 121f; von der Hagen 1811, Anhang, S. 3; von der Hagen 1812, S. 51; Golther 1889, S. viii; Herrmann 1902, S. 62; Bernhöft 1910, S. 111f; Golther 21911, S. x, xxii, xxiv; King 1958, S. 8, 89f; Flood 1980, II, S. 28, 40–42, 154f
    • Sigel: V (Herrmann 1902, S. 62)

Verfasser, Datum und Quellen

  • Die Forschung hat seit langem festgestellt, dass der Anfang des Hürnen Seyfrid bis zur Hornhauterwerbung mit der nordischen Überlieferung übereinstimmt, die zentrale Entführungsgeschichte mit der Interpolation einer verlorenen, nur durch Kapitelüberschriften bekannten Fassung des Nibelungenlieds, die Ermordung des Helden im Odenwald endlich mit der C-Fassung des Epos. Bei textgenealogischen Besprechungen ist es üblich, den einleitenden Teil (HS 1–15) als HS 1, den Hauptteil (HS 16–172) als HS II und die abschließenden Strophen als HS III zu bezeichnen. Eine befriedigende Erklärung für dieses befremdende Sammelsurium steht noch aus.
  • Das Gedicht gilt als Bearbeitung eines verlorenen Lieds aus dem 13. Jahrhundert: „Meist wird angenommen, HS II sei im 13. Jahrhundert entstanden“ (Brunner 1983, S. 322). Tatsache ist, dass dieses hypothetische Versatzstück durch keinen konkreten Text belegt ist.
  • Charakteristisch für den Anfang ist der Umstand, dass der Held seinen Körper mit Drachenschmalz überstreicht. Dieses Motiv finden wir nur in der Thidrekssaga, der Didrikskrönikan, dem Hürnen Seyfrid und dem jüngeren Gehörnten Siegfried, der in sagengeschichtlicher Hinsicht außer Acht gelassen werden kann. Kein Deutscher zieht einen Einfluss der nordischen Literatur auf die einheimische in Erwägung, weil ein kultureller Transfer von Norden nach Süden ungewöhnlich wäre. Deshalb wird über gemeinsame Vorstufen spekuliert. Die Rationale Philologie verbietet eine derartige Hypothese und postuliert dagegen einen direkten Einfluss der älteren Texte auf die jüngeren. In der Geometrie ist die kürzeste Verbindung zweier Punkte eine Gerade. Die Literaturforschung könnte sich vielleicht mit Vorteil an den exakten Wissenschaften ein Beispiel nehmen, anstatt lange Umwege einzuschlagen.
  • Der Dichter des Hürnen Seyfrid muss nach der Rationalen Philologie im Norden Anregung für den Anfang gefunden haben. Er muss mit anderen Worten Kontakte zu Stockholm gehabt oder die schwedische Hauptstadt persönlich besucht haben, denn dort befanden sich die Haupthandschrift der Thidrekssaga und die beiden bekannten Abschriften der Didrikskrönikan. In der Drachenepisode unterscheidet sich die schwedische Bearbeitung in einem entscheidenden Punkt von der norwegischen Vorlage. Unabhängig von der Thidressaga fügt der Schwede hinzu, dass der Held zwischen seinen Schultern keine Hornhaut bekam, weil ein Ahornblatt (lønnaløff) dort stecken geblieben war (DK 158). Das Blattmotiv liefert neben der Veränderung der Namen Högni und Grimhild in Hagen und Krimilla den Beweis für eine Kenntnis der deutschen Sagenvariante durch den Schweden. Er kann die Namen nach dem Rosengarten zu Worms verdeutscht, muss dagegen das Blattmotiv direkt dem Nibelungenlied entlehnt haben.
  • Die Verwechselung der Linde (schw. lind) mit dem Ahorn (schw. lönn) legt eine eher oberflächliche Kenntnis des Epos nahe. Der Schwede hatte das Blattmotiv vielleicht nur vom Hörensagen in Erfahrung gebracht. Das geschah um die Mitte des 15. Jahrhunderts. Schon einige Jahrzehnte früher ist im Süden die erste Spur der nordischen Sagenvariante zu ahnen. In der A-Fassung des Rosengarten zu Worms beschreibt Dietrich von Bern Siegfrieds Heldentaten vor dem Kampf: er ersluoc ûf einem steine einen trachen vreissam (RA 3293). In Worms trägt der Drachentöter eine Brünne: die macht aller brünnen meister, der werde Eckerich. / Er hât in von kinde in der smitten erzogen (RA 3312–3). Die erste Bemerkung passt besser zum Drachenkampf des Hürnen Seyfrid als zum Nibelungenlied, ist aber vage genug, um sich auf beide Texte beziehen zu können. Dagegen ist vor dem Hürnen Seyfrid in keinem anderen deutschen Text von der Erziehung des Helden bei einem Schmied die Rede. Dieses Motiv scheint also aus dem Norden zu stammen. In der Thidrekssaga und der Didrikskrönikan heißt der Schmied und Ziehvater zwar Mimir, in der Prosa-Edda, der Lieder-Edda und der Völsungasaga Regin, aber die Abhängigkeit dieser Stelle von einem skandinavischen Text kommt trotz des Namensunterschieds in Frage.
  • Es ist unklar, wann dieses Motiv in den Rosengarten zu Worms eingedrungen ist. Das deutsche Gedicht stammt unbestreitbar aus dem 13. Jahrhundert, obwohl die handschriftliche Überlieferung erst nach 1300 einsetzt. Die A-Fassung, welche allein den Vers von der Erziehung beim Schmied enthält, gilt als die ursprüngliche Version. Sie ist durch sieben Handschriften (R4, R10, R11, R12, R14, R17 , R20) und das gedruckte Straßburger Heldenbuch vertreten, aber in mehreren Textzeugen fehlt der Vers, so in R14 (fol. 186r, 1472), R17 (fol. 246r, 1489) und allen Drucken (vgl. r1, fol. 249vb, 1479). Er ist dagegen in R11 (fol. 97r, Mitte 15. Jh.), R12 (fol. 37r, 1453) und R20 (fol. 242v, 1417, vgl. Klein 1986, S. 77) zu finden. Obwohl das Datum der letzten Handschrift vor dem Rosengarten zu Worms eingetragen wurde, sieht es aus, als wäre auch dieser Eintrag älter als die Mitte des 15. Jahrhunderts.
  • Es ist der dominierenden Forschung entgangen, dass der Einfluss der nordischen Überlieferung auf den Hürnen Seyfrid sich auf den Teil des Gedichts begrenzt, der im handschriftlichen Fragment (St) enthalten ist und dass dieses Bruchstück sich gerade an demselben Ort befindet wie die Thidrekssaga und die Didrikskrönikan. Wenn ein deutscher Dichter nach 1500 nach Stockholm kam, um eine passende Einleitung für ein Siegfriedlied zu finden, hatte er die Qual der Wahl. Nicht weniger als drei Stockholmer Handschriften erzählen ausführlich von der Kindheit und der Jugend des Drachentöters, und sie befanden sich höchstwahrscheinlich schon alle drei in der schwedischen Hauptstadt, als der Hürnen Seyfrid entstand. Verderbte Lesarten und der Umstand, dass die Handschrift sich noch in Schweden befindet, zeigen, dass St nicht die unmittelbare Vorlage des verlorenen Originaldrucks gewesen sein kann. Die Entstehungszeit (Flood 2002, S. 36: „zwischen 1530 und 1560“) lässt dagegen die Frage offen, ob wir es nicht mit einer direkten Abschrift dieser Vorlage zu tun haben. Umgekehrt können die zwölf Strophen nicht von einem Druck abhängen, denn die sechs einleitenden Verse des Titelblatts, die Holzschnitte und die dazu gehörigen Überschriften fehlen. Warum sollte jemand diese Elemente getilgt und gerade nur den Anfang des deutschen Gedichts abgeschrieben haben?
  • Alles spricht dafür, dass die zwölf Strophen zwischen 1450 und 1530 in Stockholm nach den vorhandenen Handschriften gedichtet und auf ein paar Blättern nach Deutschland gebracht wurden, um als Einleitung für ein Lied über den Drachentöter zu dienen.
  • Hauptquelle für das Lied war eine erweiterte Version des Nibelungenlieds, die wohl in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts entstanden war. Aus dieser Zeit stammt das einzige erhaltene Zeugnis dieser Fassung. Es handelt sich um ein isoliertes Pergamentblatt, das früher als Umschlag eines aus einem Mainzer Klosterarchiv stammenden Ackerbuchs diente. Es enthält die Überschriften von 28 Aventiuren mit den dazugehörigen Blatt- und Seitenangaben. Das Fragment wurde 1856 zum ersten Mal von Hans Weigand veröffentlicht und ist heute als das ‚Darmstädter Aventiurenverzeichnis‘ (Sigle m) bekannt.
  • In der ersten Aventiure dieser Bearbeitung wurde berichtet: wie siferit wusch [für wuchs] zu stride und wie er hurnyn wart vnd der nelubunge hurt gewan E er ritter wart (Weigand 1856, S. 144). Dies wird normalerweise erst in der dritten Aventiure von Hagen erzählt, und zwar gerafft. Die erste Aventiure der verlorenen Fassung umfasste ursprünglich sieben Blätter oder rund 100 Strophen (vgl. De Boor 1959, S. 186). Sie ersetzt die rund 40 Strophen der beiden ersten Aventiuren in den übrigen Handschriften und scheint die 13 Strophen der dritten Aventiure mit Hagens Bericht hineingearbeitet zu haben. Sie muss aber in den restlichen 50 Strophen etwas anderes vom jungen Helden enthalten haben. Vielleicht wurde hier von seiner Erziehung beim Schmied erzählt, vielleicht nicht. Diese Frage muss leider offen bleiben. Wir wissen also nicht, ob die deutsche Nibelungensage schon zu diesem Zeitpunkt vom skandinavischen Zweig beeinflusst war.
  • In den folgenden Aventiuren enthielt die verlorene Bearbeitung anscheinend keine besondere Erneuerung und dürfte nach den Überschriften zu urteilen in ganz gewöhnlicher Weise vom Sachsenkrieg berichtet haben. Anstatt danach sofort von der Brautfahrt nach Island zu erzählen, wurde hier eine längere Entführungsgeschichte eingeschoben. In den Aventiuren 6 bis 9 wurde auf 25 Blättern beschrieben: wie gunter noch kriemilde [für brunhilde] farin wolde vnd wie sie hindert ein wildir drache […] wie kriemilde nam ein wildir drache vnd furte sie vff eine[n] hohin stein […] wie siferit die juncfrauwe vo[n] dem drachin steine gewan mit manchyr groszin arbeit […] daz siferit de[n] drachin hatte vbir wondin vnd fur mit siner juncfrauwe an dem [für den] rin (Weigand 1856, S. 144). Diese Interpolation hatte eine Länge von rund 375 Strophen (vgl. Bartsch 1870, S. xxvii), also erheblich mehr Strophen als der entsprechende Teil des Hürnen Seyfrid, HS II. Wenn die verlorene Bearbeitung dem Autor dieses Lieds tatsächlich als Vorlage für den Hauptteil seiner Biographie vom Drachentöter diente, hat er den Text um etwa die Hälfte gekürzt.
  • Nach der Entführungsgeschichte wich die durch das Aventiurenverzeichnis belegte Fassung bis zur 28. Aventiure anscheinend nicht vom herkömmlichen Epos ab. Sie enthielt auf jeden Fall die Reise nach Isenstein mit der stellvertretenden Brautwerbung. Der Autor des Hürnen Seyfrid strich also die entsprechenden Aventiuren und tat es aus dem einfachen Grund, dass er in seinem eigenen Hauptteil schon eine Brautwerbung beschrieben hatte. In Strophe 170 kehrt der Held mit seiner künftigen Braut nach Worms zurück und hat also keine persönliche Motivation für eine zusätzliche stellvertretende Brautfahrt. Deshalb überging der Autor die Reise nach Island und eilte zum Mord. Wegen der absichtlichen Entfernung der Brünhildfigur aus der Sage musste der Verfasser ein neues Motiv für das Verbrechen finden und ersetzte deshalb die Eifer- und Rachsucht der vernachlässigten Athletin durch den Neid der Schwäger. Abschließend entschuldigte er sich für den Verzicht auf die Brünhildhandlung und die damit verbundenen Komplikationen durch den Hinweis auf die entsprechenden Abschnitte des Nibelungenlieds: Wer weyter hören wöll, / So wil jch jm hie weysen, / Wo er das finden söl. / Der leß Sewfrides hochzeit / So wirdt er des bericht / Wie es die acht Jar ginge (HSK 179). Da der Autor ein Lied vom Drachentöter konzipiert hatte, interessierte er sich nicht für das Ende des Nibelungenlieds und verwies deshalb auch nicht seinen Leser auf die übrigen Teile des Epos.
  • Dieser Mann begnügte sich nicht mit der Stockholmer Überlieferung der Siegfriedsage und der verlorenen rheinfränkischen Bearbeitung des Nibelungenlieds aus der Gegend von Mainz. Er benutzte auch den Rosengarten zu Worms, aber nur die drei Anfangsstrophen. Die beiden ersten Strophen des Episodengedichts (RA 1f) wurden nach der Horterwerbung zu einer einzigen Strophe (HS 16) zusammengefügt, um in aller Kürze den Wormser Hof und die Prinzessin vorzustellen. Der Autor beließ die Jungfrau vorläufig in der Namenslosigkeit und nannte nur ihren Namen zweimal im ganzen Gedicht (HS 51, 179), vermutlich in der Absicht, die Aufmerksamkeit des Lesers auf den männlichen Protagonisten zu lenken. Im ältesten Druck (K) wird der Drachentöter zum Vergleich 134-mal mit Namen erwähnt.
  • Im Rosengarten zu Worms wird der Held in der dritten Strophe als Löwenfänger verherrlicht. Er hat hier die Gewohnheit, den König der Tiere am Schwanz an die Burgmauer zu hängen. Dieses burleske Motiv ist wohl eine Reminiszenz aus der Waldjagd des Nibelungenlieds, bei welcher Siegfried in der Nähe von Worms einen Löwen erlegt, allerdings ohne ihn als Siegestrophäe auszustellen (NLB 932f). Im Hürnen Seyfrid wird die Hauptfigur in den ersten Strophen ausführlicher vorgestellt und leistet durch den ersten Drachenkampf eine gewöhnlichere Heldentat. Erst nach der Entführung der Prinzessin und der vergeblichen Suche des Königs nach seiner Tochter wird Seyfrid zusätzlich als Löwenfänger gelobt. Er hängt die Tiere jetzt an die Bäume (HS 33). Die Verlegung des Aufhängens von der Stadt in die Natur hängt zusammen mit der neuen Rolle des Helden als Naturkind. Vielleicht erinnerte sich der Autor an die Kindheitsgeschichte in der nordischen Sagenvariante. Hier wird der junge Sigurd von einer Hirschkuh gerettet und ernährt, bevor er zum Schmied kommt.
  • Nach der Einfügung der drei Anfangsstrophen des Rosengarten zu Worms an zwei geeignete Stellen hatte der deutsche Dichter diese Quelle erschöpft. Er wollte seinen Helden nicht als gewöhnlichen Ritter darzustellen, und es missfiel vor allem, dass seine Hauptfigur den abschließenden Zweikampf verliert. Der Rosengarten zu Worms scheint jedoch für die Namensgebung eine maßgebliche Rolle gespielt zu haben. Die Formen des Straßburger Heldenbuchs unterscheiden sich erheblich von denjenigen des Epos und sind dagegen fast mit denjenigen des ältesten Drucks identisch:
    • NL (1200): Kriemhilt, Dietrich, Gernot, Dankrat, Gunther, Hildebrant, Sifrit
    • NLm (1375): Kremhilt/Kriemhilde/Kriemilt/Kriemylde, Ø, Ø, Ø, Gunter, Ø, Siferit
    • RA (1300): Kriemhilt, Dietrich, Gernot, Gibeche, Gunther, Hiltebrant, Sivrit
    • r1 (1479): Crymhilt, Dieterich, Gernot, Gibich, Ginther, Hiltebrant, Seifrit
    • r3 (1509): Crymhilt, Dieterich, Gernot, Gibich, Günther, Hiltebrant, Seifrit
    • HSK (1530): Krimhilt, Dieterich, Gyrnot, Gybich, Günther, Hiltebrandt, Sewfrid
  • Für die Namensgebung hat sich der Dichter also anscheinend an die allgemein bekannte Druckfassung gehalten, übrigens eher die dritte als die erste Ausgabe des Straßburger Heldenbuchs. Nur für den Helden selbst wählte er eine vermutlich noch bekanntere Namensform. Fast ein Jahrhundert vor der Entdeckung des Stockholmer Fragments vermutete Elisabeth Bernhöft, dass Goldast den verlorenen Erstdruck zitierte: „Wenn meine Hypothese richtig ist, enthält das Original Süfrid, wie Goldast schreibt“ (Bernhöft 1910, S. 112). In Wirklichkeit schreibt Goldast nur zweimal Súfrid, wobei der Strich als Umlautzeichen aufzufassen ist. Das dritte Mal schreibt er Súfrit mit der mittelhochdeutschen Auslautverhärtung, die sich bis zur dritten Auflage des Straßburger Heldenbuchs erhielt. 1509 heißt der Held noch Seyfrit. Erst in der vierten Auflage von 1545 geht der Drucker zur moderneren Form Seyfrid über. Vielleicht kannte er Wachters Druck, vielleicht hielt er sich einfach an die neue Norm, die Luther seit der dritten Auflage durchgesetzt hatte.
  • Aufschlussreich ist die im Stockholmer Fragment zweimal wiederholte Namensform Zufrit. Trotz der schlampigen Orthographie und der vielen Schreibfehler muss sie das Original verhältnismäßig gut widerspiegeln. Ein niederländischer oder niederdeutscher Einfluss ist im stimmhaften Anfangsbuchstaben erkennbar, und auch der fehlende Umlaut ist ein Charakteristikum des Nordens. Abgesehen von diesen Unterschieden stimmt die Namensform mit Goldasts Titelangabe überein. Mit anderen Worten gewinnt Bernhöfts Hypothese mit dem Stockholmer Fragment an Gewicht.
  • Die Herkunft der Namensform Süfrit ist in Worms zu finden. Dort suchte Friedrich III. 1488 durch eine Ausgrabung nach den Gebeinen des „hornyn Sifridt“. So lautet die Namensform in einer zeitgenössischen deutschen Chronik (Acta Wormatiensia 1488). Wenig später finden wir „Sifridus der Hörnen“ in einem lateinischen Bericht (Kirschgartner Chronik 1488). Das ist die Namensform, die bis zum Ende des Mittelalters in den Handschriften des Nibelungenlieds und des Rosengarten zu Worms dominieren.
  • Als das lokale Rathaus 1493 restauriert wurde, ließ sich der Kaiser an der Außenwand des Gebäudes neben „fraw Crimhiltin“ und dem „hörnin Syfridt“ malen. Diese Namensformen werden um 1613 von einem Pfarrer bestätigt, der das inzwischen erschienene Lied vermutlich nicht kannte. Er zitierte keinen Druck, sondern die Fassade und gab auch den dort zu lesenden lateinischen Panegyricus auf Friedrich III. wieder (Das Chronologia der uhralten freyen keyserlichen Reichs-Stadt Worms 1493). Dass die Namensform an der Fassade des 1689 zerstörten Rathauses tatsächlich so lautete, wie es der Pfarrer schrieb, wird indirekt durch die dritte Auflage des Straßburgers Heldenbuchs bestätigt. Es erschien 1509 in Hagenau, nur 125 km südlich von Worms. In seinem Zweikampf gegen Dietrich trägt der Held zwei verschiedene Namen. Im Fließtext heißt er wie in den vorigen Auflagen Seyfrit, im Seitenkopf dagegen Syfritt (fol. G6r) oder Syfrit (fol. H1r) ähnlich wie in Worms. Der Hagenauer Drucker kannte wohl persönlich die inzwischen berühmt gewordene Wandmalerei durch persönlichen Augenschein.
  • Es ist unklar, wie Syfrit zu Súfrit wurde. Letztere Form scheint jedoch nach Goldasts verlässlichem Zeugnis und dem leicht verderbten Stockholmer Fragment im verlorenen Erstdruck gestanden zu haben. Vielleicht wurde Syfrit in Analogie mit dem Schwager als nordische Schreibung für Süfrit aufgefasst. Der Autor des Lieds konnte in der Didrikskrönikan lesen, dass ein Bruder der Prinzessin, der in der Hagenauer Ausgabe des Straßburger Heldenbuchs Günther heißt, in der schwedischen Fassung Gyntar genannt wird. In Deutschland war das y damals eine graphische Variante für i, aber in Skandinavien hatte der Buchstabe denselben Lautwert wie im Süden ü oder mit Goldasts Schreibung ú.
  • Beim ersten Nachdruck wurde der altertümlich klingende Vokal in Súfrit auf jeden Fall diphtongiert und die Namensform dadurch in Sewfrid (K) modernisiert. Die mittelhochdeutsche Auslautverhärtung wurde gleichzeitig aufgegeben. Erst Wachter orientierte sich mit der Veränderung des Namens in Seyfrid (N) am Straßburger Heldenbuch. Vielleicht gab er das Lied erst nach der Veröffentlichung der vierten Auflage von 1545 heraus.
  • Kunigunde Hergots Auflage war lange verschollen. Deshalb wurde die erste kritische Ausgabe nach Wachters Nachdruck herausgegeben. Dies hat in der Literatur zu einer gewissen Verwirrung geführt. In der älteren Literatur wurde der Text meist mit einem zusammengesetzten Titel als Seifridslied (Panzer 1912; Scheidweiler 1914), Seyfridslied (Paul 1900) und im Elsass sogar als Siegfriedslied (Martin 1890; Heitz 1894) bezeichnet. Seit Wolfgang Golthers Erstausgabe von 1889 hat sich die Schreibung Seyfrid durchgesetzt. Auch Kenneth Charles King (1911–1970) hielt daran fest. Er gab das Gedicht unter dem alten Titel Lied vom Hürnen Seyfrid heraus und benutzte dagegen konsequent die Form Sewfrid im Fließtext in Anlehnung an K. Schlimmer fällt das Ergebnis in der jüngsten Ausgabe aus, der Online-Edition von 2007. Sie verwendet für den Fließtext Kings Ausgabe (K), dagegen für die Überschriften Pipers Ausgabe (N). Das verursacht ein ständiges Hin und Her im Textbild zwischen Seyfrid und Sewfrid.
  • In seiner Faksimile-Ausgabe von N befürwortete Otto Clemen die ursprünglichere Form Sewfrid (Clemen 1911), hat aber mit diesem Vorschlag nur ganz wenige Anhänger gefunden (Krogmann 1953; Kroes 1958). Gelegentlich wird mit Seyfried ein unberechtigter Vokal hinzugefügt, anscheinend durch Verwechselung mit Siegfried (Nagl/Zeidler 1899; Tonnelat 1926, S. 176; Samuel 1959; Graus 1975, S. 280; Lecouteux 1995). In der jüngsten und gelehrtesten Literatur stößt man auf willkürliche Modernisierungen wie Seifried, die in der Überlieferung keine Unterstützung finden (Heinzle 2013, S. 1006). Nach dem erfolglosen hundertjährigen Kampf der richtigeren und im Druck belegten Form Sewfrid gegen Seyfrid wäre es ein Wagnis, eine rekonstruierte Form wie etwa Süfrit zu befürworten, zumal Zweifel besteht, ob der verlorene Erstdruck Súfrid, Súfrit, Syfrid, Syfridt oder Syfrit hatte. Es lohnt aus diesem Grund, am eingebürgerten Titel Hürnen Seyfrid festzuhalten.
  • Die auffälligste Namenswahl des deutschen Dichters ist Gybich. Im Nibelungenlied heißt Kriemhilds Vater Dankrat und ist außerdem schon vor Siegfrieds Ankunft gestorben. In den nordischen Fassungen heißt er Aldrian und stirbt auch vor der Heirat seiner Tochter mit Sigurd. Nur im Rosengarten zu Worms heißt er Gibich und bleibt bis zum Ende der Handlung am Leben wie im Hürnen Seyfrid. Von den drei Vorlagen hat der Rosengarten zu Worms den wenigsten Stoff geliefert. Der Autor holte Anregung für mindestens 150 Strophen aus der erweiterten Fassung des Nibelungenlieds, für acht Strophen aus der Didrikskrönikan und nur für zwei aus dem Rosengarten zu Worms. Nichtsdestoweniger bevorzugte er die Namensformen und den allgemeinen Hintergrund der letzten Vorlage. Diese Wahl lässt sich am besten dadurch erklären, dass der Rosengarten zu Worms dem Dichter im Druck vorlag. Der Text besaß aus diesem Grund eine weit größere Autorität im Vergleich zu den beiden handschriftlichen Quellen. Der Autor konnte den König von Worms einfach nicht Dankrat oder Aldrian nennen, denn ganz Deutschland kannte ihn seit 1479 als Gibich. Das Straßburger Heldenbuch liefert einen verhältnismäßig sicheren terminus post quem für den Hürnen Seyfrid, und die dritte Ausgabe mit der Namensform Günther kommt als wahrscheinlichste unmittelbare Vorlage in Frage.
  • Für den Rosengarten zu Worms als Druckvorlage spricht auch der Vergleich von Kuperans Rüstung mit „Kaysers Ornit Brinne“ (HSK 70). Der Autor kannte nicht nur den Ortnit, sondern auch den Wolfdietrich, der im Straßburger Heldenbuch auf den Ortnit folgt und eine Fortsetzung dazu bildet. Im Ortnit hören wir, wie der Titelheld, der immer als „keyser Ortnit“ bezeichnet wird, von seinem Vater Elberich eine wunderbare Brünne bekommt. Elberich schätzt ihren Wert auf 80.000 Mark (r1 16ra = r3 a8va) und holt Rüstung und Waffen aus einem hohlen Berg (r1 20ra = r3 b3va). Im Wolfdietrich schläft Ortnit zweimal unter einer verzauberten Linde ein (r1 107ra = r3 m5va) und wird auf dramatische Weise von Drachenbrut verschlungen: „Sie sugen jn durch das werck“ (r1 112ra = r3 n3vb). Später findet Wolfdietrich die Rüstung und das Schwert des Kaisers in der Drachenhöhle (r1 169ra = r3 v6vb). Die Linde, die neben der Drachenhöhle wächst, stammt wohl sagengeschichtlich aus dem Nibelungenlied, scheint aber durch den Wolfdietrich zur Nibelungensage zurückgekehrt zu sein, denn wir finden sie im Hürnen Seyfrid wieder. In einer Passage, die von der nordischen Überlieferung stammt, wird dieser Baum zweimal erwähnt (HS 6f). Es ist eher unwahrscheinlich, dass der Autor auf der Grundlage der einmaligen Erwähnung des verhängnisvollen Blatts im Nibelungenlied (NLC 909) den Ahorn der Didrikskrönikan in eine Linde korrigierte. Im Wolfdietrich wird dieser Baum in den zwei aufeinander folgenden Episoden mehr als zehnmal erwähnt und ist sogar auf einem Holzschnitt abgebildet.
  • Zu den unsicheren Quellen gehört der um 1250 abgeschlossene Rennewart Ulrichs von Türheim. Hier tritt ein Riese namens Kuppiron auf (V. 23330). Um 1300 finden wir die Variante Kuprian im Reinfrit von Braunschweig (V. 25269, vgl. Bartsch 1871, S. 735). Vieles spricht dafür, dass der Riesenname eher aus dem weitverbreiteten Rennewart entlehnt ist als aus dem unikal überlieferten Roman vom Herzog Reinfrit.
  • Im Hürnen Seyfrid wird der Zwergkönig zunächst zweimal Eugleine (HSK 42, 45) genannt, danach konsequent nur Eugel (HSK 53, 89, 93, 118, 134f, 151, 153, 156, 159, 161, 164, 168). Der Name, mit dem die Forschung sich bislang nicht beschäftigt hat, ist als Deminutiv für ‚Auge‘ zu verstehen und hängt vielleicht mit der Sehergabe des Zwergs zusammen.
  • Eine letzte Quelle hat in formaler Hinsicht eine große Rolle gespielt. Auf dem Titelblatt erklärt der Autor, dass sein Lied „in des Hiltebrandtes thon“ (HSK 0) verfasst ist. Er scheint das Versmaß des Jüngeren Hildebrandslieds genau beobachtet zu haben, denn beide Gedichte benutzen genau dieselbe Strophenform. Der Hildebrandston ist mit der Nibelungenstrophe verwandt, legt aber einen größeren Wert auf regelmäßigen Wechsel zwischen Hebung und Senkung. So sieht die Struktur einer typischen Strophe im Hildebrandston aus: – | – | – | – / – | – | – | // – | – | – | – / – | – | – | //– | – | – | – / – | – | – | //– | – | – | – / – | – | – |. Sie besteht aus vier Langversen mit Zäsur, die auch wie in den Drucken des Hürnen Seyfrid als acht Kurzverse abgesetzt werden können. Jede Strophe hat zwei männliche Paarreime, die ungereimten Verse sind weiblich: xaxaxbxb. Diese Norm wird weder im Jüngeren Hildebrandslied noch im Hürnen Seyfrid mit voller Konsequenz befolgt. Beide Lieder unterscheiden sich jedoch in formaler Hinsicht vom Nibelungenlied. Von den nachgewiesenen Quellen des Hürnen Seyfrid ist nur der Rosengarten zu Worms im Hildebrandston verfasst. Der Dichter verweist allerdings ausdrücklich auf den Hildebrandston und muss also das verwandte Lied gekannt haben.
  • Es geht über dunkle Wege auf das alte Hildebrandslied zurück, das in einer unvollständigen Abschrift von der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts unikal überliefert ist. Dieses Fragment enthält 66 Verse und bricht vor dem Ende ab (Standort: Kassel). Das Lied muss in den folgenden fünf Jahrhunderten eine gewisse Verbreitung gefunden haben, denn um 1200 tritt Hildebrand im Nibelungenlied als Dietrichs alter Waffenmeister auf. Diese Gestalt setzt eine Kenntnis des Lieds voraus. Hildebrand überlebt den Burgundenuntergang in Etzelburg und kehrt am Ende der Klage zusammen mit Dietrich und dessen Frau in seine Heimat Bern zurück, ähnlich wie im Jüngeren Hildebrandslied. Um 1218 wird die Existenz des Lieds durch eine Passage im Willehalm bestätigt. Wolfram lobt „meister Hildebrands vrou Uote“ für ihre Treue (V. 439, 16). Noch eindeutiger verweist ein längerer Abschnitt der Thidrekssaga auf das deutsche Lied. Im norwegischen Text kehrt Hillibrand in Anlehnung an die Klage zusammen mit Thidrek und dessen Frau nach Bern zurück. Er weiß, dass ein Herzog namens Alibrand dort herrscht, und vermutet, dass seine Frau Oda diesen Fürsten nach seiner eigenen Abreise 32 Jahre früher geboren hat. Unterwegs begegnet der alte Hillibrand diesem Sohn und kämpft mit ihm, bis sie sich erkennen. Zum Schluss werden sie in Bern von Oda empfangen (TS 395–411). Das Jüngere Hildebrandslied erzählt dasselbe und ist also offenbar vom Norweger als Fortsetzung der Klage aufgefasst worden.
  • Die konkrete Überlieferung des Jüngeren Hildebrandslieds setzt erst in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts ein. Eine fragmentarische Abschrift von 1459 enthält die Anfangsstrophen (Standort: Berlin; Abdruck: von der Hagen/Büsching 1825, S. 234). 1472 ist das Lied zum ersten Mal im Dresdner Heldenbuch vollständig überliefert und hier durch eine Langfassung von 29 Strophen vertreten. Diese Sammelhandschrift enthält Heldenepik und endet mit dem Jüngeren Hildebrandslied (Abbildung: fol. 345r–349r; Abdruck: von der Hagen/Büsching 1825, S. 219–221).
  • Im Laufe des 16. Jahrhunderts wurde das Lied mehrmals separat gedruckt. Der Erstdruck erschien um 1500 in Straßburg in einer Kurzfassung mit 20 Strophen  (Standort: Erlangen, Volltext). Um 1520 gab Jobst Gutknecht zwei fast identische Neuauflagen unter dem Titel Das Lied von dem alten Hiltebrant heraus (Standorte: BerlinWeimar). Später kam das Lied bei Kunigunde Hergot heraus (Standort: Zwickau, Signatur 30.5.22,33, nicht im Online-Katalog, Volltext). Das einzige erhaltene Exemplar dieses Drucks befindet sich heute in einem Oktavsammelband, der auch den Hürnen Seyfrid (K) enthält. Weitere Auflagen erschienen um 1545 bei Christoph Gutknecht, Jobst Gutknechts Sohn und Nachfolger (Standort: Krakau), um 1550 bei Friedrich Gutknecht, Jobst Gutknechts Enkelsohn (Standort: BerlinBerlin), um 1560 bei Valentin Neuber (Standort: Berlin, Volltext) und um 1560 in Hamburg bei Johann Wickradt dem Jüngeren (tätig 1557–1569) in einer niederdeutschen Fassung des Meistersängers Ludwig Binder (Standort: Berlin). Das Lied wurde auch ins Niederländische, Dänische und Jiddische übersetzt und 1692 ein letztes Mal gedruckt.
  • Die frühe Druckgeschichte der beiden Lieder ist mit anderen Worten auffällig ähnlich. Nach dem Titelblatt zu urteilen ist der Hürnen Seyfrid vom Jüngeren Hildebrandslied abhängig. Der Erstdruck des letzteren Gedichts bildet also einen sicheren terminus ante quem. Der Hürnen Seyfrid scheint aber eher vom Zweitdruck abzuhängen und ist wohl deshalb kaum vor 1520 entstanden. Erst in Nürnberg fällt die Druckgeschichte der beiden Lieder zusammen. Vielleicht wurde das lange Gedicht über den Drachentöter von Jobst Gutknecht zusammen mit dem kürzeren von Hildebrand herausgegeben. Es ist natürlich auch denkbar, dass der Hürnen Seyfrid wie das Jüngere Hildebrandslied vor den Nürnberger Drucken woanders erschien, etwa in Straßburg.
  • Es lohnt sich abschließend eine Bilanz über die Quellenlage zu ziehen. Als Hauptquelle diente eine Handschrift mit der um die Entführungsgeschichte erweiterten Fassung des Nibelungenlieds. Aus dieser Handschrift stammen vermutlich die Archaismen, die sich in dem verlorenen, von Goldast zitierten Erstdruck erhalten hatten und die in den jüngeren Auflagen verwischt wurden. Diese Handschrift enthielt eine C-Fassung, denn der Held wird wie in der C-Handschrift des Nibelungenlieds (NLC 919: Otenwalt) im Odenwald (HS 177: Otten waldt) ermordet. Die Handschriften A und B haben den schwer lokalisierbaren Waskenwalt. Dieser Tatort wird gewöhnlich mit den Vogesen identifiziert, obwohl der Mord in diesem Fall auf der falschen Seite des Rheins stattfinden würde, denn die Jagdgesellschaft überquert den Rhein (vgl. NLB 924), und Worms liegt bekanntlich auf derselben Seite des Flusses wie die Vogesen. Der Hürnen Seyfrid hat hier keine geographische Unstimmigkeit. Vielleicht ist der Verfasser am Rhein zu suchen, denn er scheint die Waldmalerei in Worms gekannt zu haben, und seine Hauptvorlage kann mit der Mainzer Handschrift identisch gewesen sein, von der heute noch nur das Aventiurenverzeichnis überliefert ist.
  • Dieser Autor hatte allerdings nahe Beziehungen zu Nürnberg, denn hier wurde sein Gedicht veröffentlicht, vermutlich um die Zeit, als die nordbairische Reichsstadt die Reformation nach lutherischem Bekenntnis einführte. Das geschah 1525, und Jobst Gutknecht scheint sich früh für die neue religiöse Bewegung eingesetzt zu haben. Er gab viele Lutherdrucke aus und stellte 1533 den ersten Teil der für die Einführung der Reformation maßgeblichen Kirchenordnung her. In diesem Kontext ist zu erwägen, ob nicht auch im Hürnen Seyfrid eine religiöse Absicht spürbar ist. Der Held, der aus dem Norden nach Worms kommt, um eine fast anonym gewordene Prinzessin von den Klauen eines Drachen zu befreien, erinnert cum grano salis an den furchtlosen Reformator von Eisleben, der sich am 17. April 1521 vor dem Reichstag in Worms weigerte, seine Schrift Von der Freiheit eines Christenmenschen zu widerrufen, und dafür vom Kaiser durch das Wormser Edikt geächtet wurde. Die Wormser Verschwörung gegen den Drachentöter führt zwar zum Märtyrertod, aber davon abgesehen springt die Ähnlichkeit der Handlung mit dem zeitgenössischen Kontext ins Auge. Falls der Dichter mit dem Hürnen Seyfrid ein verschlüsseltes Lob auf Martin Luther beabsichtigte, müsste die entführte Prinzessin als Metapher für die zu rettende Kirche stehen, der Drache für Rom.
  • Diese religiöse Hypothese könnte uns zu Hans Sachs führen. Er stellte sich früh auf die Seite der Reformation und wurde mit seinem um 1523 veröffentlichten Gedicht Die Wittenbergisch Nachtigall bekannt. Auch hier ist von einem Löwenkampf die Rede, und zwar gegen Papst Leo X., der die Nachtigall von Wittenberg exkommuniziert hatte. Gegen diese Hypothese spricht das Mariagebet der entführten Prinzessin, das vermutlich aus religiösen Gründen aus dem Gehörnten Siegfried entfernt wurde und tatsächlich katholisch anmutet. Der lutherische Kampf gegen marianische Frömmigkeit war jedoch weniger stark in den ersten Jahren nach dem Thesenanschlag als zur Zeit des Pietismus. Für eine Zuschreibung des Hürnen Seyfrid an Hans Sachs spricht endlich der Umstand, dass der Nürnberger Meistersänger den Text 1545 zitierte und 1557 dramatisierte.
  • Auf einem ganz anderen Weg kam Christian August Mayer zu einem ähnlichen Ergebnis. Seine Reimuntersuchungen führten ihn zu folgender Hypothese: „Es liegt nahe, einen Nürnberger als verfasser zu vermuten, und ich halte den nachweis, dass der dichter des h[ürnen] S[eyfrid] der gleichen schule wie H[ans] Sachs angehörte, für erbracht“ (Mayer 1903, S. 206). Mayer postulierte „eine formell einheitliche originaldichtung“ (S. 211) aus dem frühen 16. Jahrhundert. Er stand lange mit seiner Ansicht allein und fand erst im 21. Jahrhundert seinen ersten Anhänger: „Vers 1530, un Allemand décide de transformer la grande épopée désuète [= Nibelungenlied] en un court poème de 179 strophes centré sur le heros invulnérable“ (Andersen 2008, S. 40). „Vielleicht war er Dichter des ‚Lieds vom Hürnen Seyfrid‘ einfach mit dem berühmten Nürnberger Schuster identisch“ (Andersen 2009, S. 239).
  • Wie ist die Leistung des anonymen Dichters zu bewerten? Er wählte sich eine passende Handschrift des Nibelungenlieds aus, unternahm vielleicht persönlich eine Reise nach Stockholm, um Stoff für die Jugendgeschichte zu holen, und entlehnte einige Verse aus dem Anfang des gedruckten Rosengarten zu Worms. Der Hürnen Seyfrid ist jedoch keine oberflächlich bearbeitete Kompilation, sondern eine tiefgreifende Umdichtung. Das Nibelungenlied war in einem anderen Versmaß verfasst, und die nordische Prosa benötigte eine noch selbständigere Behandlung. Gerade in den Anfangsstrophen können wir ein ständiges Hin und Her zwischen den drei Vorlagen feststellen. Die freieren Übergänge sind dem Dichter selbst zuzuschreiben. Im Hauptteil ist seine Leistung schwieriger einzuschätzen, weil wir nur die Überschriften besitzen. Die Entführungsgeschichte wurde jedoch anscheinend erheblich gekürzt, während die Befreiungskämpfe der verlorenen Vorlage offenbar eine ähnliche Länge hatten wie im erhaltenen Gedicht. Folgende Übersicht veranschaulicht die mutmaßliche Quellenlage:
    • HS 1: Sigmunds Sohn. Quelle: NLm Av. 1 (vgl. NLC 20, TS 152–160/DK 148–152)
    • HS 2–3: Ausfahrt. Quelle: Übergang (vgl. TS 161f/DK 153f)
    • HS 4–11: Hornhauterwerbung. Quelle: TS 163–166/DK 155–158 (vgl. NLC 100, 909)
    • HS 12: Dienstleitung und Ehe. Quelle: Übergang (vgl. NLm Av. 2–5, 10–14 = NLC 128–730, Av. 3–11; TS 226–230, 342/DK 209–212, 291)
    • HS 13–14: Horterwerbung. Quelle: NLm Av. 3 (vgl. NLC 86–99; TS 393, 424f/DK 339, 366f)
    • HS 14–15: Hunnenkrieg. Quelle: NLm Av. [36–43] (vgl. NLC 1973–2340, Av. 32–39; TS 379–393/DK 323–339)
    • HS 16: Gybichs Tochter. Quelle: r3 1–2 (vgl. RA 1–2 )
    • HS 17–32: Entführung. Quelle: NLm Av. 6–7 (ca. 180 Strophen)
    • HS 33: Löwenspaß. Quelle: r3 3 (vgl. RA 3)
    • HS 34–163: Befreiungskämpfe. Quelle: NLm Av. 8–9 (ca. 195 Strophen)
    • HS 164–168: Hortversenkung. Quelle: Übergang (vgl. NLm Av. 22; NLC 1152)
    • HS 168–172: Hochzeit. Quelle: NLm Av. 13 (vgl. NLC 591–631; TS 226/DK 209)
    • HS 173–178: Mord. Quelle: NLm Av. 18–20 (vgl. NLC 871–1010, Av. 14–16; TS 343–347/DK 292–295)
    • HS 179: Übergangene Abschnitte. Quelle: NLm Av. 14–18 (vgl. NLC 632–870, Av. 10–14; TS 227–230/DK 210–212)

Rezeptionszeugnisse

In einigen Fällen kann die Beurteilung schwierig sein, ob eine kurze Erwähnung von ‚Seyfrid‘ sich auf den Rosengarten zu Worms oder den Hürnen Seyfrid bezieht. Folgendes Verzeichnis umfasst die sichersten Belege für eine direkte Rezeption des Lieds vom Drachentöter. Soweit möglich werden die Stellen nach dem Erstdruck zitiert. In der Erstauflage der Deutschen Heldensage von 1829 listete Wilhelm Grimm schon die meisten unten erwähnten Belege auf, allerdings ohne konsequente Angabe des Erstdrucks und oft ohne nähere Besprechung der Quellenlage. Die Neuauflage von 1867 und 1889 enthalten Nachträge, ohne alle heute bekannten Rezeptionszeugnisse zu erfassen.

  1. Autor (vermutlich): Hans Sachs (1494–1576). Datum: um 1517/1518. Titel: O Welt, ww ist dein meisterschaft (Gedichtanfang). Überlieferung: 5 Handschriften (Berlin, Mgq 414, fol. 321v–322v = Sigle a; Berlin, Mgf, fol. 110v–121r = Sigle b; Berlin, Mgq 583, fol. 38v–40v = Sigle p; Weimar, Cod. Fol. 418, S. 179–182 = Sigle q; München, SB, Cgm 3637, S. 1116, 1118 = Sigle r) und 13 Drucke (vgl. Brunner 1991, S. 185f). Beschreibung: 7 Strophen mit 16 Versen, älteste Fassung 1517/1518 eigenhändig von Hans Sachs aufgezeichnet und wohl auch von ihm gedichtet (Sigle a). Zitat: „Was halff seufrides gewalte? / wan er was doch so hoch vnd zart“(Hs. a, Str. 4,10f = Wackernagel 1867, S. 475). Literatur: Grimm  1813, S. 322; Grimm 1829, S. 312 (Nr. 151) [= handschriftliche Fassung ohne diese Stelle, wohl Hs. q]; Aue 1839, S. 197f.; Müllenhoff 1865, S. 377; Grimm 1889, S. 355 (Nr. 151); Brunner 1991, S. 185f; Lienert 2008, S. 209f. (Nr. 287). Online-Edition: Wackernagel 1867 (a und c)
    • (1.1) Nürnberg: Kunegund Hergotin, 1528/1530. Titelblatt: Von dem tod wie er alle stend der welt wegk nimpt. Jn des Regenpogen plaen thon. Oder in der Ritter weyß ein gemeß. [Holzschnitt]. (Abbildung); [fol. A 4r:] Gedruckt zů Nürmberg durch Kunegund Hergotin. Druckort: Nürnberg. Drucker: Kunigunde Hergot (tätig 1527–1539). Beschreibung: Erstdruck, Sigle c, 4 Blätter, 8º, VD16 L1695. Standorte: Berlin und Weimar. Zitat: „Was hallf Sewfrids gewalte, / Wann er was auch von hoher art“ (fol. A 3r). Online: Vollanzeige
    • (1.2) Nürnberg: Valentin Neuber, um 1550. Zitat: fol. A 3r („Seyfrids gewalte“). Beschreibung: Sigle g oder h, VD16 L1697. Standort: Berlin (vielleicht Unikum). Online: Vollanzeige
    • (1.3) Nürnberg: Friedrich Gutknecht, um 1560. Zitat: fol. [3r] („Sewfrids gewalte“). Beschreibung: Sigle i oder j, VD16 ZV9699. Standort: Berlin (vielleicht Unikum). Online: Vollanzeige
    • (1.4) Ohne Ort: ohne Drucker, um 1570 (oder um 1540). Zitat: fol. A 2v („Seyfrids gewalte“). Beschreibung: Sigle n oder o, VD16 ZV 9700. Standort: Berlin (vielleicht Unikum). Online: Vollanzeige
    • … und neun weitere Drucke (Sigle d-o, nur Sigle e datiert: 1535, vgl. Brunner 1991, S. 185f)
  2. Autor: Joachim Aberlin († nach 1554). Datum: 1534. Titelblatt: Ain kurzter begriff vnd innhalt der gantzen Bibel/ in drew Lieder zü singen gestellt/ durch Joachim Aberlin. M. D. XXXIIII (Abbildung). Druckort: Augsburg. Drucker: Philipp Ulhart der Ältere (tätig 1522–1567). Beschreibung: 48 Blätter, 8º. Standorte: Wolfenbüttel u.a. Zitat: Kritik an „der hürne Sewfrid“ in einer Liste von unnützen Büchern (fol. D3v); nach Namensform und Datum zu urteilen ein Hinweis auf K. Literatur: Zänicke 1872, S. 325; Golther 1889, S. ix. Online: Vollanzeige
  3. Autor: Hans Sachs (1494–1576). Datum: 25. Juli 1545. Titel: Der Fechtspruch/ Ankunfft vnnd freyheyt der Kunst. Beschreibung: fol. 408vb–410vb, Gedicht in 232 Versen über die Geschichte des Kampfspiels seit Trojas Zerstörung. Titelblatt: Sehr Herrliche Schöne vnd warhaffte Gedicht. Geistlich vnnd Weltlich/ allerley art […] Darundter Hundert vnd sibentzig stück/ die vormals nie im truck außgangen sind/ yetzund aber aller welt zu nutz vnnd frummen inn Truck verfertigt. Durch den sinreichen vnd weyt berümbten Hans Sachsen/ ein liebhaber teudscher Poeterey/ vom M. D. XVI. Jar/ biß auf diß M. D. LVIII. Jar/ zusamen getragen vnnd volendt. Getruckt Zu Nürnberg bey Christoff Heußler. Jm Jahr/ M. D. LVIII. (Abbildung). Druckort: Nürnberg. Drucker: Christopff Heußler (1556–1576). Beschreibung: 545 Blätter, 5 Teile. Standorte: Göttingen u.a. Sigle: A. Zitat: „Nach dem aber die groß Stat Rom || Zu Christlichem gelauben kom || Wurden abgelaint die kampff spiel || Dieweil es kostet blutes viel || Wider Christlich ordnung vnd lieb || Dennoch ein stück vom kampff noch blieb || Viel held kempfften in freyem Feld || Und rietten zamb inn finster Weld || Als Eck vnnd der alt Hille brand, || Laurein/ hürnen Sewfrid genandt || Köng Fasolt vnd Dietrich von Bern || Theten einander kampff gewern || Als zu erlangen preiß und Ehr“ (V. 94–106; fol. 409va); Hinweis auf Kunigunde Hergots Ausgabe (K); Datum des Gedichts zum Schluss. Literatur: Grimm 1829, S. 309 (Nr. 149). Online: Vollanzeige
    • (2) Nürnberg: Christopff Heußler, 1560. Zitat: fol. 409va. Standorte: Göttingen u.a. Online: Vollanzeige
    • (3) Nürnberg: Leonhard Heußler, 1570. Zitat: fol. 409va. Standorte: Berlin u.a. Online: Vollanzeige
    • (4) Nürnberg: Leonhard Heußler, 1589. Standorte: Jena u.a.
    • (5) Nürnberg: Leonhard Heußler, 1590. Standorte: Halle u.a.
    • (6) Augsburg: Hans Krüger, 1612. Zitat: S. 825b. Standorte: Göttingen u.a. Online: Vollanzeige
    • (7) Augsburg: Hans Krüger, 1616. Standorte: Halle u.a.
    • (8) Nürnberg: Raspischer Verlag, 1781. Herausgeber: Johann Heinrich Häßlein (1737–1796). Zitat: S. 186. Standorte: Berlin u.a. Online: Vollanzeige
    • (9) Tübingen: Max Niemeyer, 1870. Titelblatt: Hans Sachs. Vierter Band. Herausgeber: Adelbert von Keller (1812–1883). Reihe: Bibliothek des Literarischen Vereins in Stuttgart, Nr. 105. Zitat: S. 211. Standorte: Braunschweig u.a. Online: Vollanzeige
  4. Autor: Hans Sachs (1494–1576). Datum: 1549. Titel: Die drey kempfer (Lienert 2008, S. 228). Überlieferung: 3 Handschriften (Dresden, LB, M 189, am 6. Mai 1549 von Hans Sachs aufgezeichnet, fol. 86v–87v = Sigle a; Weimar, LB, Cod. Fol. 419, undatiert, fol. 300v–301v = Sigle b; Weimar, LB, Q 567, undatiert, fol. 162r–163v = Sigle c). Beschreibung: Meisterlied in drei Strophen von 17 Versen, Bezug auf die gedruckte Heldenbuchprosa, Dietrich besiegt Siegfried. Zitat: „den hürnen Sewfrit“ (Hs. c, fol. 86v = Jänicke 1872, S. 329: Str. 1, v. 11: „Seifrit“). Literatur: Goedeke 1870, S. 201f; Jänicke 1872, S. 328f; Stammler 1962, S. 66; Brunner 1987, S. 473; Lienert 2008, S. 228f (Nr. 318). Online-Editionen: Goedeke 1870, S. 201 (Hs. c, 3. Str.); Jänicke 1872, S. 329 (Hs. c, 1. Str.). Vollanzeige: Dresden, LB, M 189
  5. Autor: Kaspar Brusch (1518–1557). Datum: 1551. Titelblatt: Monasteriorvm Germaniæ Præcipuorum ac maxime illustrium: Centuria Prima. Inqua Origines, Annales ac celebriora cuiusq[ue] Monumenta, bona fide recensentur. Authore Gaspare Bruschio Egrano, Poëta Laureato ac Comite Palatino. […] Ingolstadii apvd Alexandrum et Samuelem Weyssenhornios fratres. M. D. LI. (Abbildung). Druckort: Ingolstadt. Drucker: Alexander II. und Samuel Weißenhorn (tätig 1550–1570). Beschreibung: 12 + 191 nummerierte Blätter, 2º. Standorte: Berlin u.a. Zitat: bei der Beschreibung des Grabs des gehörnten Wormser Riesen Corneus Sifridus Hinweis auf ein deutsches Gedicht mit dem Titel „Der hurnin Seyfrid“ (fol. 82r), vermutlich N. Literatur: Grimm 1867, S. 309 (Nr. 141b). Online: Vollanzeige
  6. Autor: Hans Sachs (1494–1576). Datum: 10. September 1557. Beschreibung: handschriftliche Fassung: Zwickau, Stadtarchiv, Signatur: SG 11, fol. 339v–360r, 1142 Verse, Trauerspiel in sieben Akten, nach dem Hürnen Seyfrid unter Heranziehung des Rosengarten zu WormsTitel: Der Hüernen Sewfrid (Hs. K). Sigle: S (Druck). Erstdruck: 1561. Titelblatt: Das dritt vnd letzt Buch. Sehr Herrliche Schöne Tragedi/ Com[m]edi vnd schim[m]pf Spil/ Geistlich vnd Weltlich/ vil schöner alter warhafftiger Histori/ auch kurtzweiliger geschicht auff das deutlichst an Tag geben. Welche Spil auch nit allein gut/ nutzlich vnd kurtzweilig zu lesen sindt/ sonder auch leichtlich aus disem Buch spilweis anzurichten/ weil es so ordenlich alle Person/ gebaerden/ wort vnd werck/ außgeng vnd eingeng aufs verstendigst anzeiget/ durch alle Spil/ der vormal keins im Truck ist außgangen/ noch gesehen worden. Durch den sin[n]reichen vnd weit berümbten Hansen Sachsen ein liebhaber teutscher Poetrey/ in disem seinem dritten vnd letzten Buch mit fleiß zusammen getragen. Gedruckt zu Nürmberg bey Christopff Heußler. M. D. LXI. (Abbildung). Druckort: Nürnberg. Drucker: Christopff Heußler (1556–1576). Beschreibung: letzter von drei Bänden, 3 Teile, 652 = 4 + 264 + 300 + 84 Blätter, 2º. StandorteGöttingen u.a. Beschreibung: 2. Teil, fol. 233r–245r. Titel: Der Hörnen Sewfriedt. Sigle: A. Literatur: von der Hagen 1812, S. 52; Grimm 1829, S. 309 (Nr. 149); Golther 1889, S. ix. Online: Vollanzeige
    • (2) Nürnberg: Johan Koler, 1577. Standorte: Gotha u.a. Sigle: B
    • (3) Nürnberg: Leonhard Heußler, 1588. Standorte: Berlin u.a. Sigle: C
    • (4) Nürnberg: Leonhard Heußler, 1591. Standorte: Halle u.a.
    • (5) Augsburg: Johann Krüger, 1614. Standorte: Berlin u.a. Beschreibung: S. 479–503. Titel: Der Hörnen Seyfrid. Sigle: K. Online: Vollanzeige
    • (6) Nürnberg: Johann Leonhard Schrag, 1819. Herausgeber: Johann Gustav Büsching (1783–1829). Standorte: Berlin u.a. Beschreibung: S. 84–138. Titel: Der hörnen Seifried. Online: Vollanzeige
    • (7) Leipzig: F. A. Brockhaus, 1871. Herausgeber: Julius Tittmann (1814–1883). Standorte: Berlin u.a. Beschreibung: S. 209–252. Titel: Der hörnen Seifrit. Online: Vollanzeige
    • (8) Halle: Max Niemeyer, 1880. Herausgeber: Edmund Goetze (1843–1920). Standorte: Berlin u.a. Beschreibung: S. 1–42, Abdruck von S. Titel: Der hürnen Seufrid (= Titelblatt). Online: Vollanzeige
    • (9) Tübingen: Max Niemeyer, 1880. Titelblatt: Hans Sachs. Dreizehnter Band. Herausgeber: Adelbert von Keller (1812–1883) und Edmund Goetze (1843–1920). Reihe: Bibliothek des Literarischen Vereins in Stuttgart, Nr. 149. Standorte: Braunschweig u.a. Beschreibung: S. 334–377, kritische Ausgabe nach der Druckfassung. Titel: Der hörnen Sewfriedt. Online: Vollanzeige
    • (10) Leipzig: Breitkopf & Härtel, 1922. Herausgeber: Egon Schmid. Titel: Der Hörnen Seyfried. Reihe: Deutsche Volksspiele des Mittelalters, Nr. 1. Standorte: Berlin u.a.
    • (11) Hildesheim: Olms, 1964. Beschreibung: Nachdruck von Tübingen 1880. Standorte: Berlin u.a.
    • (12) Tübingen: Niemeyer, 1967. Beschreibung: Nachdruck von Halle 1880. Standorte: Berlin u.a.
  7. Autor: Wendelin Helbach (1518–1588). Datum: 1567. Titelblatt: Grobianus vnd Grobiana. Von vnfletigen/ groben/ vnhöflichen sitten/ vnd Bäwrischen gebärden/ Erstmals im Latein durch […] M. Fridericum Dedekindum beschrieben/ Jetzund aber nach der Teutschen version Caspari Scheidij gantz von newem zugericht vnd auffs artlichst vnd lustigst in Künstliche Reimen gestellet Durch Wendelinum Hellbachium von Mülberg/ auß Thüringen. Druckort: Frankfurt/M. Drucker: Christian Egenolffs des Älteren Erben. Beschreibung: erweiterte Bearbeitung der 1551 von Caspar Scheidt verfassten Reimübertragung des 1549 von Friedrich Dedekind veröffentlichten lateinischen Sinngedichts Grobianus, 224 Blätter, 8º, in sechs zusätzlichen Versen fasst Helbach drei Strophen des Anfangs zusammen (HS 9–11) und bezieht sich auf den dazugehörigen Holzschnitt, der den Drachentöter als nackten Jüngling darstellt. Standorte: Braunschweig u.a. Zitat: „wie Sewfrid viel würm verbrannt/ / Daruon ein hörnin Bächlin rand/ / Darauß er nackt zurselben fahrt / Sein[en] Leib bestrich/ vnd hörnern ward/ / Vnd nun daher in allem Land / Der Hörnen Sewfrid wirt genannt“ (fol. 95r = Grimm 1889, S. 351f). Literatur: Grimm 1889, S. 351f (Nr. 149b)
    • (2) Frankfurt/M.: Egenolffs Erben, 1572. Zitat: fol. 101v–102r (Buch I, Kap. 10). Standorte: Berlin u.a. Online: Vollanzeige
    • (3) Frankfurt/M.: Egenolffs Erben, 1586. Zitat: fol. 101v–102r (Buch I, Kap. 10). Standorte: Wittenberg u.a. Online: Vollanzeige
  8. Autor: Heinrich Pantaleon (1522–1595). Datum: 1568. Titelblatt: Der Erste Theil Teutscher Nation Warhafften Helden […] Getruckt zu Basel/ durch Lienhart Ostein. M. D. LXXVIII. (Abbildung). Druckort: Basel. Drucker: Leonhard Ostein (1538–1593, tätig ab 1571). Beschreibung: 403 + 591 + 534 Seiten, Übertragung der lateinischen Fassung Prosopographiæ heroum atque illustrium virorum totius Germaniæ, Pars Prima. Standorte: Magdeburg u.a. Zitat: „Bey den Teütschen hat bißher solliches niemand in einem besondere[n] buch zu vollbringen vnderstanden. Wan[n] auch bey den alten etlicher weniger Heiden leben beschriben/ ist dieses dermassen mit vnnützen fablen vnd merleinen besudlet/ daß kümerlich ein schatten der rechten warheit noch vorhande[n]. Der gestalt ist Herr Thieterich von Bern/ Meister Hiltebrandt/ Hürnen Seyfridt/ getreuwe Eck/ Hertzog Ernst/ vnnd andere der geleichen/ von dem gemeinen volck in liederen vnd Meistergesangen geprisen worden.“ (Vorrede, fol. 2v; lateinische Vorrede ohne Hinweis auf den Hürnen Seyfrid, vgl. Pantaleon 1565, Epistola, fol. 2v: „Theodericus Veronensis, Magister Hildeprandus, dux Ernestus, & alij“); eher Hinweis auf den Hürnen Seyfrid als auf den Rosengarten zu Worms. Literatur: Grimm 1869, S. 316 (Nr. 149c). Online: Vollanzeige
    • (2) Basel 1571. Standorte: Halle u.a.
    • (3) Basel: Ostein, 1578. Standorte: Aurich u.a.
  9. Autor (ermittelt): Bruno Seidel (um 1530–1591). Datum: 1568. Titelblatt: Sententiæ Proverbiales de Moribus, Carminibus antiquis conscriptæ: Cum interpretatione Germanica, nunc primùm selectæ et editæ. […] Basileæ, Ex Officina Oporiniana, 1568. (Abbildung). Druckort: Basel. DruckerJohannes Oporinus (1507–1568). Beschreibung: 134 Seiten, 8º. Standorte: Wolfenbüttel u.a. Zitat: „Corneus Seufridus bonus“ im Vorwort als beliebtes Volksbuch beschrieben (S. 8). Literatur: Golther 1889, S. ix. Online: Vollanzeige
    • (2) Basel, Johann Oporinus‘ Nachfolger, 1576. Standorte: Halle u.a. Zitat: fol. a4r. Online: Vollanzeige
    • (3) Basel, Johann Oporinus‘ Nachfolger, 1582. Standorte: Berlin u.a. Zitat: fol. a4vOnline: Vollanzeige
    • (4) Frankfurt/M.: Nikolaus Basses Witwe, 1589. Standorte: Bremen u.a. Zitat: fol. B3r. Online: Vollanzeige
  10. AutorMichel Harder (aus Zwickau, seit 1566 Buchhändler in Frankfurt). Datum: 1569. Titel: Register fastenmeß Anno 69 Angefangen den 9. Martij (Abbildung). Beschreibung: 29 Blätter, im Zweiten Weltkrieg zerstörtes handschriftliches Verzeichnis über 5918 von Michel Harder an der Fastenmesse 1569 in Frankfurt am Main verkaufte Bücher, fünf gingen am 31. März nach Münster, vier am 1. April nach Stuttgart, 25 am 4. April nach Worms, dort zu einem von vier auf drei Schilling gesenkten Preis. Früherer Standort: Frankfurt am Main (vgl. Estermann 2005, S. 67). Zitate: „5 Hirnen Seufried 4 – 20“ (fol. 13v), „4 Hirnen Seufrid 4 – 16“ (fol. 20v); „25 Hirnen Seufrid 3 – 75“ (fol. 21r). Literatur: Kelcher/Wülcker 1873, S. viii; Golther 1889, S. ix. Online-Edition: Kelcher/Wülcker 1873
  11. AutorJohann Fischart (1546/1547–1591). Datum: 1570. Titelblatt: Nacht Rab oder Nebelkräh. Von dem vberauß Jesuwidrischen Geistlosen schreiben vnnd leben des Hans Jacobs Gackels/ der sich nen[n]et Rab? Darinnen darneben von der Jesuwider Nachtrabischem wesen vnd stand/ ihren schlimmen Räncken/ grifflein/ fünlen vnd künstlen/ vnnützem geschwetz/ auch von irem saubern Ordens ankunfft gehandelt vnd gemeldet wird/ allen Christliebenden/ in dieser gefährlichen zeit/ zur warnung geschrieben. [Holzschnitt] M. D. LXX. (Abbildung). Druckort: unbekannt. Drucker: unbekannt. Beschreibung: 61 Blätter, 8º, religiöse Kampfschrift gegen den Jesuiten Johann Jakob Rab, 3755 Verse. StandorteKrakau u.a. Zitat: „Der hörnen Sewfrid gilt nicht mehr“ (fol. B8r). Literatur: Jänicke 1872, S. 330; Grimm 1889, S. 354 (Nr. 150); Kühlmann 2001, S. 5f. Online: Vollanzeige
    • (2) Leipzig: Weber, 1866. Zitat: v. 857 (S. 25). Beschreibung: Abdruck der Erstausgabe. Herausgeber: Heinrich Kurz (1805–1873). Standorte: Potsdam u.a. Online: Vollanzeige
  12. Autor: Christoph Wilhelm Putsch (1542–1572). Datum: 1571. Titelblatt (nach Ausgabe von 1601): De Haymone Gygante, Et Origine Monasterii Hvivs Vvilthinensis Sacrosancta Antiquitate venerandi […] Christophori Gulielmi Putschii ab Haching Tyrolensis […] M. D. LXXI. […] Gedruckt zu Augspurg bey Johann Schulten Jm Jar 1601 (Abbildung). Druckort: vermutlich Innsbruck. Drucker: unbekannt. Beschreibung: 1 Blatt, 2º, 50 Distichen über das angeblich vom Riesen Haymon gegründete Stift Wilten bei Innsbruck. Standort: verschollen. Zitat: „ut quendem perhibet Seyfridum Martia tellus / Vangionum, cui sunt cornea membra viro“ (v. 11f). Literatur: Mone 1836, S. 288; Müllenhoff 1865, S. 379; Grimm 1889, S. 178 (Nr. 59b)
  13. Autor: Paul Ottenthaler (–1556–1571–). Datum: 1571. Titelblatt (nach Ausgabe von 1601): De Haymone Gygante Et Origine Monasterii Hvivs Vvilthinensis Sacrosancta Antiquitate venerandi […] Volget die Histori von dem ersten Vrsprung vnd Anfang deß löblichen vraltenj Gottshauß vnd Klosters zu Wilthan […] Durch Paulsen Ottenthaler, der freyen Künst Magister, auß hieneben gesetzten Latein, inn Teutsche Rheim trewlich verfasset, Im 1571. Jar. […]. Gedruckt zu Augspurg bey Johann Schulten Jm Jar 1601 (Abbildung). Druckort: Innsbruck. Drucker: unbekannt. Beschreibung: 1 Blatt, 2º, 100 Knittelverse, freie Übersetzung von Putschs lateinischem Gedicht über den Riesen Haymon. Zitat: „Der Höldt Seyfrid, wie man dann sagt/ / Bey Worms am Rhein wont vnuerzagt“ (v. 11f). Literatur: Mone 1836, S. 290
    • (2) Innsbruck: Hans Paur (tätig 1577–1602), 1597. Zitat: Schilling 1990, S. 266. Standort: unbekannt
    • (3) Augsburg: Hans Schultes der Ältere (1542–1619, tätig ab ca. 1577), 1601. Standort: Frankfurt/M. (vermutlich Unikum). Online: Vollanzeige
    • (4) Innsbruck: Daniel Paur (tätig 1602–1639), 1606. Standorte: Wolfenbüttel u.a. Online: Vollanzeige
    • (5) Wilten 1634. Zitat: „Der höldt Seyfrid“. Beschreibung: Holzschnitt von Andreas Spängler (1589–nach 1669), mit geringfügigen Abweichungen von Ottenthalers Fassung, auf einer Holztafel des Klosters. Standort: Wilten. Literatur: Grimm 1889, S. 179. Online: Anonym 1821, S. 33 (Abdruck); Nepomuk 1857 (Abdruck)
  14. AutorJohann Fischart (1546/1547–1591). Datum: 1575. Titelblatt: Affenteurliche vnd Vngeheurliche Geschichtschrift Vom Leben/ rhaten vnd Thaten der for langen weilen Vollenwolbeschraiten Helden vnd Herrn Grandgusier/ Gargantoa/ und Pantagruel/ Königen inn Vtopien vnd Ninenreich. Etwan von M. Francisco Rabelais Frantzösisch entworfen: Nun aber vberschrecklich lustig auf den Teutschen Meridian visirt/ vnd vngefärlich obenhin/ wie man den Grindigen laußt/ vertirt/ durch Huldrich Elloposcleron Reznem. Si premas erumpit: Si laxes effugit. [Holzschnitt]. Anno 1.5.7.5. (Abbildung). Druckort: Straßburg. DruckerBernard Jobin (tätig 1570–1594). Beschreibung: 232 Blätter, 57 Kapitel, 8º, Illustrationen. StandorteWolfenbüttel u.a. Vier Zitate: Kap. 1 (fol. B4v: Gargantua verglichen mit anderen literarischen Gestalten, unter anderem dem „Ris Kupran“), Kap. 10 (fol. L3r: „Wolfhar/ Hildeprant/ Sigfrid“), Kap. 10 (fol. L3v: „Grim[m]hild“), Kap. 26 (fol. R7r: „die mit kütreck getauft sind/ die werden nicht federig: Vnd sind for den Neidbissigen Momhunden wol sicher/ besser als der Trachenplutgetauft Hörnin Sifrid vor stich vnd wunden“), Kap. 28 (fol. T3r: Zitat fehlt), Kap. 36 (fol. X5r: Zitat fehlt), Kap. 46 (fol. bb7r: „was halff es den Hörnin Sigfrid/ das er fornen hörnin war/ und am rucken zuerstechen gar: fornen beschlossen/ hinden erschossen“), Kap. 56 (fol. ee4r: ein Mönch trägt eine Kreuzstange „wie d[er] hörnin Seifrid am Neue[n] thurn zu Worms“). Literatur: von der Hagen 1812, S. 51; Grimm 1829, S. 311f (Nr. 150); Jänicke 1872, S. 332; Golther 1889, S. xv. Online: Vollanzeige
    • (2) Straßburg: Bernard Jobin, 1582. Titelblatt: Affentheurlich Naupengeheurliche Geschichtklitterung/ Von Thaten vnd Rahten der vor langenweilen vollenwolbeschreiten Helden vnd Herrn Grandgusier/ Gargantoa vnd Pantagreul, Königen inn Vtopien. Etwan von M. Frantz Rabelais Frantzœsisch entworffen, nun aber […] inn einen Teutschen Model vergossen […] Durch Huldrich Elloposcleron. […] 1582. Beschreibung: 286 Blätter, 8º, Illustrationen, erweiterte Fassung. Standorte: Berlin u.a.
    • (3) Straßburg: Bernard Jobin, 1590. Titelblatt: Affentheurlich Naupengeheurliche Geschichtklitterung Von Thaten vnd Rhaten der vor kurtzen langen vnnd je weilen Vollenwolbeschreiten Helden vnd Herren Grandgoschier Gorgellantua vnd deß […] Fürsten Pantagruel von Durstwelten/ Königen in Vtopien […] Etwan von M. Frantz Rabelais Frantzösisch entworffen: Nun aber vberschrecklich lustig in einen Teutschen Model vergossen […] Auch zu disen Truck wider auff den Ampoß gebracht […] Durch Huldrich Elloposcleron. […] Gedruckt zur Grenflug im Gänsserich. 1590. (Abbildung). Beschreibung: 565 Seiten, 57 Kapitel, 8º. Sechs Zitate: Kap. 1 (S. 50: „Riß Rupran“), Kap. 10 (S. 203204), Kap. 26 (S. 330), Kap. 27 (S. 359: Gargantuas Wirte „halfen ein weil dem Vulcano schmiden/ wie der Hörnen Seifrid/ der den Ampoß trey Klaffter inn die Erd schlug“, vgl. HS 5 + 66), Kap. 35 (S. 426: „Wo ich mit dem hunger zu Feld muß ligen kan ich mit dem Feind nicht kriegen/ kont doch der Hörnen Seifrid auff einmal nit zwen bestehn/ viel weniger ich den Mars und Hunger“), Kap. 45 (S. 491), Kap. 55 (S. 538: „wie der hörnin Seifrid am newen Thurn zu Worms gege[n] dem Rein zu“). Standorte: Halle u.a. Online: Vollanzeige
    • (4). Straßburg: Bernard Jobins Erben, 1594. Titelblatt: Affentheurlich Naupengeheurliche Geschichtklitterung […]. (Abbildung). Beschreibung: 16 Seiten + 262 von 17 bis 288 nummerierte Blätter, 57 Kapitel, 8º, Illustrationen. Zitate: Kap. 1 (fol. 30v), Kap. 10 (fol. M3r, M3v), Kap. 25 (fol. 170v), Kap. 27 (fol. 185r), Kap. 35 (fol. 218v), Kap. 44 (fol. 251r), Kap. 55 (fol. 274v). Standorte: Berlin u.a. Online: Vollanzeige
    • (5) Straßburg: Bernard Jobins Erben, 1600. Standorte: Berlin u.a.
    • (6) Straßburg: Bernard Jobins Erben, 1605. Standorte: Braunschweig u.a.
    • (7) Straßburg: Bernard Jobins Erben, 1608. Zitate: Kap. 1 (fol. C6v), Kap. 10 (fol. N2r), Kap. 25 (fol. V5v), Kap. 27 (fol. Y4r), Kap. 35 (Cc5v), Kap. 45 (Gg5r), Kap. 55 (fol. Kk3v). Sandorte: Erfurt u.a. Online: Vollanzeige
    • (8) Straßburg: Bernard Jobins Erben, 1617. Standorte: Göttingen u.a. Online: Vollanzeige
    • (9) Straßburg: Bernard Jobins Erben, 1631. Standorte: Erfurt u.a. Online: Vollanzeige
    • (10) Halle/S.: Niemeyer, 1891. Titelblattt: Johann Fischarts Geschichtsklitterung (Gargantua). Synoptischer Abdruck der Bearbeitungen von 1575, 1582 und 1590. Herausgeber: Albert Alsleben. Zitate: Kap. 1 (S. 37), Kap. 10 (S. 162), Kap. 25 (S. 269), Kap. 27 (S. 292), Kap. 35 (S. 347), Kap. 45 (S. 400), Kap. 55 (S. 440). Standorte: Hannover u.a. Online: Vollanzeige
    • (11) Weimar: Hof-Buchdruckerei, 1895. Standorte: Oldenburg u.a.
    • (12). Halle: Niemeyer, [nach 1899]. Herausgeber: Hildegard Schnabel. Beschreibung: Neuausgabe von Halle 1891. Standorte: Schwerin u.a.
    • (13) Düsseldorf: Rauch; Darmstadt: Wiss. Buchges., 1963. Herausgeber: Ute Nyssen. Beschreibung: 442 Seiten, Nachdruck der Ausgabe von 1590. Zitate: Kap. 110, 25, 27, 35, 45, 55. Standorte: Aurich u.a. Online: Vollanzeige (Transkription)
    • (14) Darmstadt: Wiss. Buchges., 1967. Standorte: Osnabrück u.a.
    • (15). Halle: Niemeyer, 1969. Beschreibung: Nachdruck der Ausgabe von Schnabel. Standorte: Berlin u.a
    • (16) Darmstadt: Wiss. Buchges., 1977. Beschreibung: Nachdruck der Ausgabe von 1963. Standorte: Halle u.a
  15. Autor: Lienhart Flexel (†nach 1577). Datum: um 1575. Titelblatt: Die Ordentliche Beschreibung des Frey vnd Herrn Schiesen mit Armbrost vnd mit Ainem Glikhs Haffen dis gehaltten hatt die Kaiserlich Frey vnd Reichs Statt Wormbs, Haben geben zum Besten 50 fl. vnd mit dem Haffen 32 fl, Hat Angfangen den 7 Tag Augustus dis 75 Jar, Als in Reimweis verfasst durch Lienhart Flechsel, Britschenmaister von Augspurg. (Abbildung). Beschreibung: 59 Blätter, mit Reimspruch des Augsburger Pritschenmeisters Lienhart Flechsel in 1368 Versen auf das Armbrust- und Büchsenschießen in Worms 1575, hier Hinweis auf den Rosengarten zu Worms, die Wormser Wandmalereien und die Drachentötung, vielleicht durch den Hürnen Seyfrid bekannt. Überlieferung: 1 Handschrift. Standort: Heidelberg. Zitate: „Mit dem gewurm was ihr nit woll / Darumb da was das land gar voll, / Mit trachn lindwurm musz ich sagen / Der Seufridt had es all erschlagen, / Er hat gewont woll an dem Rhein / Der Rossengarten gab man jm ein, / Künigin Grimhildin hatn baut, / Herr Diettrich von Bern hat in bschaut,“ (v. 435–440: fol. 12r = Worms 1862, S. 11); „Grimhiltin liesz den Berner ladn, / Dasz er in jren gartten kom / Vnnd seine helten mit jm nom“ (v. 448–450: fol. 12r = Worms 1862, S. 11); „Ich stund davuor vnd sach es [das Rathaus] an / Grosz risen waren gmalt daran / Mit jrn grossen rissen stangen / Grimhildin die kam gegangenn / Vnnd thut ein krancz bey ihr tragen“ (v. 525–529: fol. 13v = Worms 1862, S. 13). Literatur: Grimm 1889, S. 484f (Nr. 151c). Online-Ausgabe: Worms 1862. Online: Heidelberg, UB, cpg. 405
  16. AutorJohann Fischart (1546/1547–1591). Datum: 1580. Titelblatt: Binenkorb Deß Heyl. Römischen Imenschwarms/ seiner Hum[m]elszellen (oder Him[m]elszellen) Hurnaußnäster/ Brämengeschwürm vnd Wäspengetöß. […] Zu Christlingen/ Anno 1580. (Abbildung). Druckort: Straßburg. DruckerBernard Jobin (tätig 1570–1594). Beschreibung: 246 Blätter, antipäpstliche Satire in 4 Teilen, 8º. Standorte: Berlin u.a. Zitat: „DJe Schlußrede nun betreffend/ die M Gentianus hiernach anhengt/ die ist fürwar sehr artig vn[d] spitzsinnig: vnd ist eyn gattung von eyner beweisung/ welche die Pedagogisten zu Löuen vnd Cölln nennen Argumentum cornutum, das ist/ eyn gehörnte Schlußred. [Im Rand:] Hörnin Seifrids Argument.“ (Teil 4, Kap. 2: fol. 173v, Erstauflage ohne die Randbemerkung, vgl. Fischart 1579, fol. Y5v). Literatur: Grimm 21867, S. 318 (Nr. 150). Online: Vollanzeige
    • (2) Straßburg: Bernard Jobin, 1581. Zitat: 173v („Hörnlin [!] Seifrids Argument“). Standorte: Berlin u.a. Online: Vollanzeige
    • (3) Straßburg: Bernard Jobin, 1586. Zitat: 173v („Hörnlein [!] Seifrids Argument“). Standorte: Berlin u.a. Online: Vollanzeige
    • (4) Straßburg: Bernard Jobin, 1588. Zitat: fol. 190v. StandorteGöttingen u.a. Online: Vollanzeige
    • (5) Straßburg: Jobin, 1600. Zitat: fol. 190v. Standorte: Schwerin u.a. Online: Vollanzeige
  17. AutorJohann Fischart (1546/1547–1591). Datum: 1588. Titelblatt: Ernewerte Beschreibung/ der Wolgedenckwürdigen Alten vnd warhafften verwunderlichen Geschicht. Vom Herren Petern von Stauffenberg genant Diemringer/ auß der Ortenau bei Rein/ Rittern: Was wunders jhme mit einer Meervein oder Mörfähe seie begegnet: Darzu ein außführlicher Bericht vnd Vorred gethan worden/ warumb eben bei heutigem vielerlei Disputieren vom Zuaberwerck/ gegenwertige Beschreibung nunmals wider außkom[m]en: vnd dann sonderlich was von dergleichen vnd andern Familiaren oder geheimen zukuppeligen Geistern sei zuhalten. [Holzschnitt]. Zu Straßburg bei Bernhardt Jobin. 1588. (Abbildung). Druckort: Straßburg. DruckerBernard Jobin (tätig 1570–1594). Beschreibung: 84 Blätter, 8º, Versbearbeitung der Ahnennovelle Ritter von Staufenberg, mit einer 814 Verse langen Einleitung. StandorteJena u.a. Zitate: „Oder sollen wir Hülff erwarten / Von den Helden im Rosengarten/ / Dem Schrutan vnd Asperina / Dem Hörn Seifrid und Mönch Illzan?“ (fol. B2r); „Der Altzenfidler [Volker] konnt heut geigen / Vnd Morn im Rosengart sich zeygen/ / Die Hände welche den Bogen zogen/ / Zogen auch offt den Fidelbogen/ / Vnd was doch keyns vom andern gschendt/ / Eyn jedes gschah zu seinem End“ (fol. B5r). Literatur: Jänicke 1872, S. 330. Online: Vollanzeige
    • (2) Straßburg: Jobin, 1598. Standorte: Weimar u.a.
  18. AutorAnders Sørensen Vedel (1542–1616). Datum: 1591. Titelblatt: It Hundrede vduaalde Danske Viser/ Om allehaande Merckelige Krigs Bedrifft/ oc anden seldsom Euentyr/ som sig her vdi Riget/ ved Gamle Kemper/ Naffnkundige Konger oc ellers forneme Personer begiffuet haffuer/ aff arilds tid indtil denne neruærendis Dag. Prentet vdi Ribe paa Liliebierget/ aff Hans Brun. Anno M. D. IXC. Cum Gratia & Priuilegio. (‚Hundert ausgewählte dänische Lieder von allerlei bemerkenswerten Kriegstaten und anderen seltsamen Abenteuern, die sich in diesem Reich durch alte Kämpen, ruhmvolle Könige und andere vornehme Personen zugetragen haben, seit der grauen Urzeit bis zum heutigen Tag‘). (Abbildung). Druckort: Ribe/Ripen, Dänemark. Drucker: Hans Brun. Beschreibung: ca. 260 Blätter, A–Hh8, 8º. Standorte: Kopenhagen u.a. Zitat: „Frue Grimild/ som haffde først til ecte/ Herr Sigfred Horn/ som videligen omtales vdi Heldenbog“ (‚Frau Grimild, die in erster Ehe mit Herrn Sigfred Horn vermählt war, der im Heldenbuch weitschweifig Erwähnung findet‘) (fol. E1r); vermutlich Hinweis auf den Hürnen Seyfrid in Anlehnung an die Formulierung der Schlussstrophe (vgl. HS 179). Online: Vollanzeige (Early European Books mit Login)
  19. Autor: Georg Hager. Datum: 1592. Titel: Der todt bezwingt die streitbarn helden. Überlieferung: 3 Handschriften (Wien, NB, Cod. 13512, 13.08.1592, fol. 389r–390v = Sigle a; Dresden, LB, Mscr. M 6, fol. 533r–534v = Sigle b; Breslau, Ms. IV Fol. 88b/4, S. 594–597 = Sigle c), davon a und b Autographen. Beschreibung: Meisterlied über die unausweichliche Sterblichkeit der Menschen, mit Gibich und Siegfried neben anderen Helden aus Bibel, Sage und Geschichte angeführt, nach dem Vorbild eines Meisterlieds von Hagers Lehrer Hans Sachs gedichtet, von dem er selbst eine Kopie besaß (O Welt, ww ist dein meisterschaft, Sigle p). Literatur: Brunner 1990, S. 323f, Lienert 2008, S. 246 (Nr. 347). Edition: Bell 1947, S. 799–801 (Nr. 387, S. 1417)
  20. AutorCyriacus Spangenberg (1548–1604). Datum: 1594. Titelblatt: Ander Teil des Adelspiegels. Was Adel mache/ befördere/ ziere/ vermehre/ vnd erhalte: Vnd hinwider schwäche/ verstelle/ vnd verringere. Darinnen auch am Alder/ vnd sonst/ durch vielfeltige vnd mancherley Vermanung vnd Warnung/ in Sprüchen vnd Exempeln/ ein schöner Regentenspiegel Allen in der Obrigkeit/ in allen löblichen Tugenden/ ans Gottes Wort furgestellet wird/ Durch M. Cyriacum Spangenbergk. [zwei Holzschnitte] Gedruckt Zu Schmalkalden/ bey Michel Schmuck. Anno Christi 1594. (Abbildung). Druckort: Schmalkalden. DruckerMichel Schmuck (1535–1606, tätig ab 1564). Beschreibung: 6 + 490 + 7 Blätter, 2º. Standorte: Berlin u.a. Zitat: „Sigfried von Horn […]“ [vollständiger Wortlaut → verschollene Drucke] (fol. 272v), Nacherzählung des Hürnen Seyfrid mit freier Wiedergabe der zweiten Strophe, vermutlich nach Ba. Literatur: Grimm 1829, S. 313f (Nr. 154); Feifalik 1856, Sp. 403; Golther 1889, S. viii; Hermann 1902, S. 62; Bernhöft 1910, S. 93f; Golther 21911, S. x, xxi–xxiv; King 1958, S. 8f; Flood 1980, II, S. 28, 39f; Holzbauer 2003. Online: Vollanzeige
  21. Autor (ermittelt): Georg Rollenhagen (1542–1609). Datum: 1595. Titelblatt: Froschmevseler. Der Frösch vnd Meuse wunderbare Hoffhaltunge/ Der Frölichen auch zur Weyßheit/ und Regimenten erzogenen Jugend/ zur anmutigen aber sehr nützlichen Leer/ aus den alten Poëten vnd Reymdichtern/ vnd insonderheit aus der Naturkündiger von vieler zahmer vnd wilder Thiere Natur vnd eigenschafft bericht/ Jn Dreyen Büchern auffs newe mit vleiß beschrieben/ vnd zuvor im Druck nie außgangen. [Holzschnitt] Cvm Gratia Et Privilegio, &c. Gedruckt in Magdeburgk/ durch Andreas Gehn. Jm Jahr/ M. D. XCV. (Abbildung). Druckort: Magdeburg. DruckerAndreas Gehne (tätig 1562–1596). Beschreibung: 400 Blätter, 8º, satirisches Fabelepos in ca. 5500 Versen nach dem pseudohomerischen Froschmäusekrieg, wohl erster Beleg der modernen Namensform Siegfried. StandorteBerlin u.a. Zitat: bei ihrem Angriff auf die Mäuse werden die Krebse als „geharnischte Kriegsleut“ beschrieben und sehen aus „wie man den hörnin Siegfried mahlt“ (Buch III, 3, 10: Rollenhagen 1595, fol. Bbb 3r). Literatur: Grimm 1889, S. 356 (Nr. 152). Online: Vollanzeige
  22. AutorJakob Ayrer der Jüngere (1569–1625). Datum: 1597. Titelblatt: Historischer Processus Ivris. Jn welchem sich Lucifer vber Jesum/ darumb daß er jhme die Hellen zerstört/ eingenomen/ die gefangene darauß erlößt/ vnd hingegen jhnen Lucifern gefangen vnd gebunden habe/ auff das aller hefftigest beklaget. […] Durch Jacob Ayerern beyder Rechten Doctoren vnd Aduocaten in Nuerenberg. […] Gedruckt Zu Franckfort am Mayn/ druch Nicolaum Bassæum. M. D. XCVII. (Abbildung). Druckort: Frankfurt/M. DruckerNikolaus Basse (tätig 1562–1600). Beschreibung: 390 Blätter, 739 paginierte Seiten, „eine in lebendiger Darstellung an einem interessant gestalteten, praktischen Beispiel gegebene Vorführung des gesamten Zivilprozeßverfahrens mit allen seinen Umständlichkeiten, Kniffen und Hinauszögerungsmitteln“ (Lobeda), 2º. Standorte: Berlin u.a. Zitate: „So hat der Rieß Kuperan/ dem Ritter Seyfriedt/ König Sigismundts Im NiederLanden Sohn/ für den Schlüssel welchen er zu Grauholdten [= Krimhild!]/ deß Königs Gibiches Tochter am Rhein/ Gefengnuß gehabt/ vnwarhaffter weiß verlaugnet/ vnnd danach zum andernmahl darwider ein falschen Ayd geschworn/ vnnd sich damit Maineydig gemachtt/ vnnd sich selbsten beraubt/ daß er nich Zeug seyn kan/“ (S. 440f); „Kuperan der groß Rieß sagt/ auff zuuorgehende Beeydigung vnd erinnerung desselben wie volgt. Auff die gemeine Fragstück. 1 Er heiß Kuperan. 2 Er sey ber die fünffthalb hundert Jahr gar wol alt/ vnd hab sich essen vnnd Trincken/ vnd sonsten wie ein Kriegsmann ernehrt. […] 6 Ja/ er sey dauon wegen ein Rieß oder Ritter/ daß er Leuth erschlagen soll/ vnd hab ihrer viel erschlagen/ dargegen hab jhn der Hürnen Seyfried deß Königs auß Niederlanden Sohn auch erschlagen. […] 8 Er weiß nichts. 9 Nein. 10 Es gelt jhm gleich/ zu mahl wenn er nicht wider inn die Hell fahren dörfft.“ (S. 449). Literatur: Müllenhoff 1856, S. 379f; Grimm 1889, S. 359 (Nr. 156), S. 487 (die Abweichungen in den abrufbaren Editionen nicht gefunden); Lobeda 1953, S. 472. Online: Vollanzeige
    • (2) Frankfurt/M.: Nicolaus Basse, 1600. Zitate: S. 443, 452. Standorte: Erfurt u.a. Online: Vollanzeige
    • (3) Frankfurt/M.: Nicolaus Basse, 1601. Standorte: Göttingen u.a.
    • (4) Frankfurt/M.: Nicolaus Basses Erben, 1604. Zitate: S. 444, 453. Standorte: Berlin u.a. Online: Vollanzeige
    • (5) Frankfurt/M.: Wolfgang Richter, 1607. Standorte: Berlin u.a.
    • (6) Frankfurt/M.: Wolfgang Richter, 1611. Standorte: Berlin u.a.
    • (7) Frankfurt/M.: Wolfgang Richter, 1612. Zitate: S. 444, 453. Standorte: Wittenberg u.a. Online: Vollanzeige
    • (8) Frankfurt/M.: Wolfgang Richter, 1618. Standorte: Eutin u.a.
    • (9) Frankfurt/M.: Burck, 1623. Standorte: Kiel u.a.
    • (10) Frankfurt/M.: Burck, 1624. Zitate: S. 444,f, 453. Standorte: Rostock u.a. Online: Vollanzeige
    • (11) Frankfurt/M.: Burck, 1625. Zitate: S. 444, 453. Standorte: Berlin u.a. Online: Vollanzeige
    • (12) Frankfurt/M.: Schönwetter, 1643. Standorte: Halle u.a.
    • (13) Frankfurt/M.: Schönwetter, 1656. Standorte: Berlin u.a.
    • (14) Frankfurt/M.: Schönwetter, 1680. StandorteBerlin u.a.
    • (15) Frankfurt/M.: Bencard, 1691. Zitate: S. 497, 507. StandorteWeimar u.a. Online: Vollanzeige (ohne direkte Seitenanzeige)
    • (16) Frankfurt/M.: Bencard, 1697. StandorteWeimar u.a.
    • (17) Nürnberg: Locher, 1716. Standorte: Hamburg u.a.
    • (18) Nürnberg / Frankfurt/M. 1717. Standorte: Göttingen u.a.
    • (19) Nürnberg / Frankfurt/M. 1737. Standorte: Berlin u.a.
  23. AutorTheobald Hock (1573–nach 1624). Datum: 1601. Titelblatt: Schönes Blumenfeldt/ Auff jetzigen Allgemeinen gantz betrübten Standt/ fürnem[m]lich aber den Hoff-Practicanten vnd sonsten menigklichen in seinem Beruff und Wesen zu guttem und besten gestellet: Durch Othebladen Öckhen von Jchamp Eltzapffern Bermeorgisschen Secretarien. Recht bleibt Recht/ krump ist nicht schlecht. Jm Jahr M. D. CI. (Abbildung). Kolophon: Gedruckt zur Lignitz im Elsas/ durch Nickel Schöpssen/ 1601. Druckort: vermutlich Brünn. Drucker: vermutlich Bartholomäus Albrecht Fuhrmann (tätig 1601–1611). Beschreibung: 92 Seiten, 4º. Standorte: München u.a. Zitat: „Der hirnen Seyfrid mit seim kleinen Zwerge“ in einem Gedicht zusammen mit anderen Volksbüchern als „lähre Fabeln“ beschrieben (Kap. 5, Strophe 6, Vers 2), Nachahmung von Seidels Gedicht von 1551. Literatur: Golther 1889, S. ix
    • (2) Halle: Niemeyer, 1889. Herausgeber: Max Koch (1855–1931). Reihe: Neudrucke deutscher Litteraturwerke des XVI. und XVII. Jahrhunderts, Nr. 157-159. Beschreibung: Abdruck der Ausgabe von 1601. Zitat: S. 11. Standorte: Potsdam u.a. Online: Vollanzeige
    • (3) Bonn: Bouvier, 1975. Herausgeber: Klaus Hanson. Standorte: Berlin u.a.
  24. AutorJon Jakobsen Venusinus (um 1558–1608). Datum: 1603. Gewöhnlicher Titel: Hvenische Chronik. Titel der Originalhandschrift: Om Hueen mellum Sielandt oc Schaane (Abbildung). Standort: Stockholm, Kungliga Biblioteket (Signatur: K 23). Beschreibung: 16 Blätter, letztes Stück eines Sammelbandes, 4º. Sigle: S. Zitat: Hagen ermordet Sigfrid Horn an „enn kilde kaldes koldekilde eller koldebrynnd“ (‚einer Quelle genannt Kaltequelle oder Kaltbrunnen‘) (fol. 4r); vermutlich so genannt in Anlehnung an den Vers „Ob eynem prunnen kalt“ (HS 1786, vgl. NLB 966). Literatur: Brockstedt 1908, S. 98; Andersen 2007, S. 310f
    • Abschrift: Kopenhagen, Det Kongelige Bibliotek (Signatur: Addimenta 107 fol.). Beschreibung: um 1650, 7 Blätter, 2º. Sigle: K
    • (1) Erstdruck: Kiøbenhavn: Dorothea Schultz, 1818. Titel: Sagabibliothek med Anmærkninger og indledende Afhandlinger. Herausgeber: Peter Erasmus Müller (1776–1834). Beschreibung: Bd. 2, S. 408–414, kürzende Wiedergabe der Hvenischen Chronik nach K, ohne Erwähnung der Quelle (S. 409). Standorte: Berlin u.a. Online: Vollanzeige
    • (2) Kjöbenhavn: Thiele, 1853. Titel: Danmarks gamle Folkeviser. Herausgeber: Svend Grundtvig (1824–1883). Beschreibung: Bd. 1, S. 38–44, Abdruck der Hvenischen Chronik nach K. Zitat: S. 39. StandorteBerlin u.a. Online: Vollanzeige
    • (3) Berlin: Mayer & Müller, 1892. Titel: Die Hvenische Chronik in diplomatischem Abdruck nach der Stockholmer Handschrift. Standorte: Berlin u.a. Herausgeber: Otto Luitpold Jiriczek (1867–1941). Beschreibung: xvii + 39 Seiten, kritische Ausgabe nach S. Zitat: S. 6f. Standorte: Berlin u.a. Online: Vollanzeige
    • … weitere Ausgaben und Übersetzungen → Hvenische Chronik
  25. AutorMelchior Goldast (1578–1635). Datum: 1604. Titelblatt: Paræneticorvm Vetervm Pars I. In qua producuntur Scriptores VIII. S. Valerianus Cimelensis. S. Columbanus Abbas. Dinamius Grammaticus. S. Basilius Episcopus. Anneus Boetius. Tyrol Rex Scotorum. Winsbekius Eq. Germanus. Winsbekia, nobilis Germana. Cum Notis Melchioris Haiminsfeldi Goldasti. Ex Bibliotheca & Sumtibus Bartholemæi Schobingeri IC. Adiectæ Cvnradi Rittershvsii IC. Conjectvræ in Panegyricos veteres. Insulæ, Ad lacum Acronium, permissu superiorum. Ex Officina Typographica Ioannis Lvdovici Brem. Anno M. D. CIV. (Abbildung). Druckort: Lindau. DruckerHans Ludwig Brem (1559–1623, tätig 1592–1620). Beschreibung: 490 Seiten und 24 Blätter, Kommentare zu älteren deutschen Texten, 4º. Standorte: Berlin u.a. Zitate: „Vetus Poeta in Hörnin Súfrid; Ia hettest du betuungen / Das halb teil dirre erdn, / Vnd zwo vnd sibenzig zungen / Das si dir dienten gern.“ (S. 369); „Anonymus in Húrnin Súfrid, de pygmæo Eugelo; Er nam ein nebelkappen / Vnd warfs úber den man, / VVie viend der Ris im ware / Noch müst er in verlorn han.“ (S. 450f); „Anonymus in Húrnin Súfrit; Du böswiht tugend ber. ita vet. editio: vulgò ler.“ (S. 452); drei Passagen mit insgesamt 11 Versen (HS 541–4; 895–8; 937f; 762), nach einer alten Edition zitiert, vermutlich Jobst Gutknechts Erstdruck (G). Literatur: Adelung 1784, S. 51; Koch 1795, S. 121f; von der Hagen 1811, Anhang, S. 3; von der Hagen 1812, S. 51; Grimm 1829, S. 317f (Nr. 159); Golther 1889, S. viii; Herrmann 1902, S. 62; Bernhöft 1910, S. 111f; Golther 21911, S. x, xxii, xxiv; King 1958, S. 8, 89f; Flood 1980, II, S. 28, 40–42, 154f. Online: Vollanzeige
  26. Autor: Matthias Quad (1557–1613). Datum: 1609. Titelblatt: Teutscher Nation Herligkeit. Ein außfuhrliche beschreibung des gegenwertigen/ alten/ und uhralten Standts Germaniae […] beschrieben vnd an tag geben. Durch Matthis Quaden von Kinckelbach. Gedruckt zu Cölln am Rhein/ Jn verlegung Wilhelm Lutzenkirchens. Jm Jahr M. DC. IX. (Abbildung). Druckort: Köln. DruckerWilhelm Lützenkirchen (tätig 1586–1634). Beschreibung: 4 Blätter + 460 Seiten + 2 Blätter, 4º. Standorte: Berlin u.a. Zitat: „die anderen wollen es [= Worms] hab den nahmen von den grossen Wurmen/ welche nach erster zerstörung dieser Statt daselbst erwaxen vnnd gefunden worden. der gemeine Man helts dafur es hab den namen behalten von dem grossen Wurm oder Trachen der alda des Königs dochter durch die lufft entfuret/ welchen nachmals der Hurnen Seyfrid im Odenwalt erschlagen vnd die Jungfraw wider erlöset/ wie derselbe Trach mit sampt der Jungfrawen vnd jren brudern sampt Seyfriden zu Wurmbs vff dem Marck an einem vberalten gebew (die Muntz genant) gantz antiquitetisch abgemalt stehen/ dabey auch d[a]z gebein von den Reisen vnd Trachen welche Seyfrid vberwunde[n]/ in eisene ketten gefasset/ hange[n] thuu [für thun]: item außwe[n]dig an der Meinzer pforten sieht man auch die alte contrafeitung des Drachen/ vnd am Rein vff dem newen thurn im eck der stattmauern siehet man auch den Seyfriden so ist auch noch ein fliege[n]der Wurm oder Drach der Schiltfuret des wapens dieser Statt/ welches ein Schlussel ist/ den Seyfrid dem Reisen abgewunnen/ damit er vnden den Velsen vffschlos vmb oben zu der Jungfrawen hinauff zu komen/ vnd denselben schlussel hat Seyfrid da fort mit heim gen Wurmbs gefurt, vnd hat jn die Statt zur ewigen gedechtnus in jhrem schilt gefaßt; sampt andere antiquiteten von den Riesen vnnd jhren waffen noch mehr so man da in der Statt finde. Dieses alles ist wol ein gantz scheinbarliche red/ die wol ein feines ansehen hat: so were aber diese frag dargegen ob dan die Statt nit auch den nahmen Wurmbs gehat habe vor der zeit des Hurnen Seyfrids.“ (Kap. 35: S. 145f). Literatur: Grimm 1829, S. 315f (Nr. 157); Grimm 1889, S. 359f. Online: Vollanzeige
  27. AutorMarquard Freher (1565–1614). Datum: 1612. Titelblatt: Originvm Palatinarvm Pars Secunda. Marqvardo Frehero Consiliario Archi-Palatino Auctore. […] Typis Gotthardi Voegelini. MDCXII. (Abbildung). Druckort: Heidelberg. DruckerGotthard Vögelin (1572–1634, tätig 1599–1623). Beschreibung: 6 Blätter + 106 Seiten (= 20 Kapitel) + 1 Blatt + 22 Seiten, 2º, erster Teil 1599 ohne die Stelle erschienen (Freher 1599) und 1612 wieder herausgegeben. StandorteErfurt u.a. Zitat: im Abschnitt über Worms Beschreibung des Riesengrabs und Hinweise auf den Rosengarten zu Worms, den Waltharius und im Rand auf den „Hürnin Seyfrid“, vermutlich ist ein Druck des Lieds gemeint (Kap. 13: S. 62). Literatur: Zeiller 1632, S. 312; Grimm 1829, S. 316f (Nr. 158). Online: Vollanzeige
  28. Autor: Tobiáš Mouřenín († nach 1625), Dramatiker aus Litomyšl/Leitomischl, nennt sich als Übersetzer in der Schlussstrophe „Mauřenin“ (Flood), normalisiert „Mouřenin“ (Prusík). Datum: 1615. Titelblatt: Summownj || Kronyka welmí pĕ= || kná/ o sylném Rohowém Say= || ffrydowi/ w Rytmy uwedená a || s figürami ozdobená. || Nynj w nowĕ wytisstĕná / || [Holzschnitt: Ritter vor einem König in einer Türöffnung] || W Praze / v Mikulasse Psstrosa. || Létha M DC XV || (Abbildung) (‚Inhalt. Eine sehr schöne Geschichte von dem starken, gehörnten Sayfryd, in Verse gebracht und mit Figuren geschmückt. Nun erneut gedruckt. In Prag von Nicolaus Strauß im Jahr 1615.‘) Druckort: Prag. Drucker: Mikuláš Pštros (tätig 1588–1625). Beschreibung: 36 Blätter (A–D8E4), 71 unpaginierte Seiten, verhältnismäßig treue tschechische Übertragung in 1397 Versen, Namen nur teilweise verändert, 27 Holzschnitte, 16º. Standort: Prag, Narodní knihovna, Klementinum (Signatur: 54 K 11.790, nicht im Onlinekatalog). Literatur: Prusík 1891; Golther 21911, S. ixf; Zatočil 1959; King 1958, S. 7; Flood 1980, II, S 25f, 42f, 157–159; Kopecký 1983; Kopecký 1995; Holzbauer 2000. Sigle: P (Flood)
    • (2) Prag 1891. Titel: Kronika o Rohovém Sayfrydovi. Herausgeber: František Xaver Prusík (1845–1905). Beschreibung: S. 57–104, kommentierte Neuausgabe. Reihe: Sitzungsberichte der Königlichen böhmischen Gesellschaft der Wissenschaft. Classe für Philosophie, Geschichte und Philologie. Online: Vollanzeige
    • (3) Praha: Academia, 1995. Titel: Veršovaná tvorba. Herausgeber: Milan Kopecký (1925–2006). Beschreibung: S. 143–184, kommentierte Neuausgabe. Standorte: München u.a.
    • (4) Rotenegg 2000. Herausgeber: Siegfried Holzbauer. Beschreibung: Kurzvorstellung mit Abbildung der Holzschnitte, nur als Online-Ausgabe. Online: Vollanzeige
  29. Autor: Johannes Staricius (1580–nach 1615). Datum: 1615. Titelblatt: HeldenSchatz, Das ist; Naturkündliches Bedencken vber vn[d] bey Vulcanischer, auch Natürlicher Magischer Fabrefaction vnd zubereitung der Waffen deß Helden Achillis in Griechenlandt. Daraus neben viele[n] Secretis zu vernehmen, was zu sonderbarer Martialischer Außrüstung eines Kriegshelden vnd Ritters fürnemblich gehörig/ Gestellet durch einen fürtrefflichen hocherfahrnen Philosophum vund Kunstwissenden: Zu Ehren aber, Dienst vnd Wolgefallen allen […] vund Ritterstandts Personen, auch Kriegsleuthen an Tag gegeben. Durch Joannem Staricium publicum Notarium. Druckort: Frankfurt/M. Drucker: Steinius. Beschreibung: 12 Blätter und 215 Seiten, alchemistische Schrift, vermutlich mit dem Zitat, 12º. Standorte: Göttingen, Wolfenbüttel (keine weiteren Exemplare ermittelt). Literatur: Grimm 1829, S. 319f (Nr. 165); Grimm 1889, S. 491
    • (2) 1616. Titelblatt: Ernewerter vnd Künstlicher HeldenSchatz, Das ist; Naturkündliches Bedencken […] Durch Joannem Staricium publicum Notarium- Gedruckt im Jahr 1616. Beschreibung: 50 Blätter (= A–M4N2), 4º. Standort: Wolfenbüttel (kein weiteres Exemplar ermittelt). Zitat: „Marcus Claudius paradinus meldet in Heroic[is] von dem D. Thoma de Aquino, daß derselbe habe ein Messer gehabt/ mit dem er einen Eisen gestählten Amboß in der mitten hab von einander schneiden können. Deßgleichen seynd auch gewesen die Schwerdter deß Hörnin Seyfrieds/ dessen Geschicht zu Worms am Rathhauß von Alters hero kunstlich abgemahlet/ zum Zeugnuß Historischer Warheit noch heutiges Tags zu sehen seyn werden. So wird auch der Rosengarten daselbst/ in welchem bey seiner zeit/ viel Helden er schlagen worden/ vnd er selbsten vmbs Leben kommen/ ausserhalb der Stadt daselbsten/ noch heutiges Tags gezeiget. Ein Brustharnisch/ der nicht durchgehawen oder durchstochen mag werden/ wird von Horn vnd Filtz gemacht/ soll deß Hörnin Seyfriden kunst gewesen seyn. Die Stadt Wormbs aber soll jhren Namen von Würmen haben/ nemlich von den vielen bösen Würmen/ so allda gewonet vnd bekommen worden. Deren dann der Hörnin Seyfried viel verbrandt vnnd erschlagen/ mit welcher Safft er sich geschmieret/ vnd also Hörnin worden. Wann auch jemand in der Singschulen der maister gesänge in loco publico daselbsten die Geschicht vom Hörnin Seyfried memoriter also/ außsingen kan/ daß von den deputirten obseruatoribus, Merckern oder Iudicirern, wie man sie zu nennen pfleget/ kein Verßlein außgelöscht oder notiret wird/ sondern selbige gantz außsingen/ so wird jhme ein gewiß stück Geld/ zu schuldiger Verehrung/ vom Rath der Stadt Wormbs/ alter Gewohnheit nach, geraichet. Jst derowegen nicht alles Fabelwerck vnd eytel/ was dißfalß etliche blinde Tieltappen / qui nihil sapidum putant, nisi quod ipsi sapiunt [= Tölpel (vgl. Grimms Wörterbuch), die nur das schmackhaft, was sie selber mögen], ja die nicht vermeinet hetten/ daß die welt so weit were / von dieser vnnd andern dergleichen Geschichten blateriren vnd narriren/ zu voren auß was von deß Seyfrieden Schwerdtern Meinung/ Roland/ Durant in Historien gefunden wird.“ (fol. E4r). Online: Vollanzeige
    • (3) Frankfurt: Stolzenberger, 1624. Titelblatt: New reformirter Heldenschatz. Beschreibung: 8 Blätter + 426 Seiten + 12 Seiten, 12º. Standorte: Wolfenbüttel u.a. Zitat: S. 78–80 (wie 1616). Online: Vollanzeige
    • (4) Ohne Ort 1628. Standorte: Wolfenbüttel u.a. Online: Titelblatt
    • (5) Ohne Ort 1647. Standorte: Wolfenbüttel u.a. Online: Titelblatt
    • (6) Ohne Ort 1658. Standorte: Hannover u.a.
    • (7) Ohne Ort 1670. Standorte: Wolfenbüttel u.a. Online: Titelblatt
    • (8) Ohne Ort 1676. Standorte: Weimar u.a. Online: Titelblatt
    • (9) Ohne Ort 1682. Standorte: Halle u.a. OnlineTitelblatt
    • (10) Ohne Ort 1685. Standorte: Berlin u.a.
    • (11) Ohne Ort 1690. Zitat: S. 71–73 (Wortlaut leicht geändert). Standorte: Erfurt u.a. Online: Vollanzeige
    • (12) Ohne Ort 1694. StandorteWittenberg u.a.
    • (13) Ohne Ort 1698. StandorteGöttingen u.a. Online: Titelblatt
    • (14) Ohne Ort 1702. Zitat: S. 71–73. StandorteMünchen u.a. Online: Vollanzeige
    • (15) Ohne Ort 1706. StandorteWolfenbüttel u.a.
    • (16) Ohne Ort 1730. Zitat: S. 44f. StandorteBerlin u.a. Online: Vollanzeige
    • (17) Frankfurt / Leipzig 1734. Zitat: S. 47–49 (Rückkehr zum ursprünglichen Wortlaut, aber mit längerem Zusatz). Standorte: Greifswald u.a. Online: Vollanzeige
    • (18) Frankfurt / Leipzig 1750. Zitat: S. 47–49. Standorte: Erfurt u.a. Online: Vollanzeige
    • (19) Köln 1750. Zitat: S. 54–57. Standorte: Göttingen u.a. Online: Vollanzeige
    • (20) Ohne Ort 1769. Standorte: Wolfenbüttel u.a.
    • (21) Freiburg/Br: Aurum: 1978. Beschreibung: Nachdruck der Auflage von 1750. Standorte: Göttingen u.a.
  30. Autor: unbekannt. Pseudonyme: Vespasianus Curidemus und Zachæus Pertinax. Datum: 1625. Titelblatt: Disputatio De Cornelio Et Ejusdem Natura Ac Proprietate. Cuius Positiones Sub Præsidio […] Vespasiani Curidemi omnium facultatum Doct. In illustri Gaudecapensium Academia publicè proponit Zachæus Pertinax Hierosolymitanus. […] 1627. Gremerstadi Apud Chrysippum Grillomannum, sumptibus Lippoldi Ohrenkrätzers. Druckort: unbekannt. Drucker: unbekannt. Beschreibung: 8 Blätter, satirische Sammlung von 41 Thesen über die Krankheit ‚Cornelius‘ (‚Katzenjammer‘), 4º. Standorte: Paris u.a. Zitat: „Materia Cornelij ex definitione colligitur: cum enim humidum radicale sit tenue, & calor nativus imbecillior, oritur spiritus quidam siccus & frigidus, ater, tristis, rarò subridens, sui impos, qualitercunq[ue] condensatus & incorporatus, & breviter tale monstrum, cui nec Homericus Polyphemus, nec Vergiliana Fama, nec Ovidiana gigantes, nec Horationa pictura, nec ullum vel à Wigaleisio, vel à Seufrido, vel ab Amadiso, vel à quopiam necessariorum ejus, debellatum portentum comparari queat.“ (Thesis Nr. 20: fol. A4r); die Krankheit als ein Ungeheuer beschrieben, das weder mit Polyphem noch mit denjenigen verglichen werden kann, die von Wigalois, Seufrid und Amadis bekämpft wurden, allgemeiner Hinweis auf die Drachen im Hürnen Seyfrid. Literatur: Grimm 1829, S. 319 (Nr. 162); Köhler 1869, S. 452–459. Online: Vollanzeige
    • (2) Gremerstadi (= fiktiver Ort) 1627. Zitat: S. A4r. Standorte: Braunschweig u.a. Online: Vollanzeige
    • (3) Rostock: Ferber, 1627. Titelblatt: Facetiæ Facetiarum, hoc est, Jocoseriorum Fasciculus novus, Exhibens Varia Variorum autorum scripta, non tàm lectu jucunda & jocosa; amœna & amanda, quàm lectu verè digna & utilia, multisve moralibus ad mores seculi nostri accommodata, illustrata & adornata. Anno M. DC. XXVII. Beschreibung: Aufnahme in die zweite Auflage einer Sammlung mit satirischen Abhandlungen, Erstauflage von 1615 nicht überprüft, 4º. Druckort: Rostock. Drucker (ermittelt): Augustin Ferber der Jüngere (tätig 1602–1631). Standorte: Berlin u.a. Online: Titelblatt
    • (4) Ohne Ort 1642. Titelblatt: Nugae Venales, Sive, Thesaurus Ridendi & Iocandi: Ad Gravissimos Severissimosque Viros, Patres Melancholicorum Conscriptos; Opus plane novum & necessarium; In quo quid contineatur, quaevis Pagina docebit. Anno 1642. Prostant apud Neminem; sed tamen Ubique. Druckort: unbekannt. Drucker: unbekannt. Beschreibung: Aufnahme in eine Sammlung von lustigen Geschichten. StandorteJena u.a.
    • (5) Ohne Ort 1644. Beschreibung: Neuauflage der Nugæ Venales. Standorte: Berlin u.a.
    • (6) Pathopoli (= ‚Krankstadt‘, fiktiver Ort) 1645. Beschreibung: 595 Seiten, dritte Auflage von Facetiæ Facetiarum. Standorte: Berlin u.a.
    • (7) Pathopoli (= fiktiver Ort) 1647. Beschreibung: 595 Seiten, vierte Auflage von Facetiæ Facetiarum. Standorte: Rostock u.a.
    • (8) Ohne Ort 1648. Beschreibung: Neuauflage der Nugæ Venales. StandorteBerlin u.a.
    • (9) Pathopoli (= fiktiver Ort) 1657. Beschreibung: 570 Seiten, fünfte Auflage von Facetiæ Facetiarum. Standorte: Rostock u.a. Zitat: S. 524. Online: Vollanzeige
    • (10) Ohne Ort 1662. Beschreibung: Neuauflage der Nugæ Venales. StandorteBerlin u.a.
    • (11) Ohne Ort 1663. Beschreibung: Neuauflage der Nugæ Venales. StandorteBerlin u.a.
    • (12) Ohne Ort 1681. Beschreibung: Neuauflage der Nugæ Venales. Standorte: Wolfenbüttel u.a.
    • (13) Ohne Ort 1689. Beschreibung: Neuauflage der Nugæ Venales. Standorte: Wolfenbüttel u.a.
    • (14) Pathopoli (= fiktiver Ort) 1697. Beschreibung: sechste und letzte Auflage von Facetiæ Facetiarum. Standorte: Lawrence u.a.
    • (15) Ohne Ort 1720. Beschreibung: Neuauflage der Nugæ Venales. Standorte: Berlin u.a. Zitat: S. 149. Online: Vollanzeige
    • (16) Londini 1741. Beschreibung: Neuauflage der Nugæ Venales. Standorte: Bamberg u.a. Zitat: S. 149. Online: Vollanzeige
  31. AutorMartin Zeiller (1589–1661). Datum: 1632. Titelblatt: Itinerarium Germaniæ Nov-Antiquæ. Teutsches Reyßbuch durch Hoch vnd Nider Teutschland auch angräntzende/ vnnd benachbarte Königreich/ Fürstenthumb vnd Lande/ als Vngarn/ Siebenbürgen/ Polen/ Schweden/ Dennemarck/ etc. So vor alters zu Teutschland gerechnet worden sein: […] Durch Martinum Zeillerum. Straßburg/ Jn Verlegung Lazari Zetzners Seligen Erben. Anno M. DC. XXXII. (Abbildung). Druckort: Straßburg. Drucker: Lazarus Zetzners Erben (tätig nach 1616). Beschreibung: 20 Blätter + 675 Seiten (= 20 Kapitel) + 21 Blätter, 2º, Hinweise auf den Rosengarten zu Worms, den Hürnen Seyfrid, Brusch 1551, Zorn 1570, Freher 1612 und die bei einem persönlichen Besuch beschauten Wandmalereien, aber keine persönliche Kenntnis des Hürnin Seyfrid. StandorteErfurt u.a. Zitate: „Wir haben allhie den Dom/ oder die Bischoffliche Hauptkirchen besichtigt/ so zimblich schlecht ist. Man hat vns daselbst eine Stange gewiesen/ so 66. Werckschuch lang/ die ein Rise/ so vor etlich hundert Jahren alda gelebt/ geführt haben solle. Es wurde vns auch hinder einem NonnenCloster (Freherus sagt in S. Cæcilien Kirchen) zwischen zwo Capellen sein Grab gezaigt/ so 47. meiner/ aber nach andern 44. Schuch lang ist. Ist mit Steinen gezeichnet. Bruschius in beschreibung obgedachts Closters zu vnser Frauwen sagt/ daß es der Hörnin Seyfrid// von deme ein Büchlein verhanden/ solle gewest sein: Vnd daß Keyser Maximilianus I. Anno 1495. dieses Grab/ so seiner des Bruschii 45. Schuch lang seye/ habe eröffnen lassen/ aber darinn nichts/ als Wasser gefunden. M. Fridericus Zornius, Rector daselbst/ schreibt/ daß dieses Keyser Fridericus IV. (den er mit andern fast den meisten/ den III. nent) gethan habe. Henricus Ofterdingus in seinem mit fabuln wol erfültem Heldenbuch/ gibt dieses für eine warheit auß. Freherus aber sagt/ daß was man von dem Corneo Sigefrido, oder Hürnin Seyfrid (so mit Dietrichen von Bern gekämpfft) vnnd von dem Rosengarten/ von Crimhilde der Jungfrawen angerichtet (welcher wider die berauber von den vnüberwindlichen Helden seye beschützt worden) vnnd von obgedachter hasta oder Stangen/ auch dem König Gybicone (so zu Wormbs regirt haben solle) vnnd seinem Sohn Gunthario, item Walthario Aquitano, vn[d] Haganone, schreibe/ fabuln seyen/ vnd daß die Gelehrte vermeinen/ daß man das Gedicht vom Hürnin Seyfrid auff Sigibertum, einen vortrefflichen Mann/ welcher vmbs Jar 538. vnter dem König Theodorcio Haußmayer gewesen/ vnd mit seiner Gemahlin Crimhilde zu Wormbs gewohnt/ vnd viel tapffere thaten verrichtet/ nicht unfüglich ziehen könne. “ (S. 312); „An der Müntz auff dem Marckt/ unter der Vhr/ sitzet Keyser Fridericus IV. auff einem Stul: Zur rechten ist ein Fraw/ die von theils Cymbale genant wird/ mag vielleicht gedachte Crimhildis sein/ vnd zur lincken obgedachter Riß. “ (S. 313). Literatur: Grimm 1889, S. 489f. Online: Vollanzeige
    • (2) Ulm: Wildeisen, 1662. Zitat: S. 457 (nur kurzer Hinweis). Standorte: Berlin u.a. Online: Vollanzeige
  32. Autor: anonym: Datum: 1641. Titelblatt: Genoechijcke History/ || Vanden schricklijcken ende on=|| vervaerden Reus || Gilias, || Hoe hy des grooten Conincx wonder= || schoone Dochter vant Eylant Helyce, van een || Geest ‘snachts wegh-ghevoert/ langhen || tijt in bewaringhe hadde/ gheslo= || ten aen kettinghs: || Ende hoe int selve Coninckrijck een Smeets-knecht || Sie-vreedt genaemt/ gevonden wierde/ 24. Mans starckte hebbende/ || welck tegens desen Reus 12. Cubitus hooch/ ghesonden wierde || om dese Dochter weder te verlossen/ ende voor sijn || Bruyt te houden. || Noyt voor desen in Druck geweest, vermaeckelick om te lesen. || [Zierstück] || Gedruckt int Iaer 1641. || (‚Unterhaltsame Geschichte vom schrecklichen und furchtlosen Riesen Gilias, wie er die wunderschöne, nachts von einem Geist entführte Tochter des großen Königs der Insel Helice lange Zeit angekettet in Verwahrung eingeschlossen hatte, und wie in demselben Königreich ein Schmiedsknecht, der Sievreedt hieß und die Stärke von 24 Mann hatte, gefunden wurde, welcher gegen diesen 12 Ellen hohen Riesen geschickt wurde, um die Tochter zu befreien und sie zu seiner Braut zu machen. Nicht vorher im Druck gewesen, angenehm zu lesen. Gedruckt im Jahr 1641.‘). Druckort: vielleicht Delft. Drucker: vielleicht Andries Cloeting (1629– 1648) (Boekenoogen). Beschreibung: 4 Blätter (A1–4), 4º, keine Illustration, freie kürzende Prosabearbeitung in rund 2800 Wörtern, Umbenennung von Krimhild in Eulalis, von Kuperan in Gilias, von Seyfrid in Sievreedt, Worms in die Insel Helyce verwandelt, der Riese zur Hauptfigur erhoben. Standorte: Den Haag (ohne Permalink); Leiden. Literatur: Boekenoogen 1903; Kloes 1952; Debaene 1977; Flood 1980, II, S. 224. Online: Vollanzeige (Exemplar von den Haag bei Early European Books mit Login)
    • (2) Leiden: Brill, 1903. Titelblatt: History van den schricklijcken ende onvervaerden Reus Gilias. (Abbildung). Herausgeber: Gerrit Jacob Boekenoogen (1868–1930). Reihe: Nederlandse volksboeken, Maatschappij der Nederlandse Letterkunde te Leiden, Nr. 4. Beschreibung: 18 Seiten, kommentierte Ausgabe. Standorte: Berlin u.a. Online: Vollanzeige (Transkription)
  33. AutorJohann Michael Moscherosch (1601–1649). Datum: 1643. Titelblatt: Anderer Theil der Gesichte Philanders von Sittewalt. Straßburg/ Bey Johann Philipp Mülben. M. DC. XXXXJJJ. (Abbildung). Druckort: Straßburg. DruckerJohann Philipp Mülbe (tätig 1625–1667). Beschreibung: 424 Seiten. Standorte: Berlin u.a. Zitate: im Abschnitt „Ala mode Kerauß“ Beschreibung der Burg Geroldseck bei Saverne/Zabern: „[…] erkante ich mich also bald/ das wir nicht weit/ vnnd nechst bey Geroltz Eck/ einem Alten Schloß auff dem Waßgau/ wären/ von dem man vor Jahren hero viel Abenthewer erzehlen hören: daß nemblich die vralte Teütsche Helden/ die Könige Ariouistus, Arminius, Witichindus, der Hürnin Siegfried vnd viel andere/ in demselben Schloß zu gewisser zeit deß Jahrs gesehen werden/ wan die Teütsche in den höchsten Nöthen vnd am vntergang seyn werden/ wider daher auß/ vnd mit etlichen alten Teütschen Völkern denselben zu hülff erscheinen solten.“ (S. 32f); trotz der modernisierten Namensform vermutlich Kenntnis eines Drucks des Lieds, Verschmelzung der Kyffhäuser– und der Nibelungensage; Vergleich eines lüsternen Greises mit Siegfried: „Ein Alter Greyse pülffert sein Haar, will das eckelende Frawenzimmer dabey vberreden, seine Haar wären nicht Alters halben grau; sondern er hätte sie mit dem Cyper-bulffer also geruchs wegen gepüffet. Das aber thut er zu dem end, damit er noch für einen Hürnin=Seyfrid mochte angesehen werden, der die Jungfraw könnte von dem fewrige[n] Drache[n], so in ihrer Schoß rastet, erlösen“ (S. 146). Literatur: Grimm 1829, S. 318 (Nr. 161); Grimm 1889, S. 489; Golther 21911, S. xlvi. OnlineVollanzeige
  34. Autor: Martin Zeiller (1589–1661). Datum: 1645. Titelblatt: Topographia Palatinatus Rheni et Vicinarum Regionum Das ist, Beschreibung vnd Eigentliche Abbildung der Vornemsten Statte, Plätz der Vntern Pfaltz am Rhein Vnd Benachbarten Landschafften, als der Bistümer Wormbs Vnd Speÿer, der Bergstraß, des Wessterreichs, Hundsrücks, Zweÿbrüggen, etc: Sampt einer Zugabe Ettlicher des H. Röm. Reichs Zudem Ober Reinischen Cräyß gezogenen Ständen, alß Bisantz, Metz, Tull, Verdun, Lothringen, Savoyen, etc: An Tag gegeben vnd Verlegt durch Mattheum Merian. 1645. (Abbildung). Druckort: Frankfurt/M. Drucker: Matthäus Merian (1593–1650). Beschreibung: 100 + 33 Seiten + 5 + 101 Blätter, 4º, Hinweis auf den Hürnen Seyfrid, vielleicht nur durch Freher 1612 bekannt. Standorte: Göttingen u.a. Zitat: „Jtem/ so hat man in der Kirche[n] eine Stange gezeigt/ so 66. Werckschuch lang/ die ein Reise/ so vor etlich 100. Jahren allda gelebt/ geführt haben solle. Und wird an einem andern Orth in der Stadt (bey S. Cæcilien/ wie Freherus sagt/ zwischen 2. Capellen/ ein Grab gewiesen/ so 44. oder 47. Schuch lang/ und mit Steinen gezeichnet ist; so viel für deß hürnin Seyfrids Begräbnuß gehalten; und daß entweder Käyser Fridericus IV. oder Maximilianus I. solches sollen eröffnen lassen / aber nichts darinnen/ als Wasser gefunden haben. Obgedachter Marq. Freherus sagt/ part. 2. Orig. Palat. c. 13. Daß/ was man von dem hürnin Seyfrid (so mit Dieterichen von Bern solle gekämpfft haben) und von dem Rosengarten/ von Crimhilde, der Jungfrauen/ angerichtet/) welcher wider die Berauber von den unüberwindlichen Helden seye beschützt worden) von obgedachter Stangen; auch dem König Gybicone (so zu Wormbs regieret haben solle) und seinem Sohn Gunthario; item Walthario Aquitano, und Haganone, schreibet/ Fabulen seyen; und daß die Gelehrte vermeinen/ daß man das Gedicht vom hürnin Seyfrid auff Sigibertum, einen vortrefflichen Mann/ welcher vmbs Jahr 538. unter dem König Theodorcio Haußmayer gewesen/ und mit seiner Gemahlin Grimhilde zu Wormbs gewohnt/ und viel tapffere Thaten verrichtet/ nicht unfüglich ziehen könne. »(S. 98f). Literatur: Grimm 1889, S. 489f. Online: Vollanzeige
    • (2) Frankfurt/M.: Johann Andreae, 1645 [recte um 1672]. Zitat: S. 98f. Standorte: Berlin u.a. Online: Vollanzeige
  35. AutorFriedrich von Logau (1605–1655). Datum: 1654. Titelblatt: Salomons von Golaw Deutscher Sinn-Getichte Drey Tausend. […] Breßlaw/ Jn Verlegung Caspar Kloßmanns/ Gedruckt in der Baumannischen Druckerey druch Gottfried Gründern. (Abbildung). Druckort: Breslau. DruckerGottfried Gründer (tätig 1650–1663). Beschreibung: 237 + 247 + 261 Seiten, 3000 Sinngedichte, 8º. Standorte: Weimar u.a. Zitat: „Einbildung. Mancher meinet/ daß er tappfrer als ein Hörnern Segfried sey/ | | Das ein Säwfried er mag heissen/ bleibt zum minsten wo dabey.“ (III, S. 182 = Spruch Nr. 2951); Hinweis auf die Namensform in O2 von 1642, erster Beleg für die adjektivische Endung –ern statt -in oder -en. Literatur: Golther 21911, S. xlvi. Online: Vollanzeige
    • (2) Tübingen: Litterarischer Verein in Stuttgart, 1872. Herausgeber: Gustav Eitner. Reihe: Bibliothek des Literarischen Vereins in Stuttgart, Nr. 113. Zitat: S. 601. Standorte: Hildesheim u.a. Online: Vollanzeige
    • (3) Hildesheim: Olms, 1972. Beschreibung: Nachdruck der Ausgabe von 1654. Standorte: Berlin u.a.
  36. Autor: Matthias Abele (1618–1677). Datum: 1654. Titelblatt: Metamorphosis Telæ Judiciariæ, Das ist: Seltzame Gerichtshändel/ und darauf erfolgte Bescheid und End-Urtheil: Zusammen getragen/ und mit lustigen Anmerckungen gezieret/ Durch Matthiam Abele/ unter den hochlöblichen Fruchtbringenden Den Entscheidenden. Nürnberg/ in Verlegung Michael Endters/ Jn Jahr 1654. Druckort: Nürnberg. Drucker: Michael Endter (1613–1682). Beschreibung: 244 + 245 Seiten, 8º. Standorte: Oldenburg u.a. Zitat: „Es hat ein alter Hürnen seyfrid/ eine ehrliche Jungfrau Mariam de Ravenna, geheiratet“ (S. 23). Literatur: Grimm 1829, S. 319 (Nr. 163). Online: Vollanzeige
    • … sieben weitere Auflagen bis 1712, davon keine online
  37. Autor: Johann Balthasar Schupp (1610–1661). Datum: 1657. Titelblatt: Freund in der Noht. Druckort: Hamburg. DruckerChristoph Demler (tätig 1656–1665). Beschreibung: 72 Blätter. Standorte: Greifswald u.a. Zitat: vermutlich wie in der Zweitauflage. Literatur: Golther 21911, S. xlvi
    • (2) Ohne Ort 1657. Titelblatt: Freund in der Noht/ Beschrieben/ Durch J. B. Schuppium, D. Gedruckt/ im Jahr nach Christi Geburt/ 1657. (Abbildung). Druckort: vermutlich Hamburg. Drucker: unbekannt. Beschreibung: 1 Blatt + 140 Seiten, 12º. StandorteHamburg u.a. Zitat: „Doctor Meyfart sagte/ man solle Achtung darauf geben/ ob ein Schorist oder Pennal-putzer sey zu einem rechten Ehren-Ampf kommen/ ob es ihm nicht unglücklich gangen? Ob er nicht zum wenigsten etwan ein böses Weib bekommen/ welche ihn coujonirt und getrillt hab/ da er zuvor gethan/ als ob den Hörneren Seyfried fressen wolte?“; ein Schorist war in der Studentensprache ein alter Student im Gegensatz zu einem Pennal, dieselbe adjektivische Endung wie bei Schupp. OnlineVollanzeige
    • (3) Ohne Ort 1658. Zitat: S. 128. Standorte: Erfurt u.a. Online: Vollanzeige
    • (4) Ohne Ort 1659. Standorte: Erfurt u.a.
    • (5) Ohne Ort 1663. Titelblatt: Doct: Ioh: Balth: Schuppii Schrifften. Herausgeber: Anton Meno Schupp (1639–1703). Beschreibung: 4 Blätter + 992 + 176 Seiten + 12 Blätter. Zitat: I, S. 264. Standorte: Berlin u.a. Online: Vollanzeige
    • (6) Halle/S.: Niemeyer, 1878. Beschreibung: Abdruck der Erstausgabe. Standorte: Berlin u.a.
  38. Autor: anonym. Datum: um 1657. Titelblatt: unbekannt. Druckort: Hamburg. Drucker: unbekannt. Beschreibung: Erstdruck nur durch einen Hinweis im Löwhardus bekannt: „Diese History welche auf sechß Bogen/ und wol werth zu lessen ist zu Hamburg Anno 57. gedrucket“ (Hertz um 1670, fol. N6r). Sigle: X1 → Der Gehörnte Siegfried
    • Älteste erhaltene Auflage mit Datum: Braunschweig / Leipzig 1726. Titelblatt: Eine | Wunderschöne Historie | Von dem gehörnten | Siegfried/ | Was wunderlicher Ebentheur | dieser theure Ritter ausgestanden, | sehr denckwürdig und mit Lust | zu lesen. | [Holzschnitt: helmtragender Krieger mit Speer in linker Hand und Schild in rechtem Arm] | Aus dem Frantzösischen ins Teutsche über- | setzt, und von neuen wieder aufgelegt. | [Strich] | Braunschweig und Leipzig, 1726. | (Flood). Standort: Göttingen (vermutlich Unikum). Beschreibung: 40 Bl. ohne Paginierung (A–E8), 8º, Titelholzschnitt + 38 Holzschnitte. Sigle: Aa. Online: Vollanzeige (Abdruck)
    •  … viele weitere Auflagen
  39. Autor: unbekannt. Datum: 1662. Titelblatt: Der Geist/ von Jan Tambour, Oder Außerlesene Materi für die Kurtzweil liebhabende Jugend. Dritter Theil. Aus dem Holländischen ins Teutsche vertiret. Gedruckt im Jahr 1662. (Abbildung). Druckort: unbekannt. Drucker: unbekannt. Beschreibung: S. 180–258, letzter von drei Teilen mit fortlaufender Paginierung. Standort: Heidelberg (vielleicht Unikum). Zitat: „Umb die Zeit/ als der Theure Held Säufried lebte/ der den Grossen Riesen Ruperan getödtet/ wie auch einen ungeheuren verfluchten Drachen umbgebracht/ und dardurch eines Königes Tochter Krynhulde/ ihre Ehre und Leben errettet hatte.“ (S. 232); Anfang des Schwanks Vom Knecht Treurecht; Namensform des Titelhelden in Anlehnung an O2 (Säwfried); Formulierung vielleicht vom Gehörnten Siegfried beeinflusst. Literatur: Hayn 1885, S. 89; Bolte 1892, S. 21, 70ff; Schröder 1892, S. 488f; Golther 21911, S. xlvi; Bolte 1918, S. 123; Flood 1980, II, S. 224f (mit irrtümlichem Hinweis auf eine Erwähnung des Gehörnten Siegfried durch Johann Joachim Becher in: Politischer Discurs, 1668, S. 64ff). Online: Vollanzeige
    • (2) Ulm: Görlin, 1663. Titelblatt: Viel vermehrter Kurtzweiliger Reyßgespan. darinnen Schöne Schimpffliche Historien und geschichten von allen ständten der Welt begriffen. Allen Reÿßensen zu lieb in trück verfertiget. Von Johann L. Talitz von Lichtensee. Ulm, bey Johan: Görlin, 1663. Herausgeber: Johann Görlin († 1663, tätig ab 1633). Beschreibung: 432 Seiten, 12º, vermehrte, mindestens dritte Auflage. Standorte: Göttingen u.a. Zitat: S. 86 (mit den Namensformen ‚Säwfrid‘, ‚Ruperam‘ und ‚Krynhulde‘), Aufnahme des Schwanks in die vermehrte Neuauflage einer 1645 zuerst erschienenen Sammlung, vorige Auflage von 1655 ohne die Erzählung von Treurecht. Online: Vollanzeige
    • (26.3) Ulm: Görlin, 1668. Beschreibung: Neuauflage von Ulm 1663. Zitat: S. 82 (Namensformen wie 1663). Standorte: München u.a. Online: Vollanzeige
    • (3) Ohne Ort um 1668. Beschreibung: Neuauflage von Jan Tambour 1662, mit den veränderten Namensformen ‚Siegfried‘ und ‚Kuperan‘, vielleicht für den Drachentöter unter Einfluss des Gehörnten Siegfried. Standorte: Berlin, Göttingen. Online: Auszug
    • (4) Ohne Ort 1669. Beschreibung: Neuauflage von Jan Tambour 1662. Standort: Wolfenbüttel u.a.
    • (5) Ulm: Beürlin, 1697. Beschreibung: Neuauflage von Ulm 1668. Zitat: S. 86 (Namensformen ‚Säufried‘, ‚Ruperam‘ und ‚Krinhulde‘). Standorte: München u.a. Online: Vollanzeige
    • (6) Ulm: Beuerlin, 1702. Beschreibung: Neuauflage von Ulm 1697. Zitat: S. 86 (Namensform wie 1697, nur ‚Säufried in ‚Seyfried‘ verändert. Standorte: Berlin u.a. Online: Vollanzeige
    • (7) Ohne Ort 1707. Beschreibung: vermehrte Neuauflage von Jan Tambour 1662. Standort: Cambridge (vielleicht Unikum; früher auch Berlin: Kriegsverlust)
    • (8) Prag / Leitmeritz / Teplitz: Medau, 1837. Titelblatt: Der ewige Jude, die Schildbürger von Utopien und viele andere Legenden. StandortWien (vielleicht Unikum). Beschreibung: 172 Seiten, mit Neuausgabe des Schwanks vermutlich nach der Ausgabe von 1702. Zitat: S. 87 (Namensformen ‚Seyfried‘, ‚Chrymhildis‘, ohne Erwähnung des Riesen). Online: Vollanzeige
  40. AutorJustus-Georgius Schottelius (1612–1676). Datum: 1663. Titelblatt: Ausführliche Arbeit von der Teutschen Haupt Sprache […] Ausgefertiget von Justo-Georgio Schottelio D. […]. Braunschweig/ Gedruckt und verlegt durch Christoff Friederich Zilligern/ Buchhänderern. Anno M. DC. LXIII. (Abbildung). Druckort: Braunschweig. DruckerChristoph Friedrich Zilliger († 1693, tätig ab 1647). Beschreibung: 1466 Seiten, 4º. Standorte: Erfurt u.a. Zitat: „Dieses Wort Nebelkapp/ ist bey den alten Teutschen Dichteren und Poeten/ als im Heldenbuche/ Hürne Seufried und anderen ein berühmt Wort“ (S. 279); Hinweis auf HS 89. Literatur: von der Hagen 1812, S. 52; Golther 21911, S. xlvi; Flood 1980, II, S. 225. Online: Vollanzeige
    • (2) Tübingen: Niemeyer, 1967. Beschreibung: Nachdruck der Ausgabe von 1963. Herausgeber: Wolfgang Hecht (1928–1984). Standorte: Berlin u.a.
    • (3) Tübingen: Niemeyer, 1967. Standorte: Erfurt u.a.
  41. Autor: Johann Praetorius (1630–1680). Datum: 1666. Titelblatt: Anthropodemvs Plvtonicus. Das ist/ Eine Neue Welt=beschreibung Von allerley Wunderbahren Menschen Als da seyn/ […] Autore M. Johanne Prætorio. Zetlingâ-Palæo-Marchitâ, P. L. C. Magdeburg/ Jn Verlegung Johann Lüderwald Anno 1666. (Abbildung). Druckort: Magdeburg. Drucker: Johann Lüderwald (†1693, tätig ab 1666). Beschreibung: 14 Blätter, 495 + 369 Seiten, 8°, Beschreibung von eigenartigen Menschen und Wesen. Standorte: Erfurt u.a. Zitat: „Vielleicht vom Hornin Seyfrieden: De quo Zeiler. In Itiner. German. Resp.“ (Kap. 17: 2. Teil, S. 201). Literatur: Grimm 1889, S. 491. Online: Vollanzeige (Transkription)
  42. AutorHans Jakob Christoffel von Grimmelshausen (um 1622–1676). Datum: 1670. Titelblatt: Dietwalts und Amelinden anmuthige Lieb- und Leids- Beschreibung/ samt erster Vergrösserung des weltberühmten Königreichs Franckreich […] Zusammen gesucht und hervorgegeben von H. J. Christoffel Grimmelshausen/ Gelnhusano. Nürnberg/ Verlegt und zu finden bey Felßeckern/ Jm Jahr Christi 1670. (Abbildung). Druckort: Nürnberg. DruckerWolfgang Eberhard Felsecker (1626–1680, tätig ab 1658). Beschreibung: 126 Blätter (= A–K12L6), 221 paginierte Seiten, historischer Legendenroman in 3 Teilen (Zusammenfassung), 12º. Standorte: Berlin u.a. Zitat: „von Worms Gibig und seine Tochter Grimhild sampt dessen Ritterschafft“ (I, S. 12), vielleicht nur Anspielung auf den Rosengarten zu Worms. Literatur: Golther 21911, S. xlvi. Online: Vollanzeige (pdf)
    • (2) Nürnberg: Felsecker, 1699. Titelblatt: Deß Aus dem Grabe der Vergessenheit wieder erstandenen Simplicissimi. […] Druckts und verlegt Johann Jonathan Felßecker/ Jm Jahr 1684. Beschreibung: Sammelband mit 15 verschiedenen Büchern von Grimmelshausen, laut Titelblatt 1684 gedruckt, nach dem jüngsten Buch zu urteilen erst 1699 erschienen, fortlaufende Paginierung bis Seite 937, 8º, viertes Buch: der Roman von Dietwalt und Amelinde (S. 327–440), in drei Teilen mit Kapitelgliederung, laut Titelblatt 1683 gedruckt. Standorte: Berlin u.a. Zitat: S. 333f (Namensformen: Gebig, Grimhild). OnlineVollanzeige
    • (3) Nürnberg: Felsecker, 1713. Standorte: Berlin u.a.
    • (4) Tübingen: Niemeyer, 1967. Herausgeber: Rolf Tarot (geb. 1931). Bescheibung: Abdruck der Erstausgabe von 1670. Standorte: Aurich u.a.
    • (5) Frankfurt/M.: Deutsche Klassiker Verlag, 1999. Titelblatt: Werke. Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen. Herausgeber: Dieter Breuer (geb. 1938). Reihe: Bibliothek der frühen Neuzeit, Nr. 17. Beschreibung: Band 2, 1175 Seiten. Standorte: Potsdam u.a. Zitat: Erster Theil. Online: Vollanzeige (Transkription)
    • … weitere Auflagen in Gesamtausgaben
  43. AutorHans Jakob Christoffel von Grimmelshausen (um 1622–1676). Datum: 1670. Titelblatt: Der seltzame Springinsfeld […] von Philarcho Grosso von Tromerheim. Gedruckt in Paphlagonia bey Felix Stratiot. Anno 1670. (Abbildung). Druckort: Nürnberg. DruckerWolfgang Eberhard Felsecker (1626–1680, tätig ab 1658). Beschreibung: 126 Blätter (= A–K12L6), 248 unpaginierte Seiten, Fortsetzung des Simplicissimus (Zusammenfassung), 8º. Standorte: Berlin u.a. Zitat: „so kriegte ich auch under disem Regiment drey Nachnamen […] zum andern wurde ich der hürnen Seyfrid genant/ weil ich mich einsmals allein mit einem breten Band-Degen/ den ich in beyden Händen führte/ dreyer Kerl erwehrete und sie übel zu schanden hauete“ (Kap. 12; fol. F3r–v); Springinsfeld in seinen Kriegserlebnissen. Online: Vollanzeige
    • (2) Nürnberg: Felsecker, 1670. Standorte: Berlin u.a.
    • (3) Nürnberg: Felsecker, 1683. Titelblatt: Des possirlichen/ weit und breit bekandten Simplicissimi Sinnreicher und nachdencklicher Schrifften Zweyten Theils Erstes Buch/ von dem seltzamen Springinsfeld […] Erstesmal verabfasset 1670. anjetzo aber wieder neu verbässert/ vermehret und auffgelegt von Philarcho Grosso, von Trommenheim. Jm Jahr 1683. Beschreibung: 810 Seiten, 8º. Zitat: S. 66 („der hörnen Seyfrid“). Online: Vollanzeige
    • (4) Nürnberg: Felsecker, 1713. Standorte: Halle u.a.
    • (5) Tübingen: Litterarischer Verlag in Stuttgart, 1862. Titelblatt: Der abenteuerliche Simplicissimus und andere Schriften. Dritter Band. Herausgeber: Adelbert von Keller (1812–1883). Reihe: Bibliothek des Literarischen Vereins in Stuttgart, Nr. 65. Beschreibung: 497 Seiten, drei Texte. Zitat: S. 82. Standorte: Berlin u.a. Online: Vollanzeige
    • (6) Stuttgart 1863. Standorte: Göttingen u.a.
    • (7) Leipzig 1871. Standorte: Berlin u.a.
    • (8) Leipzig um 1873. Standorte: Berlin u.a.
    • (9) Tübingen: Niemeyer, 1969. Herausgeber: Franz Günter Sieveke (geb. 1937). Beschreibung: 132 Seiten, Abdruck der Ausgabe von 1670. Zitat: Kap. 12. Online: Vollanzeige (Transkription)
    • … viele weitere Auflagen nach 1873
  44. AutorHans Jakob Christoffel von Grimmelshausen (um 1622–1676). Datum: 1675. Titelblatt: Deß Wunderbarlichen Vogelnessts Zweiter theil. An tag geben von Aaceeeffghhiillmmnnoorrssstuu. (Abbildung). Druckort: Strassburg. DruckerGeorg Andreas Dolhopff (tätig 1662–1711). Beschreibung: 340 Seiten, 27 Kapitel, Fortsetzung des Simplicissimus (Zusammenfassung), 12º. Standorte: Berlin u.a. Zitat: „Nachdem ich nun viel artlicher als in einem Gemähld gesehen/ welcher massen der Soldaten Dapfferkeit alles weichen und unterthänig seyn müste/ gieng ich nicht länger umb zu wehlen/ was ich künfftig thun und handthieren wolte/ vornemlich weil ich jung/ starck/ gerad und gesund/ und nicht allein mit einer Eysenfesten Hand [Fehler für: Haut]/ wie der Hürnen Seyfrid umbgeben war/ sondern auch andern/ so mit dergleichen versehen/ dieihrige öffnen/ mich in den äussersten Gefährlichkeiten unsichtbar machen/ und hingegen/ wann es vonnöthen/ etcliche Hauffen Reuter ins Feld stellen konte“ (Kap. 23: S. 283); der Ich-Erzähler ist ein Kaufmann. Literatur: Golther 1889, S. xxix. Online: Vollanzeige
    • (2) Nürnberg: Felsecker, 1683. Titelblatt: Des possirlichen/ weit und breit bekandten Simplicissimi Sinnreicher und nachdencklicher Schrifften Zweyten Theils Erstes Buch/ […] Erstesmal verabfasset 1670. anjetzo aber wieder neu verbässert/ vermehret und auffgelegt von Philarcho Grosso, von Trommenheim. Jm Jahr 1683. Beschreibung: 810 Seiten, sechs Texte, 8º. Zitat: S. 597f (S. 598f im Digitalisat übersprungen). Online: Vollanzeige
    • (3) Tübingen: Litterarischer Verlag in Stuttgart, 1862. Titelblatt: Der abenteuerliche Simplicissimus und andere Schriften. Vierter Band. Herausgeber: Adelbert von Keller (1812–1883). Reihe: Bibliothek des Literarischen Vereins in Stuttgart, Nr. 66. Beschreibung: S. 499–944 Seiten, drei Texte, 8º. Zitat: S. 673. StandorteKiel u.a. Online: Vollanzeige
    • … weitere jüngere Auflagen
  45. Autor (ermittelt): Johann Beer (1655–1700). Datum: 1679. Titel: Des Simplicianischen Welt-Kuckers/ Oder Abentheuerlichen Jan Rebhu Erster Theil/ Bestehend in einer kurtzweiligen Historia/ Welche den Lauff seines geführten Lebens der gantzen Welt vor Augen stellet/ mit unterschiedlichen Liebes-Händeln/ und andern seltsamen Begebenheiten vermehret und zum andernmal in den Druck verfertiget von denen vorigen Druck-Fählern gereiniget. Gedruckt zu N. Bey des Jan Rebhù seinem guten Freunde. 1679 (Abbildung). Druckort: Halle. Drucker: Simon Johann Hübner (†1696). Beschreibung: erster Teil eines Romans in vier Teilen, zuerst erschienen 1677 (ohne die entsprechende Stelle S. 114), zweite Auflage vermehrt, 192 Seiten, ein Pfarrer erzählt von seinen Rittergeschichten. Standorte: Berlin u.a. Zitat: „Nach diesem finge ich an Ritter-Geschichten zu schreiben/ da musten die Ritter auf die turnier, in die Berge/ auf hohe Hügel/ in tieffe Gruben reiten/ darinnen sich Drachen/ Löwen/ Gespenster/ Schlangen/ und dergleichen aufhielten/ wie etwan in der Historia von der schönen Melusina, und dem Ritter Ponto, wiederum in dem hörnen Seyfried/ und andern mehr dergleichen höchst Ruhmwürdigen Authoribus und nützlichen Scribenten zusehen und ersprießlich zulesen ist/“ (S. 117f). Literatur: Alewyn 22012, S. 247. Online: Vollanzeige
    • (2) Bern: Lang, 1981. Titel: Sämtliche Werke. Johann Beer. Bd. 1. Herausgeber: Ferdinand van Ingen und Hans-Gert Roloff. Standorte: Berlin u.a.
  46. Autor: Johann Christoph Ettner (1651–1724). Datum: 1719. Titelblatt: Des getreuen Eckharts Medicinischer Maul-Affe Oder der Entlarvte Marckt=Schreyer. […] Mit Beyfügung Sinn= und Lehrreichen / erschröcklichen und lustigen Begebenheiten vermehrter und unter gewissen Capiteln vorgestellet worden. Franckfurt und Leipzig/ Bey Michael Rorlachs seel. Witttib und Erben. 1719. (Abbildung). Druckort: Frankfurt/M. und Leipzig. DruckerDrucker: Michael Rohrlach (1692 tätig, Druckerei um 1700 von seiner Witwe und seinen Erben fortgesetzt). Beschreibung: 1072 Seiten, neue vermehrte Auflage, pseudomedizinische Abhandlung, 8º. Standorte: Leipzig (ohne Permanlink) u.a. Zitat: „wann man sich aber unterlegen, und das Wasser eine Zeit lang über sich wolte fliessen lassen, möchte es mit der Zeit den Cörper mit einer Stein=Härte (gleich des DrachenSchmalz den gehörnten Seyfried mit einer Horn=feste überzogen) beziehen und umbgeben“ (S. 891); vom Erzähler empfohlene Behandlung; Beiname vielleicht vom Gehörnten Siegfried beeinflusst (ohne die entsprechende Stelle in der Erstausgabe von 1694). Literatur: Grimm 21867, S. 331 (Nr. 165c); Scherer 1877, S. 26; Golther 1889, S. xxix; Schröder 1892, S. 484; Golther 21911, S. lxvi. Online: Vollanzeige
  47. Autor: Rosinus Lentilius (1657–1733). Datum: 1725. Titelblatt: Neue Beschreibung Des zu Göppingen Jm Löbl. Hertzogtume Würtenberg gelegenen edlen/ berühmt= und uralten Sauer=Brunnen, Worinnen dessen Gelegenheit/ mineralicher halt/ Kraft und Wirkung/ gründlich untersuchet/ der nuzzliche Gebrauch gelehret/ auch derselbe von einigen falschen Auflagen gerettet wird. Dergestalten eingerichtet/ Daß sie/ auch bey dem Gebrauch anderer mineralischen Wasser/ inn= und auser Landes/ dem Cur Gaste zu einer Richtschnur und Unterricht dienen kann. Herausgegeben von Rosino Lentilio, Hoch=Fürstl. Würtenbergisch. Raht und Leib=Medico, Academ. Cæsareo-Carolinæ Nat. Curiosor. Collega d. Oribaio. Verleget von Johann Georg Seizen/ Chirurgo und dermahligen Bad=Meister. Approbante & permittente Curia Ducali. Stuttgart/ Gedrukkt bey Bernhard Michael Müller/ 1725. (Abbildung). Druckort: Stuttgart. Drucker: Bernhard Michael Müller. Beschreibung: neue Beschreibung des Göppinger Mineralwassers nach derjenigen von Martin Maskosky 1688 (GVB + Online), besonders gegen das 1723 von Johann Georg Brebisius gelobte Wasser von Jebenhausen (Online), hier war Maskosky für seinen Stil kritisiert worden, in seiner Verteidigung zitiert Lentilius den Hürnen Seyfried als Buch in schlechtem Stil. Standorte: Göttingen u.a. Zitat: „Ich muß darüber lachen/ und hätte nicht gemeinet/ daß mann von einem Gelehrten/ an statt der Sprache/ daneben doch nicht undeutlichen/ Zierlichkit/ einen teutschen Hochzeit=Läder oder Leichen=Bitter Stylum fordern/ oder etwa von ihm gar prætendiren sollte/ zu schreiben/ wie vor einigen Seculis der Amadis aus Græcia/ der Hörnere Seyfried/ oder der Froschmeüsler/ ihre stilisiret“ (S. 45). Literatur: Grimm 1889, S. 492 (Nr. 166b). Online: Vollanzeige
  48. AutorJohann Christoph Gottsched (1700–1766). Datum: 1752. Titelblatt: Ad Solennia Anniversaria Qvibvs Primæ Lavreæ Philosophicæ Honores Strenvis Aliqvot Litterarvm Elegantiorvm Cvltoribvs Fvt. XXII. Dec. A. MDCCLII. H. X. Mat. Conferentvr Nomine Ampliss. Ord. Philos. Lips. Hvmanissime Invitat Et Temporibvs Tevtonicorvm Vatvm Mythicis Qvædam Præfatvr Ex-Decanvs Io. Christophorvs Gottsched. Lipsiæ Ex Officina Breitkopfia. (Abbildung). Druckort: Leipzig. DruckerJohann Gottlieb Immanuel Breitkopf (1719–1794). Beschreibung: 12 Seiten, 4º. Standorte: Berlin u.a. Zitat: „Exstat Fabula de Seyfrido, cornu obducto, peculiari poëmate comprehensa, typis etiam exscripta“ (S. vii); Anmerkung zur Gestalt ‚Seyfriedum‘ bei einer Besprechung der deutschen Heldendichtung, insbesondere des Rosengarten zu Worms; Hinweis auf Gottscheds eigenes Exemplar (L). Literatur: von der Hagen 1812, S. 51f; Golther 1889, S. viii. Online: Vollanzeige
  49. Autoren (ermittelt): Friedrich Maximilian von Klinger (1752–1831), Jakob Sarasin (1742–1802), Johann Caspar Lavater (1741–1801). Datum: 1780. Titelblatt: Plimplamplasko, der hohe Geist (heut Genie). Eine Handschrift aus den Zeiten Knipperdollings und Doctor Martin Luthers. Zum Druck befördert von einem Diletttanten der Wahrheit; und mit Kupfern geziert von einem Dilettanten der Kunst. 1780. (Abbildung). Druckort: Basel. DruckerEmanuel Thurneysen (1749–1806, tätig ab 1780). Beschreibung: 151 Seiten, Satire auf die Geniebewegung, 8º. Standorte: Wolfenbüttel u.a. Zitat: „Da rief auch die Faya ihm zu: Geh mein Sohn Plimplamplasko und bade dich in diesem Blut der Schreiber, das wird dir nützen. Da wöllt er nit und sagt; Mutter Faya, ich hab Ekels vor dem Blut dieser armen Geisterlein, und bin ich zu hoch dazu. Drum, sagt die Faya, thus nur, es wird dir wohl nüzen. So thät ers dann, daß er sich auszug, und sich badet im Blut der Draken, und da er fertig was, so hätt er über seinem Leib ein Haut wie Horn, und was gleich dem hörnenen Seyfried, von dem wir lesen viel Abentheuer“ (S. 70). Online: Vollanzeige
    • (2) Zürich: E. Speidel, 1899. Titelblatt: Jakob Sarasin, der Freund Lavaters, Lenzens, Klingers u.a., ein Beitrag zur Geschichte der Genieperiode. Mit einem Anhang: Ungedruckte Briefe; und, Plimplamplasko, der höhe Geist. Herausgeber: August Langmesser (1866–1918). Standorte: Göttingen u.a. Zitat: S. 186
    • (3) Hamburg: Behrens, 1913. Herausgeber: Hans Henning (geb. 1874). Standorte: Berlin u.a.
    • (4) Heidelberg: Schneider, 1966. Herausgeber: Peter Pfaff. Standorte: Berlin u.a.
  50. AutorJohann Gottfried Herder (1744–1803). Datum: 1781. Titelblatt: Deutsches Museum. Erster Band. Jänner bis Junius 1781. Leipzig in der Weygandschen Buchhandlung. (Abbildung). Druckort: Leipzig. DruckerJohann Gottfried Weigand (1743–1806, tätig ab 1764). Beschreibung: 570 Seiten, 85 Beiträge. Standorte: Berlin u.a. Zitat: „Ich könte Ihnen mancherlei gute moralische Sprüche: von den Frauen, der Armuth, den Priestern, dem Spiel u.f. folgen lassen, oder auch mit einem alten deutschen Heldenliede z. E. vom Dannhewser, dem Grafen zu Rom u. f. oder gar vom Tode, wie er alle Ständ‘ in der Welt hinwegnimt, in des Regenbogens Ton, oder in der Ritterweise, wo von der Wölfinge Ritterschaft, vom Herrn Dietrich von Bern, Ecken und Eckes Art, Sewfried, Hildebrand, Gibich, Judith, Roland, Kletus u.f. geredet wird, schliessen; mir fehlt aber heut Zeit und Weile.“ (S. 267); Bemerkung im Beitrag „Andenken an einige ältere deutsche Dichter. In Briefen an den Herausgeber des D. M.“ (S. 264–269); Namensform wie in O und S1, ähnlich wie in den älteren Drucken von Hans Sachs‘ Trauerspiel (Sewfriedt). Literatur: von der Hagen 1812, S. 52. OnlineVollanzeige
    • (2) Berlin: Weidmann, 1888: Titelblatt: Herders Sämmtliche Werke. Fünfzehnter Band. Herausgeber: Bernhard Suphan (1845–1911). Standorte: Otterndorf u.a. Zitat: S. 29Online: Vollanzeige
  51. AutorCarl Friedrich Flögel (1729–1788). Datum: 1786. Titelblatt: Geschichte der komischen Literatur. […] Dritter Band. Mit einer Kupfertafel. Liegnitz und Leipzig, bey David Siegert, 1786. (Abbildung). Druckorte: Legnica/Liegnitz und Leipzig. Drucker: David Siegerts Witwe (ab 1774). Standorte: Greifswald u.a. Beschreibung: 604, 8º. Zitat: „Lange hat sich hier und da besonders im ersten Buche und in den Aufschriften der Capitel die altfränkische Schreibart aus dem Volksbuche der gehörnte Seyfried, sehr komisch angebracht“ (S. 526); Besprechung von Samuel Gotthold Langes Streitschrift von 1747 Eine wunderschöne Historie von dem gehörnten Siegfried dem Zweiten; mit Kenntnis der ursprünglichen Namensform, vielleicht indirekt durch Staricius oder Ettner; nur Letzterer kombiniert das alte Proprium ‚Seyfried‘ mit dem neuen Beinamen ‚gehörnt‘. OnlineVollanzeige
    • (2) Hildesheim: Olms, 1976. Standorte: Potsdam u.a.